08. Dezember 2017 / 14:57 Uhr

Keita und Bruma wackeln vor Heimspiel gegen Mainz – aber Zeichen stehen auf Sieg

Keita und Bruma wackeln vor Heimspiel gegen Mainz – aber Zeichen stehen auf Sieg

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
Timo Werner erzielte in der vergangenen Saison die Hälfte aller RB-Treffer gegen Mainz.
Timo Werner erzielte in der vergangenen Saison die Hälfte aller RB-Treffer gegen Mainz. © Imago
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Weder Ralph Hasenhüttl noch RB Leipzig haben jemals gegen den FSV Mainz Punkte liegen lassen. Viele Bilanzen sprechen für einen Erfolg am Samstag gegen den Tabellen-14. Doch die Personaldecke des Vizemeisters ist weiterhin ausgedünnt.

Leipzig. Noch drei Spiele, dann steht endlich Weihnachten und die Winterpause für RB Leipzig vor der Tür. Das internationale Geschäft ist in diesem Kalenderjahr zwar vorbei, nun hält die Bundesliga aber zum Abschluss nochmal eine englische Woche parat. Die abschließenden Aufgaben im Jahr 2017 für RB Leipzig sind lösbar, die Etablierung auf Platz zwei hinter den Bayern zum besinnlichen Fest das Ziel. Mainz (14.), Wolfsburg (11.) und Hertha (12.) heißen die Gegner des Hasenhüttl-Teams, die sich allesamt in der zweiten Tabellenhälfte tummeln. Der RB-Coach erinnert allerdings: „Wir haben schon öfter richtig rudern müssen, um solche Spiele zu gewinnen. Das sind dicke Bretter, die man da bohren muss, weil die Gegner oft defensiv agieren.“

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RB Leipzig war zur englischen Woche zu Gast am Mainzer Bruchweg (4) (dpa) Zur Galerie
RB Leipzig war zur englischen Woche zu Gast am Mainzer Bruchweg (4) (dpa) ©

Am Samstag (15.30 Uhr) kommt es gegen den 1. FSV Mainz 05 vor allem wieder auf die Mentalität an, die RB Leipzig in den vergangenen Wochen nach aufreibenden Champions-League-Spielen auf den Platz brachte. Hasenhüttl meint: „Nach so einer intensiven Begegnung wie wir sie am Mittwoch hatten, wird es enorm davon abhängen, wie clever und zielstrebig wir agieren. Es muss eine hohe Effektivität in unser Spiel. So viele Chancen wie gegen Istanbul werden wir nicht bekommen.“

Vieles spricht dafür, dass sich ein Arbeitssieg im heimischen Stadion, wie zuletzt gegen Stuttgart, Hannover und Bremen, wiederholt. Nach fünf internationalen Auftritten gab es vier Erfolge und ein Remis. Zudem will sich der Vizemeister nach der 0:4-Klatsche in Hoffenheim und dem knappen 1:2 gegen Istanbul rehabilitieren.

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Rekordspieler Kaiser von Beginn an?

Aus der medizinischen Abteilung gibt es allerdings kaum gute Nachrichten. Marcel Sabitzer (Schulterluxation) und Emil Forsberg (Bauchmuskelzerrung) sind weiterhin verletzt. Zudem sind die Einsätze von Bruma und Naby Keita gefährdet, die beide in der Champions League Blessuren davon getragen haben. Sollte einer der Wirbelwinde ausfallen, ist der neue Rekordspieler Dominik Kaiser ein Kandidat im Mittelfeld. „Ich habe auch andere Optionen im Kopf, aber Dome ist gut drauf und hat sich Einsätze verdient“, sagt Hasenhüttl. Ob Dayot Upamecano bereits am Samstag oder erst am Dienstag in Wolfsburg in die Startformation zurückkehrt, entscheidet sich kurzfristig.

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Gut, dass wenigstens Timo Werner auf Torjagd gehen kann. Der deutsche Nationalstürmer erzielte bei den 3:1- und 3:2-Siegen in der vergangenen Saison die Hälfte aller Treffer. Erinnerungen an Duelle gegen Mainz sind für den Österreicher Hasenhüttl ausnahmslos positiv. Als Trainer von Ingolstadt und Leipzig gewann er in der Bundesliga alle vier Duelle.

Der neue und gebürtige Mainzer Coach Sandro Schwarz schleppt hingegen eine bittere Auswärtsbilanz mit sich, denn die Rheinhessen sind in fremden Stadien nach sechs Partien noch sieglos. Der 05-Trainer kündigte deshalb an „aufgestauten Frust in Energie umwandeln“ zu wollen. Aber Leipzig ist zu Hause in dieser Bundesligaspielzeit eine Macht und ungeschlagen.