02. Juni 2019 / 22:19 Uhr

Keller-Drama: Wendezelle II rettet sich, Plockhorst trauert

Keller-Drama: Wendezelle II rettet sich, Plockhorst trauert

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Happy End: Die Wendezeller (schwarz) schafften trotz der 3:6-Niederlage nach 2:0-Führung gegen Sonnenberg den Klassenerhalt.
Happy End: Die Wendezeller (schwarz) schafften trotz der 3:6-Niederlage nach 2:0-Führung gegen Sonnenberg den Klassenerhalt. © Isabell Massel
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Sie dachten schon, sie sind abgestiegen, doch dann bekamen Wendezelles Kreisliga-Fußballer die Nachricht von einer dramatischen Wende im Fernduell um den Klassenerhalt: Konkurrent SSV Plockhorst kassierte drei Minuten vor Abpfiff in Münstedt noch das Tor zur 1:2-Niederlage. Der SSV hatte lange 1:0 geführt.

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„Das war ein sehr bitterer Nachmittag für uns, denn wir haben gute Chancen liegen lassen“, sagte ein geknickter Plockhorster Trainer Lukas Schulze. Wendezelles Coach Hans Puscher war erleichtert: „Wir wollten gerne drinbleiben, denn acht A-Jugendliche stoßen zu uns dazu.“

TSV Münstedt – SSV Plockhorst 2:1 (0:1). Die SSV-Spieler lagen nach Abpfiff enttäuscht auf dem Rasen, ihre Fans spendeten Szenen-Applaus als Trost. Denn: „Das war ein Riesen-Fight von uns. Die Einstellung hat gestimmt, wir waren die bessere Mannschaft und haben ein gut-organisiertes Spiel abgeliefert“, bilanzierte SSV-Trainer Lukas Schulze. Doch trotz der Führung durch Marvin Isensees Freistoß-Kracher (28.) reichte es nicht. Per Elfmeter glich Münstedts Markus Eschemann in seinem Abschiedsspiel aus (75.). Und nach einem langen Freistoß schaltete Kevin Heuer am schnellsten und schoss die Gäste zurück in die 1. Kreisklasse.

Tore: 0:1 Isensee (28.), 1:1 Eschemann (75.), 2:1 Heuer (87.).

TSV Wendezelle II – TSV Sonnenberg 3:6 (2:4). Nach einem Doppelpack von Youngster Ole Kamp (2., 20.) träumten die Wendezeller schon von der Überraschung, die dem Aufsteiger den sofortigen Klassenerhalt beschert hätte. Doch die Gäste drehten die Partie, und die TSV-Reserve musste bis zum Abpfiff bei Konkurrent Plockhorst zittern, ehe die Rettung feststand. „Wir gehen mit einem 2:4 in die Kabine, obwohl wir die Partie 30 Minuten im Griff hatten. Als wir das 2:2 kassiert hatten, haben wir plötzlich wieder das Flattern bekommen. Nach der Pause haben wir dann offensiv nochmal alles probiert und wurden ausgekontert“, bilanzierte Wendezelles Trainer Hans Puscher, dessen Nervenkostüm ganz schön angegriffen war. Doch es gab das Happy End. Die Bestnote bei den Gastgebern verdiente sich abermals A-Junior Ole Kamp, dem ein Dreierpack gelang. „Ole ist ein echter Torjäger, er bleibt vorm Tor einfach cool“, lobte Coach Puscher.

Tore: 1:0, 2:0 Ole Kamp (2., 20.), 2:1 Frederik Falb (36.), 2:2 Eigentor (41.), 2:3 Bendrick (43.), 2:4, 2:5 Frederik Falb (45., 63.), 3:5 Ole Kamp (71.), 3:6 Wolter (90.).

SV Lengede II – TSV Essinghausen 6:2 (3:1). Für das Saisonfinale zogen die Lengeder Spieler Lose mit ihrer Position – und gewannen trotzdem ungefährdet. So kam es, dass der etatmäßige Keeper Pascal Karschunke als Rechtsaußen wirbelte – und prompt zwei Tore erzielte. Feldspieler Marian Didzoleit hütete dafür das Tor und machte seine Sache ebenfalls sehr ordentlich. Nur das i-Tüpfelchen verpasste er, als er mit einem Foulelfmeter in den Schlussminuten am Pfosten scheiterte. SVL-Trainer André Wrede hatte einen verdienten Sieg seiner Los-Truppe gesehen: „Wir wollten versuchen, den Ball vernünftig laufen zu lassen – und das hat streckenweise ordentlich geklappt. Und wenn wir in Bedrängnis gekommen sind, haben wir noch einmal das Tempo angezogen“, stellte er erfreut fest.

Tore: 1:0 Baars (15. Strafstoß), 2:0 Karschunke (20.), 3:0 Duwe (30.), 3:1, 3:2 Spatafora (37., 47.), 4:2 Duwe (57.), 5:2 Baars (58.), 6:2 Knöfler (65.).

Fortuna Oberg – Rot-Weiß Schwicheldt 2:5 (1:3). Im letzten Spiel kassierte Rückrunden-Überflieger Oberg doch noch die erste Niederlage in diesem Jahr und verpasste es, Schwicheldt noch von Platz zwei zu verdrängen. „Von uns war es mehr ein Sommerkick, die Luft war raus. Die Schwicheldter waren besser und haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Ein paar Mal sind wir richtig überlaufen worden“, stellte Obergs Trainer Hubert Meyer fest. Die Niederlage erklärte er aber auch damit, dass die Oberger mehrere Leistungsträger ersetzen mussten, unter anderem fehlte Top-Torjäger Roma Rotmann wegen Knie-Problemen. Die gute Laune ließ sich Meyer von der Niederlage aber nicht verderben. „Die Rückrunde war sensationell. Und mit Roma stellen wir den besten Torjäger der Liga und sind zudem die fairste Mannschaft der Liga – viel mehr geht nicht“, sagte Meyer.

Tore: 0:1 Del Rio (7.), 1:1 Feske (8.), 1:2 Eigentor (18.), 1:3 Badey (26.), 2:3 Grigorjan (51.), 2:4 Taraschewski (71.), 2:5 Rieger (73.).

TSV Eixe – FC Pfeil Broistedt 3:0 (1:0). Bei ihrem Heimsieg feierten die Eixer zwei Spieler besonders: Fürs Saisonfinale hatte Interimstrainer André Kutsche die Spieler ihre Positionen auslosen lassen, und Feldspieler Mohamed Diallo erwischte die Torwart-Position. „Doch er hat das in der ersten Halbzeit hervorragend gemacht und in der zweiten Halbzeit dann wieder als Feldspieler sogar ein Tor erzielt und eines vorbereitet“, lobte TSV-Betreuer Kai Haberta. Mit zwei Toren verabschiedete sich zudem Stürmer Niklas Schmerse perfekt. „Er hat läuferisch und kämpferisch noch einmal alles für den Verein gegeben“, lobte Haberta den Doppel-Torschützen, der zum Rivalen Arminia Vöhrum wechselt. Den Sieg fand Haberta verdient. „In einem ausgeglichenen Spiel hatten wir die besseren Torchancen“, begründete der Betreuer.

Tore: 1:0 Schmerse (39.), 2:0 Diallo (76.), 3:0 Schmerse (85.).

Herta Equord – TSV Edemissen 4:3 (2:0). Nach einer 2:0-Führung mussten die Equorder noch einmal um den Sieg bangen, doch sie belohnten sich für einen guten Auftritt. „Der Sieg war hochverdient. Wir hatten das Spiel im Griff, aber fünf schwache Minuten von uns hat Edemissen eiskalt ausgenutzt. Zum Glück konnten wir auf das 2:2 direkt wieder antworten“, sagte Equords Betreuer Marcel Bergmann. Ein Sonderlob verteilte er an Routinier und Doppel-Torschütze Sascha Knap. „Er war wie immer kaltschnäuzig.“

Tore: 1:0 Knap (23.), 2:0 Bläsig (43.), 2:1, 2:2 Meyer (61.), 62.), 3:2 Brandes (78.), 4:2 Knap (85.), 4:3 Siedentop (88.).

TSV Hohenhameln – SV Bosporus Peine 2:5 (2:0). Bosporus drehte eine Partie, in der sich Peines Coach Hüseyin-Nuh Elma wegen des 0:2 zur Pause verwundert die Augen rieb. Denn: „Wir waren auch in der ersten Halbzeit schon die bessere Mannschaft. Doch die Chancenverwertung war nicht gut, mitunter waren wir etwas zu verspielt. Das haben wir in der zweiten Halbzeit viel besser gemacht“, resümierte Elma. Mit einem Sahne-Freistoß-Tor aus spitzem Winkel leitete Nils Querfurth die Bosporus-Aufholjagd ein. „Wir haben die Pille gut laufen lassen und uns dann dafür auch belohnt“, lobte Elma.

Tore: 1:0 M. Karjaka (25.), 2:0 Kortschak (45.), 2:1 Querfurth (49.), 2:2, 2:3 Akkoc (53., 85.), 2:4 Akpunar (88.), 2:5 Querfurth (90.+2).

VfB Peine – TSV Dungelbeck 1:2 (0:0). Die Gäste hatten zwar einen Gutschein für die mit dem Mannschaftsbus verunglückten C-Junioren des VfB mitgebracht, doch im Spiel verteilten die Dungelbecker keine Geschenke an den Meister und konterten sich zum 2:1-Überraschungssieg. „Wir hatten mehr Spielanteile, aber im letzten Drittel waren wir zu hibbelig. Dungelbeck hat das gut gemacht und kompakt verteidigt“, erkannte VfB-Spieler Volkan Akar die Niederlage an.

Tore: 1:0 Zelder (50.), 1:1 Jahns (88.), 1:2 Demir (89.).

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