25. Februar 2022 / 08:10 Uhr

Kellerduell im Ilburg-Stadion: FC Eilenburg will gegen Fürstenwalde Punkte sammeln

Kellerduell im Ilburg-Stadion: FC Eilenburg will gegen Fürstenwalde Punkte sammeln

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Während der Trainer Nico Knaubel und der FC Eilenburg daheim trainieren, zieht es einige Regionalligisten gen Sonne.
Trainer Nico Knaubel will mit dem FC Eilenburg ein Polster auf Fürstenwalde schaffen. © Christian Modla
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Ein halbes Jahr und noch viel mehr? Der FC Eilenburg will seine grandiose Serie ausbauen und weiter fleißig Punkte sammeln – um am Ende der Saison den Klassenerhalt feiern zu können. Erfreuliche Nachrichten: Bunge ist nach neun Monaten wieder im Training.

Eilenburg. Am 1. September hat der FC Eilenburg das letzte Mal in der Festung „Ilburg-Stadion“ verloren. Am Samstag (13 Uhr) soll der Lauf fortgesetzt werden. Das Duell gegen Union Fürstenwalde ist in vielerlei Hinsicht spannend und prekär. Noch immer ist unklar, wie viele Absteiger es aus der Regionalliga Nordost geben wird. Das Horrorszenario von sechs Teams, die in den sauren Apfel beißen müssten, scheint angesichts der guten Leistungen der mitteldeutschen Drittligisten unrealistisch. Im günstigsten Fall steigen drei Teams ab. Stand jetzt wäre der FCE als 16. gerettet – und genau dafür kämpft die Mannschaft.

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Ziel: Vorsprung ausbauen

„Es wird in den nächsten Monaten ein Moment auf uns zukommen, da nimmt der Schiedsrichter seine Pfeife in den Mund und wird mit dem Abpfiff darüber entscheiden, welcher Moment für uns Spieler und Fans vom FC Eilenburg in Erinnerung bleibt. Entweder ein Moment, in dem klar wird, seine Ziele nicht erreicht zu haben, oder… und dafür geben wir täglich alles… der Moment, sich als Sieger im Abstiegskampf feiern zulassen. Und genau das ist mein Ziel, Mallorca mit Klassenerhalt“, sagte Winter-Neuzugang Maik Georgi mit Blick auf die traditionelle Reise gen Süden nach Saisonende.

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Die Gäste haben vier Punkte weniger als der FCE auf dem Konto. Mit einem Sieg könnte sich die Elf von Nico Knaubel ein Polster verschaffen. Und genau das ist das Ziel. Dass das ein schweres Unterfangen wird, bekam am vergangenen Wochenende Energie Cottbus zu spüren. Der Aufstiegskandidat kam nicht über ein 2:2 hinaus. Fürstenwalde mache eine sehr starke und gute Gruppenmentalität aus, sagt Trainer Kenny Verhoene, der seit November im Amt ist und die Mannschaft vor dem Sturz in die Oberliga bewahren soll. Man könne jedem Gegner das Leben schwer machen, müsse aber die Anzahl der Fehler reduzieren, die typisch für eine junge Mannschaft seien, erklärt der Coach.

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„Außer Tabletten und Ruhe hilft nichts“

„Wenn wir das Bild richtig hinbekommen, ist viel möglich, wie wir am letzten Wochenende gegen Cottbus gesehen haben“, so Verhoene vor dem Gastspiel in Eilenburg. Man werde alle Register ziehen müssen, um drei Punkte mitzunehmen, ist er überzeugt. Beim FCE ist das Selbstvertrauen nicht nur wegen der zurückgewonnenen Heimstärke groß. Die Mannschaft ist nach dem schwierigen Start angekommen, hat sich im Winter weiter verstärkt und verdaut auch Ausfälle besser.

Am Samstag wird Knaubel auf der Position des Rechtsverteidigers handeln müssen. Tzonathan Moutsa brummt eine Gelbsperre ab. Wacklig ist auch der Einsatz von Branden Stelmak. Das Knie zwickt und zwackt – und könnte einen Auftritt des wuchtigen Mittelstürmers verhindern. Dagegen dürfte Noah Baumann, beim 0:0 gegen den VfB Auerbach schmerzlich vermisst, zurückkehren. Er hat seine Erkältung auskuriert und trainiert wieder mit der Mannschaft.

Zurück auf dem Trainingsplatz ist auch Tim Bunge. Der Torjäger der vergangenen Jahre absolviert seit zwei Wochen individuelles Training – und ist bisher schmerzfrei. Ein entzündeter Knochen im Knie, ein sogenanntes Knochenmarködem, bremste den 25-Jährigen seit Mai aus. „Es ist die schlimmste Verletzung, die einem Fußballer passieren kann, weil keiner wirklich helfen kann“, sagte Bunge vor einigen Wochen. Ihm blieb nur eins: Geduldig abwarten. „Außer Tabletten und Ruhe hilft nichts. Leider.“ Die Zeit der Ruhe scheint nun vorbei – von den Ärzten gab es grünes Licht. Endlich.