11. September 2019 / 09:50 Uhr

Kersten Thiele beschert dem Team schnelleStelle Ur-Krostitzer bestes Saisonergebnis

Kersten Thiele beschert dem Team schnelleStelle Ur-Krostitzer bestes Saisonergebnis

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Team schnelleStelle Ur-Krostitzer beim Bundesliga-Zeitfahren in Genthin.
Team schnelleStelle Ur-Krostitzer beim Bundesliga-Zeitfahren in Genthin. © Archiv
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Beim Zeitfahren in Genthin landet die nordsächsische Equipe mit Olympionike und Gaststarter Thiele auf Platz sieben.

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Genthin/Nordsachsen. Ein waschechter Olympionike hat den Jungs vom Team schnelleStelle Ur-Krostitzer (SUK) das beste Ergebnis der Radsport-Bundesliga-Saison beschert. Beim Zeitfahren in Genthin landete die nordsächsische Equipe angeführt von Gaststarter Kersten Thiele auf Platz sieben. Auf dem 50 Kilometer langen Kurs fehlten lediglich sieben Sekunden zu Rang fünf. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte die Truppe ihre Zeit um eineinhalb Minuten.

„Wir haben eine Wahnsinnszeit in den Asphalt gebrannt, sind mannschaftlich sehr geschlossen aufgetreten“, frohlockte Teamchef Eric Baumann und wusste ganz genau, bei wem er sich zu bedanken hatte.

„Kersten Thiele hat das super gemanagt und unsere kleinen Jungs gut geführt.“ Der 26-jährige Bahnspezialist belegte bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro Rang fünf in der Mannschaftsverfolgung. An der Seite des dreimaligen deutschen Meisters fuhren diesmal die „kleinen Jungs“ Daniel Harnisch, Tobias Magdeburg, Johannes Banzer, Martin Bauer und Markus Werner für Team SUK ins Ziel.

100 Sekunden vor großem Rivalen

Zur Einordnung: Das KED-Stevens Radteam auf Rang acht brauchte 100 Sekunden länger. Fast hätten die Nordsachsen ihren großen Rivalen im Kampf um Platz acht der Bundesliga-Gesamtwertung sogar eingeholt. Auf der Zielgerade von Genthin konnten sie schon die Hinterreifen der zwei Minuten vor ihnen gestarteten Berliner sehen. Obwohl mit etwas Glück nach vorn sogar Rang fünf in Genthin möglich gewesen wäre, verabreichte Baumann seiner Mannschaft keine Wurmkur, sondern konterte mit einem Klassiker der Gilde: „Hätte, hätte, Fahrradkette. Die Zeit ist geil, es stehen noch zwei Rennen aus und die Jungs sind richtig heiß darauf.“

Am kommenden Sonntag geht’s mit mächtig Rückenwind zum Straßenrennen nach Sebnitz. Dort wieder mit dabei:

Patrick Reißig, der in Oschersleben erkannte, dass etwas kleinere Brötchen auch verdammt gut schmecken. Auf der dortigen Motorradrennstrecke nämlich feierte der 25-Jährige seinen zweiten Saisonsieg. Max Meyer komplettierte als Vierter das festliche Ergebnis. „Da haben wir eine sehr gute Show abgezogen“, befand Baumann.

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Und auch ein anderer kehrt in Sebnitz zurück zum harten SUK-Kern. Mathias Wiele hat just noch mal ein einwöchiges Trainingslager auf Mallorca eingeschoben und soll auf dem welligen Kurs seine Kletterfähigkeiten präsentieren. „Ich denke, Mallorca war eine gute Maßnahme, um sich den Kopf frei zu fahren. Sebnitz liegt ihm“, sagt Eric Baumann. Wiele gewann schließlich im Vorjahr das Bergtrikot der Bundesliga – angesichts dieser Besetzung braucht es dann auch nicht mehr die Hilfe von Olympionike Thiele. Obwohl derlei Unterstützung immer gern gesehen ist.

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