11. April 2020 / 07:38 Uhr

Uerdingen-Profi Großkreutz glaubt nicht an Fortsetzung der Saison in der 3. Liga: "Hat keinen Sinn"

Uerdingen-Profi Großkreutz glaubt nicht an Fortsetzung der Saison in der 3. Liga: "Hat keinen Sinn"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz hat sich für einen Abbruch der Drittligasaison ausgesprochen.
Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz hat sich für einen Abbruch der Drittligasaison ausgesprochen. © Daniel Kopatsch/Getty Images
Anzeige

Der ehemalige BVB-Profi und heutige Akteur des KFC Uerdingen, Kevin Großkreutz, hat sich für einen Abbruch der 3. Liga und Regionalliga ausgesprochen. Hingegen plädiert er dafür, die 1. und 2. Bundesliga zu Ende zu spielen.

Am vergangenen Donnerstag haben sich der Deutsche Fußball-Bund, der Ausschuss 3. Liga sowie die Verantwortlichen der 20 Klubs im Rahmen einer außerordentlichen Manager-Tagung darauf geeinigt, die aktuelle Drittligasaison trotz der Corona-Krise vorerst nicht abzubrechen. Eine Entscheidung, die bei Fans und Spielern mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde. Nach Meinung von Uerdingen-Profi Kevin Großkreutz wäre ein Abbruch die einzig richtige Entscheidung, wie seinen Worten zu entnehmen ist.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Der frühere BVB-Akteur hat in einem SPORT1-Interview seine Bedenken mit Blick auf eine mögliche Fortsetzung der Saison zum Ausdruck gebracht: "Ich glaube nicht, dass in der 3. Liga noch gespielt wird. Es kostet den Verein am Ende doch noch mehr Geld, wenn sie ohne Zuschauer spielen würden. Es hat aus meiner Sicht keinen Sinn, in der 3. Liga und der Regionalliga weiterzuspielen."

Uerdingen-Profi hofft auf eine schnelle Regelung

Aus Sicht des 31-Jährigen müsse eine schnelle Regelung gefunden werden. Konkret: "Die ersten drei Mannschaften könnten zum Beispiel aufsteigen und dafür würde es keine Absteiger geben. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ohne Fans weitergekickt wird."

Das machen die Weltmeister von 2014 heute

Der Sieg im Finale von Rio de Janeiro reservierte ihnen einen Platz in der DFB-Geschichte: die Weltmeister von 2014. Doch was machen die deutschen WM-Helden heute? Zur Galerie
Der Sieg im Finale von Rio de Janeiro reservierte ihnen einen Platz in der DFB-Geschichte: die Weltmeister von 2014. Doch was machen die deutschen WM-Helden heute? ©

Etwas anders schätzt Großkreutz die Situation in den ersten beiden Profiligen ein, auch wenn er keinen Hehl daraus macht, dass es "ohne Zuschauer doof" sei. Dennoch würde der Fußballer und Besitzer der Kneipe "Mit Schmackes" im Dortmunder Kreuzviertel eine Fortsetzung der Spielzeiten in den zwei Top-Ligen befürworten: "Man sollte es in den ersten beiden Ligen durchziehen. Es hängt zu viel am Fußball dran."

BVB-Meisterparty ohne Zuschauer? "Das wäre einfach nur komisch."

Seit 2018 trägt Großkreutz das Trikot des KFC Uerdingen, der sich als Tabellenelfter in die Corona-Pause verabschiedet hatte. Ehrenamtlich fungiert der Weltmeister von 2014 als Trainer des Bezirksligisten Türkspor Dortmund. Zwischen 2009 und 2015 schnürte der gebürtige Dortmunder seine Fußballschuhe für den BVB, dem er aktuell "vieles zutraut". Die Mannschaft sei super und wurde im Winter durch zwei Topspieler ergänzt. Eine Meisterparty ohne Zuschauer könnte sich Großkreutz - im Falle eines nach wie vor möglichen Titelgewinns der Schwarz-Gelben - allerdings nur schwer vorstellen: "Das wäre einfach nur komisch."