17. September 2020 / 15:30 Uhr

Prozess um Gehaltszahlungen: Gericht schlägt Vergleich zwischen Kevin Großkreutz und KFC Uerdingen vor

Prozess um Gehaltszahlungen: Gericht schlägt Vergleich zwischen Kevin Großkreutz und KFC Uerdingen vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin Großkreutz scheint im Rechtsstreit mit dem KFC Uerdingen um ausstehenden Gehaltszahlungen in einer guten Position.
Kevin Großkreutz scheint im Rechtsstreit mit dem KFC Uerdingen um ausstehenden Gehaltszahlungen in einer guten Position. © imago images/MaBoSport
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Im Rechtsstreit mit dem 2014er Weltmeister Kevin Großkreutz um ausstehende Gehaltszahlungen hat das Arbeitsgericht Krefeld dem KFC Uerdingen einen Vergleich vorgeschlagen. Beide Seiten können sich bis Anfang Oktober überlegen, ob sie diesem zustimmen.

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Weltmeister Kevin Großkreutz hat offenbar gute Chancen im Rechtsstreit mit dem Drittligisten KFC Uerdingen um ausstehende Gehaltszahlungen. Das Arbeitsgericht Krefeld schlug dem Verein am Donnerstag als Vergleich vor, dem 32 Jahre alten Profi die ausstehenden Gehälter für die Monate April bis August zum Teil reduziert und dann bis zum Vertragsende im Juni 2021 komplett zu zahlen.

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KFC hatte Gehaltszahlungen an Großkreutz eingestellt

Großkreutz hatte geklagt, weil der KFC die Gehaltszahlungen komplett eingestellt hatte, nachdem er als Spieler einem 30-prozentigen Gehaltsverzicht wegen der Corona-Krise nicht zugestimmt hatte. Auf den Gehaltsverzicht hatte sich der Mannschaftsrat im April geeinigt und nur einige Härtefälle ausgenommen.

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Als Großkreutz, der mittlerweile in den Planungen des Clubs keine Rolle mehr spielt, sich weigerte mitzuziehen, so das Gericht, wurden die Gehaltszahlungen eingestellt und dem Spieler von April bis August nicht die ihm monatlich zustehenden 51.000 Euro brutto ausgezahlt. Das sei rechtswidrig, betonte der Vorsitzende Richter David Hagen. „Der Verein müsse seine Vertragsverpflichtungen erfüllen und habe keinerlei rechtliche Grundlage dafür, aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten das Gehalt eines Spielers zu kürzen oder ganz einzubehalten.“

Gehaltsverzicht bei Großkreutz war Streitpunkt

Die Anwältin des Profis betonte, dass ihr Mandant zu dem Gehaltsverzicht bereit gewesen wäre. „Aber nur auf Basis des vertraglichen vereinbarten Monatsgehalts.“ Das Gehalt aber hätte ihr Mandant schon Monate zuvor deutlich reduziert. „Und dazu sollte dann ein weiterer 30-prozentiger Gehaltsverzicht kommen.“ Das habe der Spieler abgelehnt. Beide Seiten haben jetzt bis Anfang Oktober Zeit, den Vergleich anzunehmen. Andernfalls muss der Fall mit Zeugen erneut verhandelt werden.