26. November 2020 / 21:46 Uhr

Kevin Großkreutz und KFC Uerdingen einigen sich auf Vergleich: Weltmeister erhält hohe Abfindung

Kevin Großkreutz und KFC Uerdingen einigen sich auf Vergleich: Weltmeister erhält hohe Abfindung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin Großkreutz erhält nach seiner fristlosen Entlassung beim KFC Uerdingen eine hohe Abfindung.
Kevin Großkreutz erhält nach seiner fristlosen Entlassung beim KFC Uerdingen eine hohe Abfindung. © imago images/pmk
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Der KFC Uerdingen und Ex-Spieler Kevin Großkreutz haben sich vor Gericht geeinigt. Der Weltmeister von 2014 bekommt von seinem ehemaligen Verein eine Gehaltsnachzahlung. Vorangegangen war ein Rechtsstreit zwischen beiden Parteien.

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Kevin Großkreutz und sein Ex-Klub KFC Uerdingen haben ihren Streit über ausstehende Gehaltszahlungen beigelegt. Nach einem Kammertermin vor dem Arbeitsgericht Krefeld einigten sich die Seite des Weltmeisters von 2014 und der Verein auf einen Vergleich. Nach übereinstimmenden Medienberichten der Bild und von RP Online erhält Großkreutz eine Nachzahlung von insgesamt 442.500 Euro.

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Großkreutz hatte den Klub verklagt, weil der KFC die Gehaltszahlungen komplett einstellte. Auslöser: Der Ex-Nationalspieler hatte einem 30-prozentigen Gehaltsverzicht wegen der Corona-Krise nicht zugestimmt. Das Arbeitsgericht Krefeld hatte dem Verein Mitte September als Vergleich vorgeschlagen, dem 32 Jahre alten Profi die ausstehenden Gehälter für die Monate April bis August zum Teil reduziert und dann bis zum Vertragsende im Juni 2021 komplett zu zahlen. Uerdingen kündigte dem ehemaligen Dortmunder daraufhin Anfang Oktober fristlos. Großkreutz besaß noch einen gültigen Vertrag bis 2021 beim Drittligisten.

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Großkreutz nach Vergleich mit Uerdingen "froh und glücklich"

Der nun verhandelte Vergleich sieht den Berichten zufolge vor, dass der Ex-Uerdinger sein Gehalt von April bis Juli reduziert erhält (jeweils 37.500 Euro), dazu sein normales Gehalt für die Monate August und September (jeweils 51.000 Euro). Hinzu kommt eine einmalige Abfindung in Höhe von 229.500. Im Gegenzug stimmte Großkreutz zu, das Arbeitsverhältnis mit dem Verein rückwirkend zum 1. Oktober 2020 zu beenden. "Ich bin froh und glücklich, dass jetzt endlich alles geregelt und geklärt ist", sagte der Weltmeister der Bild.

Der ehemalige Profi von Borussia Dortmund war im Sommer 2018 zum ehemaligen Bundesligisten aus Krefeld gewechselt. Nach einer ersten Saison als Leistungsträger hatte er aufgrund von Verletzungen und schwachen Leistungen seinen Stammplatz verloren. In den Planungen des Klubs spielte der Ex-Nationalspieler schon vor der fristlosen Entlassung keine Rolle mehr. Nach seinem Uerdingen-Aus kann sich Großkreutz nun ein Engagement im Amateurfußball vorstellen: "Warum sollte ich zum Beispiel nicht bei Brünninghausen mit meinem Cousin zusammenspielen oder bei Bövinghausen, die das überragend machen?", fragte der Ex-DFB-Profi zuletzt im Interview mit den Ruhr Nachrichten.