13. Mai 2019 / 21:31 Uhr

Nach Prügel-Skandal: Großkreutz schimpft auf Instagram - "Ich kann nicht einfach wegschauen"

Nach Prügel-Skandal: Großkreutz schimpft auf Instagram - "Ich kann nicht einfach wegschauen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin Großkreutz war am Wochenende in eine Schlägerei verwickelt.
Kevin Großkreutz war am Wochenende in eine Schlägerei verwickelt. © imago images / MaBoSport
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Kevin Großkreutz geriet am Rande eines Kreisliga-Spiels bei einem Schlichtungsversuch zwischen die Fronten von zwei Fangruppen und wurde verprügelt. Jetzt hat sich der ehemalige BVB-Profi auf Instagram zu den Vorfällen geäußert.

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Der frühere Weltmeister Kevin Großkreutz ist erneut in eine Schlägerei verwickelt worden. Beim Kreisliga-C-Spiel zwischen dem VfL Kemminghausen III, den der Ex-Dortmunder als Trainer betreut, und dem FC Brambauer II kam es am Wochenende zu Tumulten, wie die Ruhr Nachrichten und die Bild berichteten. „Ich bin da hin, weil ich gesehen habe, wie 20 Leute von denen in Richtung der Zuschauer gerannt sind“, sagte der 30-Jährige den Ruhr Nachrichten.

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Inzwischen hat der frühere BVB-Profi und zweimalige Deutsche Meister auch auf Instagram auf die Meldungen reagiert. "Egal wo (auf der Straße oder halt wie jetzt auf einem Sportplatz) ich werde immer probieren zu schlichten und wenn dann noch auf Familienväter mit Kindern und Frauen draufgehauen wird, dann finde ich das es sein muss", schrieb der Weltmeister von 2014 in den sozialen Medien.

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Großkreutz bezeichnet die Täter als "einfach feige"

Die Täter bezeichnete Großkreutz, der in den kommenden Tagen die Geburt seines zweiten Kindes erwartet, wörtlich als "einfach feige" und "nur stark in einer Gruppe". Offenbar war der frühere Bundesliga-Spieler von mehreren Chaoten auf dem Brambauer Lager ins Visier genommen worden, nachdem er schlichten wollten. Großkreutz: "Dass ich dann alles abbekomme und die (...) feige sind und mit zehn Mann draufgehen ist es mir einfach Wert. Ich kann nicht einfach wegschauen, so bin ich einfach nicht." An Stelle der Schläger "würde ich mich einfach schämen".

Bild-Bericht: Platzverweis löste die Schlägerei aus

„Ich wollte schlichten, hab gesagt: Was soll der Scheiß, da sind Kinder dabei! Hört auf damit!“, berichtete der Profi, der derzeit für den KFC Uerdingen in der 3. Liga spielt. Der Bild zufolge war eine Rote Karte Auslöser der Schlägerei. Demnach musste die Polizei die Auseinandersetzung letztendlich beenden.

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Die Polizei wurde zum Schauplatz des Geschehens gerufen, Großkreutz verzichtete jedoch auf eine Anzeige. "Ich will einfach nur noch meine Ruhe, hab' auf so was keinen Bock mehr", sagte der zweimalige Deutsche Meister der Bild. Hintergrund der Aussage: Großkreutz war Ende Februar 2017 bei einer Prügelei in einem Stuttgarter Rotlichtviertel schwer verletzt worden und hatte seinen Job beim VfB Stuttgart verloren.

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In einem Interview mit dem Magazin 11 Freunde schilderte der Ex-Nationalspieler, wie die Schlägerei abgelaufen ist: „Ich hatte wahnsinniges Glück, wurde geschlagen, bin mit dem Kopf auf den Bordstein gefallen und wurde ein weiteres Mal getreten, sodass mein Jochbein brach. Es hat alles wehgetan. Ich habe in der Nacht gespürt, wie sie mir mit einer Spritze das Blut aus dem Kopf zogen“, sagte Großkreutz.