13. Januar 2019 / 08:49 Uhr

Kevin Pannewitz ist fassungslos über Aus bei Carl Zeiss Jena und spricht von Klage

Kevin Pannewitz ist fassungslos über Aus bei Carl Zeiss Jena und spricht von Klage

Redaktion Sportbuzzer
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Kevin Pannewitz wehrt sich gegen seinen Rauswurf bei Carl Zeiss Jena.
Kevin Pannewitz wehrt sich gegen seinen Rauswurf bei Carl Zeiss Jena. © imago/Christoph Worsch
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Kevin Pannewitz will seinen Rauswurf beim Drittligisten Carl Zeiss Jena nicht akzeptieren und gegen den Klub juristisch vorgehen. Zudem schildert er nach dem Wirbel um sein Gewicht seine Sicht der Dinge.

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Das einstige Toptalent Kevin Pannewitz kann seinen Rauswurf beim Drittligisten Carl Zeiss Jena nicht nachvollziehen und will offenbar juristisch gegen seine Kündigung vorgehen. „Ich habe eine Familie, Frau und Kind, ich bin durch das Verhalten von Jena völlig vor den Kopf gestoßen. Der Verein hat mich bei der ersten Gelegenheit abgeschossen, dagegen gehen wir vor“, sagte der 27-Jährige der Bild: „Soweit ich informiert bin, ist die Kündigungsschutzklage schon an Jena versendet. Es gibt keine richtigen Gründe für die Entlassung. Ich kann nicht wegen Übergewichts entlassen werden.“

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Pannewitz war von Jena unter der Woche außerordentlich gekündigt worden. Der Klub war offenbar mit der körperlichen Verfassung, mit der der Mittelfeldspieler aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt war, nicht einverstanden. „Ich bin mit 95 Kilo in den Urlaub gegangen und kam mit 98,3 zurück. Wir hatten noch ein Hallenturnier, danach wurde mir vom Verein mitgeteilt: Du musst schnellstmöglich weg hier! Dabei habe ich noch eineinhalb Jahre Vertrag. Jena hat mir keine Alternative geboten, sie wollten mich einfach loswerden“, meint Pannewitz.

Pannewitz verweist auf Trainingspause wegen Erkrankung

Der frühere Wolfsburger verweist zudem darauf, dass er in den letzten beiden Wochen vor seinem Urlaub und zu Beginn der Winterpause krank gewesen sei. Deshalb habe er nicht trainieren können. „Es wird ja so dargestellt, als hätte ich im Urlaub hemmungslos gelebt, gefressen. Das ist völlig falsch. Ich konnte nicht trainieren, habe danach normal weitergegessen. Leider bin ich so veranlagt, dass sich das bei mir schnell bemerkbar macht“, sagt Pannewitz, dem seit Kurzem der ehemalige Lewandowski-Berater Maik Barthel zur Seite steht. Dieser hatte sich nach der Jenaer Trennung von Pannewitz ebenfalls zu Wort gemeldet und die soziale Kompetenz des Vereins infrage gestellt.

Die Stationen von Kevin Pannewitz

Rasanter Aufstieg: In Berlin hatte Kevin Pannewitz das Fußball-Abc beim MSV Normannia, dem Frohnauer SC, dem Nordberliner SC und Tennis Borussia Berlin gelernt. In der Hauptstadt begegnete er auch Auswahltrainer Hans Oertwig, der ihn später noch einmal nach Oranienburg holen sollte. 2008 wechselte der Mittelfeldspieler in die A-Jugend des FC Hansa Rostock, kickte in der U19-Bundesliga. Zur Galerie
Rasanter Aufstieg: In Berlin hatte Kevin Pannewitz das Fußball-Abc beim MSV Normannia, dem Frohnauer SC, dem Nordberliner SC und Tennis Borussia Berlin gelernt. In der Hauptstadt begegnete er auch Auswahltrainer Hans Oertwig, der ihn später noch einmal nach Oranienburg holen sollte. 2008 wechselte der Mittelfeldspieler in die A-Jugend des FC Hansa Rostock, kickte in der U19-Bundesliga. ©
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Dies wiederum will Jena-Boss Chris Förster nicht akzeptieren. „Herr Barthel ist mir erst seit Dienstag als Berater von Kevin Pannewitz bekannt. Ich gestehe ihm zu, dass er gar nicht wissen kann, wie groß unsere soziale Kompetenz hier im Verein ist. Aber dann soll er sich bitte mal bei seinem Spieler informieren, wie wir uns um ihn gekümmert haben. Wir waren diejenigen, die ihm vor zwei Jahren, als keiner mehr an ihn geglaubt hat, die Chance gegeben haben“, sagte der Geschäftsführer der Bild.

Jena-Boss wehrt sich gegen Vorwürfe

Förster weiter: „Wir reden hier über Profifußball! Herr Barthel kann sich sicher sein, dass wir bei Kevin in den letzten Jahren nicht nur ein Auge, sondern mehrere Augen zugedrückt haben. Mehrfach sogar. Weil wir an ihn geglaubt haben. Auch aus diesem Grund wünschen wir ihm wirklich für die Zukunft alles Gute.“ Tatsächlich hatte Carl Zeiss Pannewitz im Sommer 2017 noch einmal eine Chance gegeben, nachdem der Spieler zuvor nur noch im unterklassigen Bereich aktiv gewesen war.

Pannewitz hofft darauf, einen neuen Klub in der 3. Liga zu finden: „Ich habe nun einen privaten Coach, mache täglich Laufeinheiten, Intervalle, Krafttraining. Ich glaube weiter daran, dass ich einem Drittligisten helfen kann. Ich will weiter Profi sein. Ich bereite mich professionell auf ein mögliches Angebot vor und hoffe, dass es noch einen Verein gibt, der mich kicken sehen will.“

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