25. März 2020 / 18:59 Uhr

Zeitvertreib in Corona-Pause: Besiktas-Star Kevin-Prince Boateng gibt "Pressekonferenz" mit Sohn

Zeitvertreib in Corona-Pause: Besiktas-Star Kevin-Prince Boateng gibt "Pressekonferenz" mit Sohn

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Besiktas-Star Kevin-Prince Boateng vertreibt sich die Zeit in der Corona-Spielunterbrechung mit einer Pressekonferenz mit Sohn Maddox.
Besiktas-Star Kevin-Prince Boateng vertreibt sich die Zeit in der Corona-Spielunterbrechung mit einer "Pressekonferenz" mit Sohn Maddox. © imago images/ZUMA Press/Kim Price/Screenshot Instagram/Montage
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Auch in der türkischen Süper Lig ruht der Spielbetrieb wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie. Der frühere Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng von Besiktas Istanbul hat jetzt einen kreativen Weg gefunden, sich die Zeit zu vertreiben: eine "Pressekonferenz" mit Sohn Maddox.

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Der Spielbetrieb in fast allen europäischen Fußball-Ligen ist wegen des Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie unterbrochen - seit kurzem auch in der türkischen Süper Lig. Darum muss auch der frühere Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng, der Ende Januar vom AC Florenz an Besiktas Istanbul verliehen wurde, vorerst zuhause bleiben. Doch der Halbbruder von Jerome Boateng vom FC Bayern München hat einen kreativen Weg gefunden, sich die Zeit mit seiner Familie zu vertreiben: Auf seinem Instagram-Profil postete der 33-Jährige am Mittwoch ein Video von einer vermeintlichen "Pressekonferenz", bei der Boateng mit seinem 2014 geborenen Sohn Maddox Rede und Antwort stand. Die wenig ernst gemeinten Fragen stellte Ehefrau Melissa Satta aus dem Off.

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Auch die Kulisse haben die Boatengs passend hergerichtet: Kevin-Prince Boateng nimmt vor einem kleinen Tisch Platz, auf dem Getränke und eine Mikrofon-Attrappe stehen und ein Besiktas-Trikot ausgebreitet ist. Der ghanaische Nationalspieler setzt auf Englisch zu einem Statement an: "Das Spiel war großartig, ich fühle mich großartig. Ich habe zwei Tore erzielt, meinen Job erledigt. Ich bin glücklich, dass wir die drei Punkte zuhause behalten konnten", erklärt Boateng, der in Deutschland für Hertha BSC, Borussia Dortmund, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt aktiv war, in geübtem Fußballer-Sprech.

Sonnenschein? Boateng flapsig: "Habe etwas Farbe bekommen"

Auf die Bemerkung seiner Frau, ob Maddox die Vorlage geliefert habe, entgegnet Boateng: "Maddox hat mir den Ball von der Tribüne aus zugeworfen, und ich musste nur noch einköpfen. So haben wir es zuhause geübt." Der Kleine grinst: "Ja." Der nächste Einwurf der "Journalistin": "Du hast einen schönen Haarschnitt." Die Antwort des Spielers: "Danke, ich habe alles abrasiert. Ich glaube, ich sehe wunderbar aus." Und zu Maddox: "Sieht Papa wunderbar aus? Magst du es?" Maddox nickt.

Kevin-Prince Boateng: Die Bilder seiner Karriere

Seine Profikarriere startete Kevin-Prince Boateng 2005 in Berlin bei Hertha BSC, dort stand er einige Zeit gemeinsam mit seinem Bruder Jérôme (rechts, jetzt FC Bayern München) im Kader. Zur Galerie
Seine Profikarriere startete Kevin-Prince Boateng 2005 in Berlin bei Hertha BSC, dort stand er einige Zeit gemeinsam mit seinem Bruder Jérôme (rechts, jetzt FC Bayern München) im Kader. ©

Die äußeren Bedingungen beim "virtuellen Spiel" haben Boateng offenbar auch gefallen. Auf Melissas Frage, ob der Rasen gut gemäht gewesen sei, erwidert er: "Sehr gut, sehr kurz, nass. So wie ich es mag." An Sonnenschein hat es ebenfalls nicht gemangelt: "Man sieht, ich habe etwas Farbe bekommen", meint Boateng selbstironisch. Die flapsige Bemerkung hat jedoch einen ernsten Hintergrund: Boateng engagiert sich seit Jahren intensiv gegen Rassismus und macht dabei auch vor seinen ehemaligen Vorgesetzten nicht Halt. Mit Clemens Tönnies, dem Schalker Aufsichtsratschef, ging Boateng hart ins Gericht, nachdem sich Tönnies im Sommer 2019 abfällig über Afrikaner geäußert hatte.

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