05. Oktober 2019 / 13:06 Uhr

Kommentar zum Effenberg-Engagement beim KFC Uerdingen: Letzte Chance mit Explosionsgefahr

Kommentar zum Effenberg-Engagement beim KFC Uerdingen: Letzte Chance mit Explosionsgefahr

Tom Vaagt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Rolle als Manager Sport ist vielleicht schon die letzte Chance von Stefan Effenberg, kommentiert SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.
Die Rolle als "Manager Sport" ist vielleicht schon die letzte Chance von Stefan Effenberg, kommentiert SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt. © imago/Eibner/Kolvenbach
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Für Stefan Effenberg könnte der Job als "Manager Sport" beim KFC Uerdingen schon die letzte Chance im deutschen Fußball sein. Dass es in Krefeld schnell zu einem Duell der Hitzköpfe kommen könnte, macht die Aufgabe risikoreich - meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

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Das Risiko war schon immer eine der Lieblingsdisziplinen von Stefan Effenberg. Wenn der Gegenwind besonders heftig wurde, blühte der Ex-Nationalspieler bereits zu seiner aktiven Zeit am meisten auf. Was nicht passte, wurde weggegrätscht. Körperlich oder verbal. Die Folgen dieser Vorgehensweise waren höchst unterschiedlich. Mal räumte sich Effenberg wie gewünscht den Weg frei, nicht selten rannte er nicht gerade unverschuldet gegen Mauern. Welches Szenario nun bei seinem neuen Engagement beim KFC Uerdingen eintritt, ist nicht nur entscheidend für die Zukunft der Krefelder. Auch Effenberg dürfte bewusst sein: Die Rolle als "Manager Sport" ist vielleicht schon die letzte Chance, sich im deutschen Fußball als Verantwortlicher zu beweisen.

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Ganze dreieinhalb Jahre ist es her, dass der frühere Star des FC Bayern zum bisher einzigen und letzten Mal im operativen Geschäft auftrat. Lediglich fünf knappe und meist freudlose Monate hatte er auf der Bank des SC Paderborn verbracht. Dann bewertete der inzwischen verstorbene Klubchef Wilfried Finke die Situation als "unerträglich". Zu viel Wirbel, zu wenig Erfolg. Dass Effenberg - wie wenige Tage zuvor bekannt geworden - die nötige Trainerlizenz fehlte, hatte das ohnehin gefüllte Fass für die Paderborner zum Überlaufen gebracht. In Effenbergs Trainer- oder Funktionärskarriere passierte anschließend: Nichts mehr.

Die besten Sprüche von Stefan Effenberg

Effes legendäre Freunde der Sonne-PK aus dem Jahr 1999: Jaaa aber, da muss man aufpassen. Da muss man aufpassen mit dem, was man sagt, was man schreibt und wie man das rüberbringt, damit muss man aufpassen. Weil ich bin einer, der lässt sich das nicht gefallen, Freunde der Sonne! Zur Galerie
Effes legendäre "Freunde der Sonne"-PK aus dem Jahr 1999: "Jaaa aber, da muss man aufpassen. Da muss man aufpassen mit dem, was man sagt, was man schreibt und wie man das rüberbringt, damit muss man aufpassen. Weil ich bin einer, der lässt sich das nicht gefallen, Freunde der Sonne!" ©
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Nun also Uerdingen - womit man wieder beim Risiko wäre. Der Klub wird von Michail Ponomarew gelenkt. Dem Vernehmen nach hat der russische Investor einen ausgeprägten Hang zum - nun ja - Patriarchat. Trainer waren unter seiner Führung selten so lange im Amt, dass sie eine handelsübliche Probezeit überstanden. Auch mit seinen Spieler ist Ponomarew angeblich nicht gerade zimperlich. Zuletzt hatte es Berichte über einen explosiven Ausbruch des Mäzens in der Kabine gegeben.

Effenberg und Ponomarew: Eine explosive Mischung

Ob Effenberg da als beruhigendes Regulativ taugt oder über kurz oder lang selbst mit Ponomarew aneinander gerät? Blickt man auf die Vergangenheit, kommt man in Sachen Wahrscheinlichkeitsrechnung schnell zu einem Ergebnis. So oder so ist diese Mischung in jedem Fall: Risikoreich.

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