13. November 2018 / 12:17 Uhr

Unruhe in der Mannschaft: Kickers Vahrenheide trennen sich von Trainer Büyüktopuk 

Unruhe in der Mannschaft: Kickers Vahrenheide trennen sich von Trainer Büyüktopuk 

Nils Weinert
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Halil Büyüktopuk und der SV Kickers Vahrenheide gehen getrennte Wege. Nach der einvernehmlichen Trennung von den Kickers wird er in Zukunft für Vahrenheide weder an der Seitenlinie, noch auf dem Feld aktiv sein.
Halil Büyüktopuk und der SV Kickers Vahrenheide gehen getrennte Wege. Nach der einvernehmlichen Trennung von den Kickers wird er in Zukunft für Vahrenheide weder an der Seitenlinie, noch auf dem Feld aktiv sein. © Nico Schwieger
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Die Kickers Vahrenheide und Halil Büyüktopuk gehen ab sofort getrennte Wege. Der 42-Jährige bestätigte das Gerücht, welches schon seit einigen Tagen im Umlauf ist. "An der sportlichen Situation lag es auf keinen Fall", sagt der ehemalige Oberliga-Akteur.

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Seit 2017 war Halil Büyüktopuk Spielertrainer beim SV Kickers Vahrenheide. Mit 20 Punkten aus 13 Spielen stehen die Kickers nach dem zwölften Spieltag auf dem sechsten Tabellenplatz der 1. Kreisklasse - keine schlechte Ausbeute, zumal der Klassenerhalt oberstes Saisonziel ist.

Nun aber der Paukenschlag: Trotz des 5:2-Erfolgs der Kickers Vahrenheide beim SV Eintracht Hiddestorf trennen sich der Verein und der 42-jährige Coach. "Die Ziele wurden vollkommen erfüllt, an der sportlichen Situation lag es auf keinen Fall", sagte Büyüktopuk, "es war ein Auf und Ab, aber unterm Strich lief es sehr gut."

"Innerhalb der Mannschaft kam Unruhe auf"

Persönliche Gründe seien dafür ausschlaggebend gewesen, dass der ehemalige Oberliga-Akteur sein Amt niedergelegt hat. "Innerhalb der Mannschaft kam Unruhe auf, weil einige Spieler mit der Trainer-Situation unzufrieden waren."

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Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©

Dabei führt Büyüktopuk auch die Rolle von Co-Trainer Sascha Schneider an, der die Mannschaft nun übernommen hat. "Die Spieler, die er von Wülfel geholt hat, wollten, dass er als erster Trainer übernimmt" - diese Unstimmigkeiten führten letztendlich zur Trennung von dem 42-Jährigen und dem Team aus der Kreisklasse.

"Wir haben uns einvernehmlich getrennt", sagte Büyüktopuk und ergänzt: "Es war voll und ganz im Sinne der Mannschaft." Auch als Spieler wird der 42-Jährige nicht mehr für die Kickers Vahrenheide auflaufen.

Als Vorbild vorangegangen

Zuvor hatte er sowohl in der Ersten Herren, als auch bei den Altherren auf dem Platz gestanden - und das sogar ziemlich erfolgreich. In zwölf Spielen konnte der Mittelfeld-Akteur sieben Tore erzielen. Auch als Trainer erfüllte Büyüktopuk seine Pflichten voll und ganz: "Das Ziel für die Saison war es, so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben", sagt der Spielertrainer. "Das Ziel haben wir schnell erfüllt."

Eine Saison mit Höhen und Tiefen

Der Weg dorthin war allerdings nicht immer konstant. Das sah Halil Büyüktopuk ebenfalls: "Es gab Spiele, da kannst du ganz oben mitspielen, wie zum Beispiel gegen Laatzen (5:1) oder gegen Anderten (6:1)", lobte der 42-Jährige seine Mannschaft, "dann gab es aber wieder Spiele, da lief es gar nicht gut, wie gegen Wettbergen (0:4) oder Hemmingen (1:8)"

Unter dem neuen Trainer Sascha Schneider läuft es allerdings noch nicht wie erwartet. Gegen den Tabellenvorletzten Fortuna Sachsenross mühten sich die Kickers lange. Erst in der Schlussphase der Partie konnten die Vahrenheider den Sack zumachen. (3:1)

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Gegen den FC Stern Misburg II, der sich zuletzt etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte, sah das Ganze anders aus. Mit 3:4 verloren die Kickers beim ehemaligen Tabellenletzten der 1. Kreisklasse - und das obwohl der Gegner aber der 56. Minute in Unterzahl agieren musste.

"Als Trainer werde ich auf jeden Fall weitermachen"

Als Trainer möchte Halil Büyüktopuk "auf jeden Fall weitermachen." Die Angebote seien bereits vorhanden - und das nicht nur von unterklassigen Vereinen. "Es gibt ein, zwei Dörfer mit guter Infrastruktur, aber es haben auch schon höherklassige Vereine angeklopft." Um welche Teams es sich handelt, wollte der 42-Jährige allerdings nicht verraten.

Die freie Zeit nutzt Büyüktopuk nun für sein Privatleben. "Mit einer Familie ist es schwierig, Zeit für den Fußball zu finden. Besonders wenn die Kinder selber spielen. Jetzt ist die Situation entspannter und ich kann mehr mit meinen Kindern unternehmen."