09. April 2022 / 21:31 Uhr

Kilia Kiel mit gelungener Kunstrasen-Premiere

Kilia Kiel mit gelungener Kunstrasen-Premiere

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Freude nach dem 2:0 durch Yannik Jakubowski (2.v.re.). Von li.: Florian Foit, Benjamin Petrick, Tom Baller.
Freude nach dem 2:0 durch Yannik Jakubowski (2.v.re.). Von li.: Florian Foit, Benjamin Petrick, Tom Baller. © Uwe Paesler
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Es gab gleich mehrere Gründe dem Kilia-Stadion am heutigen Sonnabend einen Besuch abzustatten. Immerhin durfte sich der Fußball-Landesligist in dieser Saison erstmalig auf dem neu geschaffenen Kunstrasenplatz beweisen.

Und dem Zaungast wurde dabei eine Spielstätte präsentiert, die sich sehen lassen kann und die dem Verein langfristig richtig gute Perspektiven bietet. Das mit Quarzsand und Naturkork verfüllte Kunstrasenfeld erhielt nicht nur ein Entwässerungs-Drainagesystem, sondern auch eine Trainingsbeleuchtung, die aus vier Masten mit 16 Fluchtlichtstrahlern besteht. Ebenso wurde der Ballfangzaun an der Westseite erneuert, und auch die historische Haupttribüne wurde durch diverse Reparaturen aufgepeppt.

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Aber nicht nur die veränderten Rahmenbedingungen lockten die Zuschauer an diesem Tag an den Hasseldieksdammer Weg 165. Die Einweihung der neuen Spielstätte ging schließlich einher mit einem absoluten Topspiel, denn der Ligaprimus hatte den Tabellenzweiten TSV Klausdorf zu Gast.

Die Hausherren, die bis dato alle Ligaspiele siegreich gestalten konnten, nahmen erwartungsgemäß das Heft des Handels in die Hand und bestimmten die Anfangsphase der Partie. Die beste Chance ergab sich, als Tom Baller auf den im Rückraum befindlichen Benjamin Petrick ablegte, der jedoch deutlich verzog (12.).

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Erst danach traten die Gäste offensiv in Erscheinung, versprühten dabei aber viel Gefahr. Und dies lag in erster Linie an TSVK-Stürmer Moshood Olamide Adesanya, der durch Übersicht, Reaktionsschnelligkeit und Durchsetzungsvermögen gefiel. Nach einem langen Ball konnte sich der Goalgetter energisch gegen Teyi Lawson-Body behaupten, scheiterte dann jedoch an Kilias Keeper Torben Franzenburg, der glänzend reagierte (14.). Seine individuelle Klasse demonstrierte Adesanya auch, als er mit der Hacke den Torabschluss fand, obwohl er von vier Gegenspielern umringt war (17.).

Bedingt durch diese Chancen wurden die Klausdorfer von Minute zu Minute mutiger. Trotzdem gerieten die Gäste noch in Halbzeit eins in Rückstand, da die Kilianer eine undurchsichtige Situation im Strafraum zum Führungstreffer nutzen konnten (37.). Zum Torschützen erklärt wurde Benjamin Petrick. „Auch ich konnte nicht genau sehen, ob der Ball im Tor war oder nicht. Hätte der Schiedsrichter nicht so entschieden, dann hätte es aber Handelfmeter und eine Rote Karte geben müssen“, meinte Kilias Coach Nicola Soranno zu dieser unklaren Szene.

Im zweiten Abschnitt hätte Jonathan Beeck nach einem Eckball ausgleichen können (48.), aber auch Kilia hätte frühzeitig das 2:0 machen können, wenn ein Schuss von Florian Foit nicht geblockt worden wäre (52.). Dieses erzielte dafür Yannik Jakubowski, der plötzlich freie Bahn hatte und TSVK-Keeper Nico Ganzel keine Chance lies (68.). Zum Duell beider Akteure kam es dann erneut, als Serhat Yazgan im Strafraum gelegt wurde. Doch vom Punkt sollte Jakubowski an Ganzel scheitern (78.).

„Wir haben einen sehr guten Auftritt gezeigt. Monieren könnte man lediglich die wenigen Klausdorfer Chancen, die sich nach Standards ergeben haben“, bilanzierte Soranno. Rundum zufrieden war auch Klausdorfs Coach Dennis Trociewicz: „Hinter mir liegt wohl die schwierigste Woche meines Trainerdaseins, da es bei uns unter der Woche etliche Hiobsbotschaften gab. Wir mussten deshalb hier mit drei A-Jugendlichen antreten, von denen auch gleich zwei in der Startelf standen. In Anbetracht dieser Umstände kann ich stolz auf meine Jungs sein.“

FC Kilia Kiel: Franzenburg – Amponsah (90. Harder), Foit, Lawson-Body, Yazgan, Meshekrani (65. Trepca), Horstinger, Aouci (64. Warncke), Baller (82. Schäfer), Petrick, Jakubowski.

TSV Klausdorf: Ganzel – Beeck, Wöhlk, Kahlert, M. Petersen (62. D. Petersen), Linde (29. Akgün), Fey (73. Yurtseven), Kaack, Schwabe, Hardrath, Adesanya.


Schiedsrichter: Ole Andreas Schulz (Lübeck) – Tore: 1:0 Petrick (37.), 2:0 Jakubowski (68.) – Besonderes Vorkommnis: Ganzel pariert Foulelfmeter von Jakubowski (78.) – Zuschauer: 200.