18. November 2021 / 19:58 Uhr

Müssen Kimmich & Co. sich impfen lassen? Länderchefs prüfen 2G-Regel für Profis

Müssen Kimmich & Co. sich impfen lassen? Länderchefs prüfen 2G-Regel für Profis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst plädiert dafür, dass für Profis die 2G-Regel gelten sollte.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst plädiert dafür, dass für Profis die 2G-Regel gelten sollte. © dpa
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Für die Fans in den Stadien gilt die 2G-Regel, für Profis nicht - das könnte sich ändern. Am Donnerstag diskutierten die Länderchefinnen und -chefs darüber und sind der Auffassung, dass 2G "auch für die Profis gelten soll". Zuletzt hatte die Debatte um den ungeimpften Bayern-Star Joshua Kimmich bundesweit für heftige Diskussionen gesorgt. 

Die Länderchefs prüfen, ob ungeimpften Profis wie Nationalspieler Joshua Kimmich bei anhaltend kritischer Corona-Lage künftig der Zugang zu Spielen untersagt werden kann. "In der Vorbesprechung der Länderchefinnen und -chefs waren wir uns sehr schnell einig, dass wenn Zuschauer im Stadion 2G beachten müssen, dass das nach unserer Auffassung auch für die Profis gelten soll“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag nach den Bund-Länder-Beratungen in Berlin.

Zuvor hatte die Runde beschlossen, dass bei Sportveranstaltungen künftig nur noch geimpfte oder vom Coronavirus genesene Menschen Zugang erhalten sollen. Allerdings sei noch unklar, ob sich dieser Beschluss auch für Profisportler bei ihrer Berufsausübung durchsetzen lasse, ließ Wüst erkennen. Davon betroffen wären auch ungeimpfte Profis etwa im Handball, Basketball oder Eishockey. "Die Rechtslage war klar, ob wir das umgesetzt kriegen, das müssen wir jetzt prüfen“, sagte der NRW-Ministerpräsident.

Die verschärften Maßnahmen sollen greifen, wenn die für das jeweilige Bundesland ausgewiesene Hospitalisierungsrate den Schwellenwert 3 überschreitet. Mit diesem Wert ist die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeint.

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Zuletzt hatte Bayern-Profi Kimmich für eine heftige Diskussion gesorgt, weil er eingeräumt hatte, bisher nicht gegen Corona geimpft zu sein. Er gab als Grund Sorgen wegen vermeintlicher Langzeitfolgen einer Impfung an. Weil sein geimpfter Klub-Kollege Niklas Süle bei der Nationalmannschaft positiv auf das Virus getestet worden war, mussten sich Kimmich und vier weitere Nationalspieler in Quarantäne begeben.

Auch Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte am Donnerstag noch einmal energisch für die Impfung plädiert: "Ich habe schon den Anspruch, dass die Spieler, die nicht geimpft sind, das verstehen, dass die Gefahr als Ungeimpfter deutlich größer ist, mehr Spiele und Trainingseinheiten zu verpassen als als Geimpfter. Ich glaube nicht, dass ich das einem Spieler klarmachen muss. Das ist offensichtlich, das liegt auf dem Präsentierteller."