13. November 2019 / 13:22 Uhr

Mit Kirgisistan auf Weltreise: Amateurfußballer Vitalij Lux vom SSV Ulm im Duell mit Japan

Mit Kirgisistan auf Weltreise: Amateurfußballer Vitalij Lux vom SSV Ulm im Duell mit Japan

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ulms Vitalij Lux spielt für die Nationalmannschaft von Kirgisistan.
Ulms Vitalij Lux spielt für die Nationalmannschaft von Kirgisistan. © imago images / Eibner / Montage
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Aus der Regionalliga-Alltag direkt hinein in die WM-Qualifikation nach Asien. Vitalij Lux spielt beim SSV Ulm und in der Nationalmannschaft von Kirgisistan. Der 30-jährige Amateurfußball steht jetzt vor einem der größten Spiele mit seinem Land.

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Vitalij Lux, Edgar Bernhardt und Viktor Maier – in Deutschland kennen nur Experten diese Namen. In Kirgisistan steht das Trio wieder im Rampenlicht. Mit der Nationalmannschaft geht es für die deutschsprachigen Fußballer am Donnerstag gegen Asiens Rekordmeister Japan.

„Japan wird die Gruppe bis zum Ende dominieren. Wir wollen den Platz dahinter erreichen und zu den vier besten Gruppenzweiten gehören“, sagt Lux im Gespräch mit der Amateurfußball-Initiative #GABFAF. Um den Rang streitet sich die Mannschaft von Trainer Aleksandr Krestinin mit Nachbarland Tadschikistan. Und dieses Duell steht am kommenden Dienstag an. „Das ist für das Land ein ganz besonders Spiel. Da wird wieder eine super Stimmung herrschen“, meint Lux, der für den SSV Ulm in der Regionalliga Südwest spielt.

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Der Fußball in Deutschland ist aber nur schwer mit dem in Kirgisistan zu vergleichen. Im zentralasiatischen Land begeistern die Menschen eher andere Sportarten wie beispielsweise „Kok-boru". Zwei Mannschaften reiten dabei auf Pferden über ein Feld und versuchen, eine Ziegenleiche in einen zwei Meter breiten Betonring zu werfen. „Total verrückt für uns“, lacht Lux: „Aber der Fußball ist immer mehr im Kommen.“ Und so wird der 30-Jährige mit seinem Teamkollegen auch mal auf der Straße erkannt. Das liegt aber auch am „europäischen Kleidungsstil“ der in Deutschland aufgewachsenen Nationalspieler.

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Lux kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. An die kirgisische Nationalmannschaft hat er damals nicht gedacht. „Das kam erst so mit 17 Jahren. Da haben wir mal rumgespaßt. Und sechs Jahre später habe ich dann eine Einladung erhalten“, sagt Lux, der in Deutschland auch schon in der Regionalliga Bayern sowie Nordost und in der 3. Liga für die Spvgg Unterhaching gespielt hat. „Es gibt hier in der Auswahl Spieler, die bei uns in der zweiten Liga spielen würden“, beschreibt der Offensivspieler das Niveau.

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Profis, Promis, Amateure: Einige der #GABFAF-Unterstützer findest Du hier in der Galerie. ©
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Neben Lux spielen mit Bernhardt und Maier zwei weitere Spieler für Kirgisistan, die in Deutschland aufgewachsen sind. Maier kickte in der Jugend für den Hamburger SV und stand vor seiner aktuellen Station SC Wiedenbrück unter anderem für die Sportfreunde Lotte und den SV Meppen auf dem Platz. Bernhardt spielte bereits für Klubs in Deutschland, den Niederlanden, Finnland, Polen, Thailand, Oman und jetzt Malaysia. „Wir reisen für die Nationalmannschaft durch die ganze Welt. Ich fliege immer über Istanbul oder Moskau weiter nach Kirgisistan. Dazu kommt der Zeitunterschied von fünf Stunden. Das bringt den Körper erstmal durcheinander. Wenn andere schlafen, ist man hellwach und muss im Training immer Gas geben“, sagt Lux.

Viktor Maier (von links), Edgar Bernhardt und Vitalij Lux stehen im Aufgebot der kirgisischen Nationalmannschaft.
Viktor Maier (von links), Edgar Bernhardt und Vitalij Lux stehen im Aufgebot der kirgisischen Nationalmannschaft. © privat

Nach einer Woche zurück nach Ulm

Der Offensivspieler ist bereit, diesen Aufwand mehrmals im Jahr zu meistern. An das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere will er noch nicht denken. Es sollen weitere besondere Moment wie der Hattrick bei der Asienmeisterschaft gegen die Philippinen folgen. In den Spielen gegen Japan und Tadschikistan könnte Lux seinen Heldenstatus bestätigen, bevor es am 19. oder 20. November wieder zurück in den Regionalliga-Alltag geht.

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TSV Sulzfeld (Bayern): Mit einem hauchdünnen Vorsprung setzten sich die Sulzfelder in der #GABFAF-Vereinskasse durch und haben damit nun auch 2000 Euro mehr auf ihrem Konto. Damit kann der Klub nun endlich mit der Sanierung der sehr maroden Duschen beginnen. Der erste Schritt: Neue Duschköpfe.  ©
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