23. Januar 2022 / 14:21 Uhr

Klappt's diesmal? Wolfsburg hat wieder ein US-Talent an der Angel

Klappt's diesmal? Wolfsburg hat wieder ein US-Talent an der Angel

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Im VfL-Visier: Kevin Paredes.
Im VfL-Visier: Kevin Paredes.
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Muss der VfL Wolfsburg noch mal in seinem Kader nachbessern? Bis Ende Januar haben die Klubs noch die Möglichkeit dazu, dann schließt das Transferfenster wieder. Der VfL hat ein US-Talent im Visier.

Junge Spieler holen, sie ausbilden, ihren Marktwert steigern - das hat sich der VfL Wolfsburg seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben. Nicht nur das, die Niedersachsen leben das auch, wie die Transfers zeigen. Erst jüngst hatte der VfL mit Jakub Kaminski ein Talent verpflichtet. Zudem wollten die Wolfsburger mit Ricardo Pepi ein US-Talent aus der Major League Soccer (MLS) holen, doch den Zuschlag bekam der FC Augsburg, weil er bereit war, weit mehr zu bezahlen als der VfL. Allerdings: Mit Kevin Paredes haben Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer nun das nächste US-Talent an der Angel.

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Kristian Dyer von der ‚USA Today Sports Media Group‘ berichtet von einem Wolfsburger Angebot für den 18-Jährigen, der bei bei D.C. United unter Vertrag steht. Angeblich fordert der MLS-Klub sieben bis acht Millionen Euro Ablöse, nach SPORTBUZZER-Infos jedoch könnte sich ein Transfer eher im Bereich 4 bis 5 Millionen Euro bewegen. Paredes hat in der im Dezember beendeten Saison 45 Pflichtspiele für den Klub aus Washington absolviert, ihm waren drei Tore und vier Torvorlagen gelungen.

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Der 1,70 Meter große Außenbahnspieler hat meist den offensiven Part auf der linken Seite gespielt, gleichwohl könne er aber auch in einer Viererkette als Linksverteidiger oder gar im Mittelfeld agieren. Paredes steht noch am Anfang seiner Karriere - und so wäre er bei einem möglichen Winter-Transfer nicht die Soforthilfe für den sportlich angeschlagenen VfL zu sehen, sondern Paredes wäre eher als Investment in die Zukunft einzuordnen. Gleichwohl hatten Spieler wie Maxence Lacroix, der ebenfalls in ganz jungen Jahren im Sommer 2020 von einem französischen Zweitligisten gekommen war, beim VfL schnell den Durchbruch geschafft.

Kommt Paredes? Die VfL-Verantwortlichen finden die Spieler grundsätzlich interessant, der Spieler selbst kann sich einen Wechsel ebenfalls gut vorstellen. Allerdings: Derzeit sind beide Klubs, was die Ablöse betrifft, weit auseinander. Die Wolfsburger sehen auch nicht den großen Druck, zwingend etwas auf der Linksverteidiger-Position machen zu müssen - obwohl Trainer Florian Kohfeldt mit Jerome Roussillon nur einen echten Linksverteidiger im Team hat, weil sich Paulo Otavio eine schwerwiegende Knieverletzung zugezogen hatte und in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr zum Einsatz kommen wird.

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„Ich glaube nicht, dass da noch was passiert. Wir haben auch die Möglichkeit, Dinge aus dem bestehenden Kader heraus zu lösen“, hatte Schmadtke jüngst im Bezug auf einen möglichen Transfer für hinten links gesagt. Der Manager sagte, man könne diesen Engpass mit Spielern aus dem aktuellen Kader auffangen - und nannte Yannick Gerhardt, Renato Steffen oder Sommer-Neuzugang Micky van de Ven als personelle Möglichkeiten.

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