16. Oktober 2019 / 16:26 Uhr

"Helden der Woche": Klares Votum für Organisatoren eines Benefizspiels in Trebbin

"Helden der Woche": Klares Votum für Organisatoren eines Benefizspiels in Trebbin

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Kevin Päplow (r.) und Nils Schröder (2.v.r.) engagierten sich bei der Organisation des Benefizspiels
Kevin Päplow (r.) und Nils Schröder (2.v.r.) engagierten sich bei der Organisation des Benefizspiels © Frank Neßler - SPORTBUZZER-Grafik
Anzeige

Held der Woche: Kevin Päplow und Nils Schröder stemmen Benefizspiel zwischen VfB Trebbin und Kreisauswahl.

Anzeige
Anzeige

Das war deutlich: 83 Prozent aller Stimmen bei der Wahl zum „Helden der Woche“ im SPORTBUZZER Brandenburg entfielen auf Nils Schröder und Kevin Päplow. Schröder, Kapitän des Fußball-Landesligisten VfB Trebbin, und Päplow von Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen haben am vergangenen Wochenende maßgeblich ein Benefizspiel organisiert.

Ende September war Philipp Manoury im Alter von 29 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. „Wir sind auf die gleiche Schule gegangen“, erzählt der Trebbiner Schröder. Manoury sei so etwas wie ein Ultra gewesen. „Er stand zu einhundertzehn Prozent hinter dem Verein.“ Wann immer Hilfe nötig war, Manoury hat mit angepackt. Deshalb war man sich im Gespräch mit Vertretern des Vereinsvorstandes, der ersten und der zweiten Mannschaft schnell einig, ein Benefizspiel für Manourys sechsjährige Tochter auf die Beine zu stellen. Schröder: „Das hat er sich verdient.“

In Bildern: 300 Zuschauer erlebten in Trebbin ein emotionales Benefizspiel für das bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommene VfB-Vereinsmitglied Philipp Manoury.

300 Zuschauer erlebten in Trebbin ein emotionales Benefizspiel für das bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommene VfB-Vereinsmitglied Philipp Manoury Zur Galerie
300 Zuschauer erlebten in Trebbin ein emotionales Benefizspiel für das bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommene VfB-Vereinsmitglied Philipp Manoury © Frank Neßler
Anzeige

Kevin Päplow bot seine Hilfe an und stellte eine Auswahl des Fußballkreises Dahme/Fläming zusammen. Kicker aus Ludwigsfelde, Deutsch Wusterhausen, Wernsdorf, Niederlehme, Schönefeld und Rangsdorf kamen in Trebbin zusammen. Gegner war das Team„VfB-Trebbin und Freunde“. Darunter waren auch Kumpel von Manoury, die keine Fußballer sind. Trotzdem wollten sie dabei sein. „Ich bin sehr stolz auf alle, die heute hier mitgespielt oder sich auf andere Art und Weise eingebracht haben“, sagte Päplow. Die Gastgeber gewannen mit 6:4, doch das war an diesem Tag nicht wichtig.

Trikot-Versteigerung brachte 1000 Euro

Es war ein Tag der Gesten. So liefen beide Teams in T-Shirts mit Manourys Foto auf. Darüber stand: „You ’ll never walk alone.“ Bei der Versteigerung eines Trikots mit Autogrammen der Bundesliga-Profis von Union Berlin kamen 1000 Euro zusammen. Eine Schweigeminute hatte es bereits wenige Tage nach Manourys Tod vor dem Spiel gegen Schlieben gegeben. Am Samstag entschied man sich für eine Klatschminute. „Philipp war laut und euphorisch, das hätte ihm gefallen“, sagte Schröder. In den nächsten Tagen wird die Abrechnung des Benefizspiels abgeschlossen. Dann steht fest, wie viel Geld über die 1000 Euro für das Trikot hinaus gespendet werden kann.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN