06. Januar 2020 / 16:33 Uhr

Klares Ziel: In Portugal arbeitet der VfL für Europa!

Klares Ziel: In Portugal arbeitet der VfL für Europa!

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wollen wieder nach Europa: VfL-Kapitän Guilavogui und Sportdirektor Schäfer
Wollen wieder nach Europa: VfL-Kapitän Guilavogui und Sportdirektor Schäfer © Roland Hermstein
Anzeige

Ansprache von Sportdirektor Schäfer ans Team, klare Ansage vom Kapitän, Übung mit möglicher Startelf: Der VfL Wolfsburg will in der Rückrunde wieder Platz sechs angreifen!

Anzeige
Anzeige

Für die Profis des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg geht es in diesen Tagen in Portugal um den Feinschliff. Trainer Oliver Glasner will seine Spieler im Trainingslager vor allem spielerisch fordern. Extra-Motivation für die Einheiten brauchen die VfLer nicht. Denn vorm Start des Trainingslagers hat sich das Team auf den Europa-Angriff eingeschworen.

Sportdirektor Marcel Schäfer sprach noch vor dem ersten Training zur Mannschaft, äußerte unter anderem, wie er sich die Rückrunde des VfL vorstellt. Etwas, was Glasner bisher noch kaum in den Mund genommen hatte, gab Schäfer in dieser Runde vor: Er will wieder nach Europa. „Er hat uns klar gesagt, dass wir das Ziel Europa wieder schaffen wollen“, sagte Kapitän Josuha Guilavogui.

Der VfL Wolfsburg im Trainingslager

Fußball; Bundesliga; Saison 2019/2020; VfL Wolfsburg; Trainingslager; Wintertrainingslager; Portugal; Almancil, Training Zur Galerie
Fußball; Bundesliga; Saison 2019/2020; VfL Wolfsburg; Trainingslager; Wintertrainingslager; Portugal; Almancil, Training ©

In der Liga stehen die Wolfsburger nach der Hälfte der Spielzeit auf Rang neun. Mit 24 Punkten könnte die Mannschaft besser dastehen, doch die Europa-Plätze sind in Reichweite. Nur vier Zähler Rückstand hat der VfL auf Platz sechs – dort steht Bayer Leverkusen. Nicht nur Schäfer brennt für die erneute Teilnahme am europäischen Geschäft, auch Guilavogui hat klare Vorstellungen: „Die Hinrunde war ordentlich, aber wir wissen, dass wir es besser machen können. Wir alle wollen unbedingt wieder nach Europa. Dafür brauchen wir in der Rückrunde mindestens 28 Punkte – das könnte für Platz sechs reichen.“

Der Franzose sieht allerdings auch einige Punkte, in denen sich die Wolfsburger schleunigst verbessern müssen. „Unsere Chancenverwertung ist wirklich schlecht“, so Guilavogui, „da müssen wir einfach besser werden. Wir wollen noch offensiver und gefährlicher spielen – damit wir mehr Tore machen.“ Nur 18 Tore hat der VfL bisher erzielt, das ist viel zu wenig. Keine Mannschaft in der Liga hat weniger getroffen. Die besten sechs Teams trafen zusammen im Schnitt mehr als zweimal pro Partie.

Bei der morgendlichen Einheit am Montag ging es für die Europa-Jagd ordentlich zur Sache. Glasner ließ auf verkürztem Feld mit Elf gegen Elf spielen. Das Tempo war hoch, der Fokus lag auf dem Spielaufbau und die schnelle Balleroberung. Einen Vorgeschmack auf eine mögliche Startelf für das Spiel am 18. Januar in Köln gab es auch. In Team A spielten Kevin Mbabu, Marcel Tisserand, John Anthony Brooks und Jerome Roussillon zusammen in der Viererkette. Davor agierten Guilavogui, Maximilian Arnold und Xaver Schlager zusammen. In der Spitze stürmte Wout Weghorst neben Daniel Ginczek – dahinter als Zehner Josip Brekalo.

Nach der Spielform war allerdings noch nicht Schluss. In kleinen Gruppen übte jeder Profi an seinen persönlichen Schwerpunkten. Mbabu, Roussillon und Paulo Otavio übten Flanken, Brekalo und Arnold schossen direkte Freistöße. Daneben arbeiteten die Innenverteidiger zusammen mit Weghorst am Kopfballspiel, am Ende des Platzes feilte der Rest am Torschuss.

VfL Wolfsburg: Die Top-Ten-Momente 2019

Von Rekorden bis zum Trainer-Wechsel: Die zehn herausragenden Momente des Jahres im AZ/WAZ-Rückblick. Zur Galerie
Von Rekorden bis zum Trainer-Wechsel: Die zehn herausragenden Momente des Jahres im AZ/WAZ-Rückblick. ©
Mehr zum VfL Wolfsburg

Und es gab kleine Wehwehchen: Zuerst musste Daniel Ginczek am Fuß behandelt werden. Er gab aber später grünes Licht: „Es ist alles okay.“ Später im Trainingsspiel traf Yannick Gerhardt seinen Teamkollegen Josip Brekalo dann unglücklich am Bein. Mit Unterstützung der medizinischen Abteilung humpelte er vom Platz. Sein Bein wurde bandagiert, anschließend machte er die volle Einheit mit. Am Nachmittag trainierten die Wolfsburger dann nicht auf dem Platz.