22. Juni 2020 / 22:04 Uhr

Bei Klassenerhalt oder Abstieg: Matthäus rechnet mit Abschied von Werder-Trainer Kohfeldt

Bei Klassenerhalt oder Abstieg: Matthäus rechnet mit Abschied von Werder-Trainer Kohfeldt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus glaubt nicht, dass Florian Kohfeldt über die Saison hinaus Trainer von Werder Bremen bleibt.
Lothar Matthäus glaubt nicht, dass Florian Kohfeldt über die Saison hinaus Trainer von Werder Bremen bleibt. © Getty
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Der Vertrag von Florian Kohfeldt bei Werder Bremen läuft noch bis 2023. Doc bleibt der Trainer auch bei einem Abstieg in die 2. Liga, der kaum noch zu verhindern ist? Rekordnationalspieler Lothar Matthäus geht von einer Trennung aus - egal, in welcher Liga Werder im kommenden Jahr spielt.

Werder Bremen braucht ein Wunder, wenn der Absturz aus der Bundesliga noch verhindert werden soll. Wahrscheinlicher ist, dass der einst große SVW nach einer desaströsen Saison im nächsten Jahr erstmals seit 39 Jahren wieder in der 2. Liga antreten muss. Ob Florian Kohfeldt bei einem negativen Verlauf des letzten Bundesliga-Spieltags am kommenden Wochenende Werder-Trainer bleibt, steht in den Sternen. Aufsichtsratschef Marco Bode kündigte zuletzt eine kritische Aufarbeitung der Saison an - allerdings erst in der nächsten Woche.

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Abstieg aus der Bundesliga oder Klassenerhalt über den Umweg der Relegation - Lothar Matthäus glaubt so oder so nicht an einen Verbleib Kohfeldts an der Weser. Das schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne. "Schafft er das Unmögliche und rettet die Grün-Weißen, dann dürfte er gehen, weil es schwer vorstellbar ist, dass er nochmal die Energie aufbringt, um eventuell noch so eine Saison zu erleben", sagte Matthäus über den gebürtigen Siegener, dessen Vertrag in Bremen noch bis 2023 läuft.

Bei einem Werder-Abstieg "sehe ich die Trennung sogar noch deutlicher als ohnehin", erklärte Matthäus. "Die Spieler und der Trainer haben dann in den allermeisten Fällen einen kompletten Neubeginn nötig. Und wenn mich nicht alles täuscht, gibt es einige Interessenten aus der Bundesliga für Florian Kohfeldt." Zuletzt hatte es unter anderem Gerüchte über einen Wechsel zur TSG Hoffenheim gegeben, die nach der überraschenden Trennung von Alfred Schreuder einen neuen Trainer suchen. Kohfeldt-Berater Marc Kosicke hatte dies jedoch dementiert.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 17 Jahre später folgte der ganz große Absturz. Werder ist aus der Bundesliga abgestiegen – ebenfalls unter Schaaf. Ein Überblick. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 17 Jahre später folgte der ganz große Absturz. Werder ist aus der Bundesliga abgestiegen – ebenfalls unter Schaaf. Ein Überblick. ©

Im Falle eines Klassenerhalts dürfe man in Bremen Kohfeldts Verdienste nicht vergessen, mahnte Matthäus. Der 37-Jährige habe bewiesen, dass er "*sehr wohl einen attraktiven und sehr ansehnlichen Fußball spielen lassen kann. Er ist ein guter Typ, kann sich hervorragend verkaufen und hat eine sehr gute Ausstrahlung."*