19. November 2019 / 10:17 Uhr

Klassenerhalt für KTG und TuS: Es folgt eine gemeinsame Feiernacht im Zaza

Klassenerhalt für KTG und TuS: Es folgt eine gemeinsame Feiernacht im Zaza

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Das KTG-Erfolgsteam: Trainerin Galina Zayats (hinten von links), Alina Stepanova, Lina Philipp, Alina Heinemann und Landestrainerin Annette Lefebre. Vorn von links: Finja Säfken, Franziska Roeder und Ruby van Dijk. 
Das KTG-Erfolgsteam: Trainerin Galina Zayats (hinten von links), Alina Stepanova, Lina Philipp, Alina Heinemann und Landestrainerin Annette Lefebre. Vorn von links: Finja Säfken, Franziska Roeder und Ruby van Dijk. 
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Die Männer des TuS Vinnhorst und die Frauen der KTG Hannover bleiben erstklassig - und das haben  die Turn-Aushängeschilder der Landeshauptstadt gemeinsam bis früh in den Morgen gefeiert.

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Die KTG-Turnerinnen hatten es eilig. Für große Jubelarien verschwendeten sie nach dem Erstliga-Klassenerhalt beim letzten Wettkampftag in Potsdam keine Zeit. Natürlich fielen sie sich in die Arme, und auch für ein Erinnerungsfoto gab es noch Gelegenheit.

Da sich der Wettkampf wegen mehrfach eingeschobener Showeinlagen in die Länge zog, konnten sich die Frauen erst gegen 21 Uhr auf den Rückweg nach Hannover machen. Besonders Franziska Roeder, die Tochter des Teammanagers Stefan Roeder, und Finja Säfken (ihre Brüder turnen für Vinnhorst) drückten auf die Tube.

Feiern mit den TuS-Jungs

„Die wollten mit den Jungs vom TuS Vinnhorst feiern gehen“, wusste Stefan Roeder. Die KTG-Frauen hatten parallel zu ihrem Klassenerhalt dem TuS die Daumen gedrückt. Es half. Auch Vinnhorst sicherte sich souverän die Klasse.

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"Es ging bis in den frühen Morgen"

„Wir haben erst im Vereinsheim zusammen gegessen, erstmals sind auch alle danach zusammengeblieben“, erzählt TuS-Cheftaktiker Reza Abbasian. Danach ging es ins Hotel, in dem die auswärtigen TuS-Turner nächtigten. Frisch machen für die Partynacht. Im Zaza hatten die Turner eine Feierecke für sich. Das KTG-Duo schloss sich an. „Es ging bis in den frühen Morgen“, sagte Abbasian.

Die Sause hatten sich alle verdient. Vor allem Franziska Roeder. Sie war die einzige KTG-Turnerin, die an allen vier Wettkampftagen dabei war. Ein Extralob gab es auch für die erst 16-jährige Russin Alina Stepanova, die überhaupt erst das zweite Mal in Deutschland war und das erste Mal für Hannover turnte.

Wir bleiben erstklassig: Das KTG-Team bekommt bei der Siegerehrung das Grinsen nicht aus dem Gesicht.
Wir bleiben erstklassig: Das KTG-Team bekommt bei der Siegerehrung das Grinsen nicht aus dem Gesicht. ©

„Im Norden ist man turnerisch immer Außenseiter"

Das Team war wie Vinnhorst im vergangenen Jahr über Umwege in die 1. Liga gerückt. Der Klassenerhalt war keine Selbstverständlichkeit. „Im Norden ist man turnerisch immer Außenseiter, das Geld und die große Teamdichte befinden sich im Süden“, erklärt Roeder. „Der jetzige Erfolg motiviert den Nachwuchs ungeheuer. Er hat große Außenwirkung. Nicht nur in Hannover, sondern in ganz Niedersachsen.“

Roeder will das Team möglichst zusammenhalten. Anfang März beginnt die neue Saison. „Wir wollen uns in der zweiten Hälfte der Tabelle behaupten. Ziel ist erneut der Klassenerhalt, nur vielleicht ein bisschen zeitiger.“

TuS-Männer haben Zeit

Ähnlich gehen es die Männer in Vinnhorst an. Auch hier bleibt der Kern der Mannschaft zusammen. Für Alexander Vogt, der aufhört, muss Teammanager Steffen Rüter Ersatz finden. Und er muss aufpassen, dass sich kein anderes Team seinen WM-Turner Karim Rida schnappt.

Bei den Männern beginnt die Saison 2020 erst nach Olympia, also erst im September. „Das gibt uns etwas Zeit“, sagt Rüter. Ob und wann Hannovers Turnstar Andreas Toba (aktuell für Wetzgau aktiv) mal für Vinnhorst turnt, steht noch in den Sternen. Der TuS würde sich natürlich darum bemühen, wenn sich ein Toba-Türchen öffnen sollte. Aber das steht wohl erst nach Olympia fest.