06. Februar 2020 / 18:30 Uhr

Klassenerhalt: Stederdorf setzt auf Dreierkette und die gute Stimmung

Klassenerhalt: Stederdorf setzt auf Dreierkette und die gute Stimmung

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Aufsteiger SSV Stederdorf hat erst neun Zähler auf dem Konto, rechnet sich aber noch Chancen aus, den Abstieg vermeiden zu können.
Aufsteiger SSV Stederdorf hat erst neun Zähler auf dem Konto, rechnet sich aber noch Chancen aus, den Abstieg vermeiden zu können. © ISABELL MASSEL
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„Wir wussten ja, dass es schwer wird, wollen in der Rückrunde Gas geben und alles reinwerfen“, sagt Trainer Helmut Kaub vom SSV Stederdorf im PAZ-Wintercheck. Der Tabellenletzte der Fußball-Kreisliga setzt seine Hoffnung auf die gute Stimmung im Team – und auf die neue und funktionierende Abwehr-Dreierkette.

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Nach zwei Aufstiegen in Folge musste sich der SSV Stederdorf in der Hinrunde der Fußball-Kreisliga an die unteren Tabellengefilde gewöhnen. Der Rückstand des Schlusslichts aufs rettende Ufer ist allerdings noch überschaubar: vier Punkte sind’s – und der SSV hat bisher die wenigsten Spiele aller Teams absolviert. „Wir wussten ja, dass es schwer wird, wollen in der Rückrunde Gas geben und alles reinwerfen“, betont Trainer Helmut Kaub im PAZ-Wintercheck.

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Meine Bilanz der Hinrunde: „Wir hätten mehr Zähler holen können und waren nicht so schlecht, wie wir da stehen. Nach dem vierten Spieltag haben wir aber etwas den Faden verloren, dazu kam geballtes Pech – Verletzungen, unglückliche Entscheidungen, die wir selbst oder auch die Unparteiischen getroffen haben. Und wir mussten uns daran gewöhnen, dass in der Kreisliga kleine Fehler sofort bestraft werden. Trotz allem hat die Mannschaft nicht aufgesteckt.“

Meine Spieler der Hinrunde: „Das sind für mich mit Torwart Bastian Warmuth und Aaron Schroth zwei unserer Youngster, die ihre Sache wirklich gut gemacht haben. Zwischendurch mussten beide leider aussetzen, Bastian hatte sich am Handgelenk verletzt, und Aaron ist wegen seiner Knieverletzung sogar seit Oktober außer Gefecht. Er kehrt im Februar hoffentlich ins Lauftraining zurück.“

Meine Pechvögel der Hinrunde: „Dazu zählt für mich Markus Link. Er sollte als Routinier die Jungs führen, ist aber schon früh mit Knie- und Rückenproblemen ausgefallen. Und bei Patrick Bothe war nach einer Zahn-OP nur eine einwöchige Pause eingeplant, letztlich sind jedoch fünf daraus geworden. Wir haben diese Verletzungen nie an die große Glocke gehängt, auch um Gegner nicht darauf aufmerksam zu machen, dass wir personell geschwächt sind.“

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Mein Highlight der Hinrunde: „Vor allem das 2:2 gegen Fortuna Oberg hat mich begeistert, weil das einer der stärksten Gegner der Liga ist. Wir haben ein 0:2 ausgeglichen, auch wenn’s am Ende glücklich war. Aber die Mannschaft hat taktisch und läuferisch alles hervorragend umgesetzt.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde: „Der Fußball ist manchmal einfach ungerecht, auch wenn man alles gibt. Da läuft’s ohnehin schon nicht, und dann fallen auch noch die 50:50-Entscheidungen zu unseren Ungunsten aus – das ist schon bitter.“

*Meine Erwartungen an die Rückrunde: * „Wir hatten schon am Ende der Hinrunde von Vierer- auf Dreierkette umgestellt und den Verteidigern klare Aufgaben zugeteilt. Dadurch haben wir weniger Gegentore kassiert, daran gilt es anzuknüpfen. Jetzt müssen wir im Spiel nach vorn gefährlicher und kaltschnäuziger werden. Die Stimmung passt, wenn wir dazu noch das nötige Quäntchen Glück haben und verletzungsfrei bleiben, bin ich mir sicher, dass wir den Klassenerhalt packen.“

Die Zukunft des Trainers: „Ich mache den Job gern und denke, der Verein ist mit meiner Arbeit zufrieden. Im Februar oder März werden wir uns zusammensetzen. Klar ist, dass ich der Letzte wäre, der hinschmeißt, wenn wir nicht drinbleiben würden. Sollten wir es schaffen, würde ich gern noch ein Jahr dranhängen, um Stederdorf im Kreisliga-Mittelfeld zu etablieren. Damit wäre meine Aufgabe erledigt, dann müsste vielleicht mal jemand Frisches ran.“

Abgänge: Zirek Faris Shamo, Zaki Amen Jaso (beide zum TSV Edemissen). Shamo zählte in der Aufstiegssaison mit 13 Toren zu den besten Torjägern der 1. Kreisklasse.

*Zugang: * „Joas Klemm wird auch noch weiter in unserer A-Jugend aushelfen, aber ich zähle ihn zum Kader der Ersten. Er ist ein Mittelfeldspieler, der sich schon in der Hinrunde bei ein, zwei Einsätzen gut gezeigt hat.“