07. Mai 2022 / 12:02 Uhr

„Klassenkampf“ in der Oberliga: FC Grimma erwartet Nordhausen zum Sechs-Punkte-Spiel

„Klassenkampf“ in der Oberliga: FC Grimma erwartet Nordhausen zum Sechs-Punkte-Spiel

Tom Rietzschel
Dresdner Neueste Nachrichten
So wie hier im Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV (blau) müssen die Grimmaer auch am Sonntag versuchen, die Gäste aus Nordhausen zu umkurven. 
So wie hier im Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV (blau) müssen die Grimmaer auch am Sonntag versuchen, die Gäste aus Nordhausen zu umkurven.  © Karsten Hannover (Archiv)
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Am Sonntag will der FC Grimma weitere Punkte im Kampf um den Verbleib in der Oberliga Süd einfahren. Dann erwarten die Fußballer aus der Muldestadt den FSV Wacker 90 Nordhausen. Die Begegnung im Husaren-Sportpark beginnt 14 Uhr. Dann ist ein Heimsieg schon Pflicht.

Grimma. ​So langsam biegt die diesjährige Oberliga-Saison auf die Zielgerade ein. In den kommenden sechs Wochen werden die Weichen für die Zusammenstellung der Spielklasse 2022/23 gestellt. Dabei dürften im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg sämtliche Fragen beantwortet sein. Mit acht Zählern Vorsprung zum Verfolger VFC Plauen ist dem FC Rot-Weiß Erfurt der Staffelsieg kaum mehr zu nehmen. Hinzu kommt, dass die Blumenstädter im Vergleich zu den Vogtländern zwei Spiele in der Hinterhand haben. Erfurt müsste in der Endphase der Meisterschaft total einbrechen, um den Aufstieg in die Regionalliga noch zu verspielen.

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Es geht um alles

Ganz anders sieht’s im Kampf um den Klassenverbleib aus. Fest steht, dass der 1. FC Merseburg im Winter zurückgezogen hat und die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena dies am Saisonende tut. Doch der FC Grimma steckt weiter im Schlamassel – für die Muldestädter geht es in den restlichen sechs Begegnungen um alles.

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Die erste Möglichkeit bietet sich am Sonntag, wenn der FC Grimma um 14 Uhr im heimischen Husaren-Sportpark mit dem FSV Wacker 90 Nordhausen einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf empfängt. Die Südharzer haben mit 22 Zählern aktuell einen Punkt mehr auf der Habenseite als die Grimmaer, sodass man von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ sprechen kann.

Ähnlich wie die Grimmaer war auch der jahrelange Regionalligist aus Nordhausen seit Saisonbeginn immer in der unteren Region der Tabelle positioniert. Doch mit einem energischen Zwischenspurt im April, als die Südharzer neun Punkte aus fünf Begegnungen holten, hat man das Ziel Klassenerhalt eindrucksvoll untermauert. Dabei gewann die Elf von Trainer Lars Greschke in Jena (1:0) und daheim gegen Krieschow (2:1), beim Tabellenzweiten in Plauen holte man zusätzlich beim 1:1 ein beachtliches Remis.

Wacker spielt auswärts stark

„Zweifellos ist bei uns in den letzten Monaten eine aufsteigende Tendenz erkennbar“, resümierte Trainer Greschke. „Wir hatten in all diesen Begegnungen auch das nötige Spielglück, was wir oftmals in der Hinrunde nicht hatten.“ Etwas ungewöhnlich ist der Fakt, dass die Südharzer derzeit auswärts erfolgreicher auftreten als zuhause. Verlor der FSV Wacker im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark bereits acht Spiele, sind es auf den gegnerischen Plätzen bisher nur zwei.

Für den neuen Grimmaer Coach Steffen Ziffert lag der Fokus in der Trainingswoche hauptsächlich darin, seine Mannschaft besser kennenzulernen. „Ein Blick auf die Tabelle reicht aus, um die Wichtigkeit der Partie gegen Nordhausen zu verdeutlichen“, so Ziffert. „Um unser Ziel Klassenerhalt zu erreichen, müssen wir einen direkten Kontrahenten zuhause schlagen.“


Demzufolge wurde innerhalb der Trainingswoche sehr fokussiert gearbeitet. Bestens vorbereitet will der ehemalige Grimmaer Libero – in Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Mirko Jentzsch – seine Elf am Sonntag auf den Rasen schicken. Ziffert: „Ausschlaggebend wird eine kompakte Defensive sein. Nur so gewinnt man Spiele. Nichtsdestorotz müssen wir im Offensivspiel deutlich zulegen. Dies betrifft vor allem die Pass-Qualität. Wir haben noch sechs Endspiele, das muss der Mannschaft absolut bewusst sein.“ Dabei freut sich der Grimmaer Coach, dass der eine oder andere Akteur wieder zum Team hinzustoßen wird. So haben Vincent Markus und Matty Goldammer in dieser Woche wieder das Training aufgenommen.