06. April 2021 / 20:23 Uhr

Immer wieder Kleindienst: Heidenheim versetzt Aufstiegsträumen von Holstein Kiel einen Dämpfer

Immer wieder Kleindienst: Heidenheim versetzt Aufstiegsträumen von Holstein Kiel einen Dämpfer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Heidenheims Tim Kleindienst hat Holstein Kiel geärgert.
Heidenheims Tim Kleindienst hat Holstein Kiel geärgert. © IMAGO/Sportfoto Rudel
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Der 1. FC Heidenheim hat Holstein Kiel im Nachholspiel der 2. Bundesliga eine Niederlage im Kampf um den Aufstieg beigebracht. Die Schleswig-Holsteiner verloren somit bereits das zweite Spiel in Folge, seit sie aus ihrer längeren Corona-Zwangspause zurück sind.

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Holstein Kiel hat im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga einen herben Rückschlag erlitten. Im Nachholspiel der 2. Bundesliga verloren die Schleswig-Holsteiner beim 1. FC Heidenheim mit 0:1 (0:1). Das entscheidende Tor des Abends erzielte Tim Kleindienst (17.), der seit seiner Rückkehr zu den heimstarken Ostwürttembergern in der Winterpause bereits acht Tore in acht Spielen geschossen hat. Während Holstein nach der zweiten Niederlage seit ihrer coronabedingten Zwangspause mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz auf Rang vier stagniert, ist Heidenheim Siebter und steht nun vier Punkte hinter den Gästen.

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Nach einer Anfangsphase, in der beide Teams zunächst abwartend und mit einer gesunden Zweikampfhärte im Mittelfeld agierten, ließen die Gastgeber in einer ungewohnten 4-2-3-1-Formation ihren Trainer Frank Schmidt gleich mit der ersten gefährlichen Aktion jubeln. Die Heidenheimer konterten nach einem Kieler Eckball schnell, Robert Leipertz bediente jmit einem langen Ball Torjäger Tim Kleindienst, der die Unordnung in der Hintermannschaft der Gäste eiskalt ausnutzte und seine Galaform einmal mehr unter Beweis stellte und das 1:0 markierte (18.). Holstein zeigte sich keineswegs geschockt und belohnte sich beinahe mit einer direkten Antwort - allerdings scheiterte Fin Bartels an Heidenheim-Keeper Kevin Müller (19.).

Der Rest des ersten Durchgangs lief nach einem typischen Muster ab: Holstein versuchte, sein Spiel aus einer geordneten Defensive aufzuziehen, Heidenheim hatte jedoch durchweg die besseren Möglichkeiten. Kleindienst verpasste das mögliche 2:0 per Kopf gegen den auf der Linie stehenden Johannes van den Bergh (21.), Jannik Dehm blockte einen weiteren Versuch des im Winter nach seinem erfolglosen Belgien-Intermezzo bei KAA Gent nach Heidenheim zurückgekehrten Stürmerstars (38.).

Auch nach Wiederanpfiff mühte sich Kiel, das am Wochenende nach fast vier Wochen Corona-Zwangspause das Spitzenspiel gegen den VfL Bochum verloren hatte, redlich und investierte viel, kam aber seltener zu Großchancen als die Gastgeber. Heidenheim hätte erhöhen können, Jan Schöppner (57.) scheiterte aber an Kiel-Keeper Ioannis Gelios. Insbesondere nach der Einwechslung von Klublegende Marc Schnatterer waren auch die FCH-Standards eine echte Waffe, brachten aber ebenfalls nicht das ersehnte zweite Tor herbei. Letztlich reichte gegen Holstein jedoch das eine Tor, auch wenn Kiel sich bis zuletzt daran abarbeitete, noch den Ausgleich herbeizuführen. Die beste Möglichkeit vergaben die Gäste, als es in der Nachspielzeit nach einem unglücklichen Klärungsversuch zu einem Heidenheimer Gewusel im Strafraum kam. Zuvor hatte Joshua Mees einen potenziell gefährlichen Schuss nicht auf das Tor gebracht (73.), ehe er per Kopf den Ausgleich verpasste (78.).