06. August 2022 / 21:46 Uhr

"Kleine Depression": Guilavogui spricht nach Wolfsburg-Remis gegen Werder Bremen über mentale Probleme

"Kleine Depression": Guilavogui spricht nach Wolfsburg-Remis gegen Werder Bremen über mentale Probleme

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Josuha Guilavogui sprach am Samstag offen über seine mentalen Probleme.
Josuha Guilavogui sprach am Samstag offen über seine mentalen Probleme. © IMAGO/Karina Hessland
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Josuha Guilavogui rettete bei seinem Comeback für den VfL Wolfsburg ein Remis zum Start der neuen Bundesliga-Saison. Im Nachgang sprach der Mittelfeldspieler der Niedersachsen offen über seine schwierige mentale Phase während seiner Leihe zu Girondins Bordeaux im vergangenen Halbjahr.

Josuha Guilavogui ist zurück beim VfL Wolfsburg – und glänzt gleich zum Bundesliga-Auftakt. Im ersten Liga-Spiel nach seiner Leihe zum französischen Klub Girondins Bordeaux rettete der 31-Jährige den Niedersachsen gegen Werder Bremen am Samstag mit seinem späten Tor das 2:2 und somit wenigstens einen Punkt gegen einen aufmüpfigen Aufsteiger. Im Nachgang sprach er offen über seine Zeit in Frankreich und mentale Probleme während seines halbjährigen Engagements in Bordeaux. "Ich bin nicht bekannt dafür, Tore zu schießen. Das freut mich sehr, weil meine Zeit in Bordeaux sehr schwer für mich war. Ich habe eine kleine Depression gehabt", erklärte er nach dem Remis gegen Werder bei Sky.

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Bei Bordeaux war er auf 15 Ligue-1-Einsätze gekommen, am Saisonende mit seinem Klub jedoch als Tabellenletzter aus der französischen Eliteklasse abgestiegen. Unterkriegen lassen wollte sich Guilavogui nun aber nicht. Zwar habe er in den vergangenen Monaten eine schwierige Phase durchlebt, nun stehe er aber wieder "lachend auf dem Platz. Das zählt nicht nur im Fußball, sondern auch im Leben", so der Mittefeldspieler weiter. Und wie: Nachdem es gegen Werder nach Toren von Niclas Füllkrug (21.) und Leonardo Bittencourt (23.), die das Spiel nach der Führung von Lukas Nmecha (11.) drehten, lange nach einer Pleite beim Liga-Debüt von Neu-Trainer Niko Kovac aussah, bescherte Guilavogui den "Wölfen" spät einen Zähler.

Im Anschluss an eine Ecke des eingewechselten Max Kruse und einer Kopfballverlängerung von Nmecha stand der ehemalige Wolfsburg-Kapitän goldrichtig und markierte den Ausgleich (84.). "Wir müssen im Leben immer positiv bleiben, weil es viel Schatten, aber auch viel Licht gibt", sagte Guilavogui kämpferisch.

Trotz Tor-Comebacks: Verlässt Guilavogui den VfL Wolfsburg?

Trotzdem ist noch nicht klar, ob Guilavogui weiterhin für Wolfsburg spielen wird. "Heute bin ich da. Was morgen ist, wissen wir nicht. Ich bin nicht in der Position, um zu sagen, was ich möchte", sagte der Franzose nach dem Remis. Guilavogui spielte bereits von 2014 bis Januar 2022 für den VfL ehe er dann nach Bordeaux wechselte, wo er wegen des Abstiegs jedoch nicht bleiben durfte. Eigentlich schien er dort trotz eines noch bis 2023 laufenden Vertrags bei Wolfsburg nicht mehr gebraucht zu werden.

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Nun meldete sich der Profi jedoch eindrucksvoll zurück – und kann sich einen Verbleib vorstellen: "Ich weiß, was für ein großer Verein Wolfsburg ist. Die Bundesliga ist für mich auch eine der besten Ligen der Welt. Ich bin sehr dankbar, hier zu sein“, sagte er. "Manchmal muss man etwas erst verlassen, um zu sehen: Das war total geil." Auch Nationalspieler Lukas Nmecha sprach sich für Guilavogui aus. „Wir lieben alle Josh“, sagte der Angreifer. „Er ist ein Führer, er hilft uns extrem. Hoffentlich bleibt er die ganze Saison bei uns.“

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