29. Juni 2020 / 13:38 Uhr

Klinga-Ammelshain setzt sich im Kreispokal-Viertelfinale durch

Klinga-Ammelshain setzt sich im Kreispokal-Viertelfinale durch

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Die Klingaer verteidigten ihren Strafraum, sodass sich nur wenige Möglichkeiten für den Otterwischer SV boten. © Christian Modla
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Das Ergebnis überraschte wohl niemanden. Im Spiel um den Einzug in das Halbfinale des Kreispokals zwischen dem Otterwischer SV und Klinga-Ammelshain, entschied der Höherklassige-Club die Partie mit 5:3 für sich. Damit treffen die Klingaer in der nächsten Runde auf TuS Pegau.

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Otterwisch. Die Abenteuerreise durch den Fußball-Kreispokalwettbewerb der Männer des Spieljahres 2019/2020 ist für den Otterwischer SV trotz einer intensiven Trainingswoche und riesiger Vorfreude nach dem Viertelfinale beendet. Am Sonntag Nachmittag zog der OSV im Muldentaler Nachbarschafts-Duell gegen den SV Klinga-Ammelshain mit 3:5 (1:4) den Kürzeren. Ein aufgrund der Ausgangslage keineswegs überraschendes Ergebnis, schließlich trafen im Jahn-Sportpark ein Vertreter der Kreisliga A-West und ein höherklassiger Kreisoberligist aufeinander.

Bei sommerlichen Temperaturen sowie unter Leitung von Schiedsrichter Marco Wallenborn (SV Blau-Weiß Bennewitz) entwickelte sich ein unterhaltsames Geisterspiel (eine deutlich im dreistelligen Bereich liegende Zuschauerzahl wäre ohne Corona garantiert gewesen) mit zahlreichen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten.

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Das Derby bog nach einer Viertelstunde in die erwartete Richtung ab. In dieser Phase hatte man den Eindruck, dass die Ball sicheren Gäste für die ein wenig nervös beginnenden und auf Konter spekulierenden Hausherren eine Nummer zu groß sind. Jedenfalls wurde die Heim-Elf total auf dem falschen Fuß erwischt.

Klingaer hatten Lufthoheit im eigenen Sechzehner

Zunächst verwandelte Stephan Petersohn einen Strafstoß, den Ronny Dreihaupt mit einem Foul am quirligen Sergio Osman verursacht hatte (14.). Nur wenig später avancierte erneut Dreihaupt zum Unglücksraben, indem er eine Eingabe von Niels Schubert vor dem einschussbereiten Danilo Glauß ins eigene Netz beförderte (16.). Als kurz darauf Osman einen Querpass des stark aufspielenden Glauß in die gegnerischen Maschen setzte und damit einen Lapsus des Kontrahenten gnadenlos bestrafte, waren die Würfel praktisch bereits gefallen (21.).

Anschließend krachte obendrein ein 25-Meter-Schuss von Osman an den Querbalken. Die Einheimischen konnten sich zunächst lediglich mit Freistößen in Szene setzen, doch die Klingaer hatten die Lufthoheit im eigenen Sechzehner. Erst im weiteren Verlauf der Begegnung erarbeiteten sich die mit reichlich Erfahrung aufgelaufenen Otterwischer diverse Torgelegenheiten und prompt verkürzte Enrico Kessing den Rückstand. Nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Tilo Hempel auf Tobias Kuberski war der Spielertrainer des OSV einen Tick schneller am Leder als der Keeper des SVK (31.).

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Der alte Abstand war mit einer Tempoverschärfung allerdings rasch hergestellt, weil der zum Doppelschützen kürende Petersohn von Glauß mustergültig bedient wurde und goldrichtig stehend einlochte (34.). Der ohne einige Stammkräfte angetretene, dennoch im ersten Durchgang klar überlegene und insgesamt eine grundsolide Vorstellung bietende Favorit hatte den Grundstein für einen völlig verdienten Erfolg gelegt.

Klinga-Ammelshain machte den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel machte er es aber noch einmal unnötig spannend. Zumal sich der Platzbesitzer in puncto Einsatz und Leidenschaft steigerte, die Fehlerquote deutlich reduzierte und den Autobahnern jetzt vollauf Paroli bot. Nachdem sich der Klingaer Danilo Kuhrt verschätzte, hatte Christian Liedtke freie Bahn und ließ sich die ergebende Möglichkeit nicht entgehen (55.).

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Ab Mitte der zweiten Halbzeit agierten die Otterwischer sogar in Überzahl, nachdem Gäste-Akteur Tilo Hempel nach einem Zweikampf mit Stephan Bäßler eine Tätlichkeit beging und die rote Karte unter die Nase gehalten bekam (65.). Aber auch mit einem Mann weniger ließ Klinga-Ammelshain den Gegner nur selten in seine Gefahrenzone und machte schließlich den Deckel drauf. Einen etwas umstrittenen Freistoß setzte Osman in die Mauer, der eingewechselte Julian Heller roch den Braten und staubte ab (79.). Der Treffer der Einheimischen durch Tobias König war nur noch Resultats-Kosmetik (90.)

Klingaer peilen Einzug ins Endspiel an

Während für die Otterwischer nun eine zweiwöchige Sommerpause angebrochen ist, peilen die Klingaer am kommenden Samstag um 15 Uhr beim Favoritenschreck TuS Pegau den Einzug ins Endspiel an.

Tore: 0:1 Petersohn (14./FE), 0:2 Dreihaupt (16./ET) 0:3 Osman (21.) 1:3 Kessing (31.) 1:4 Petersohn (34.) 2:4 Liedtke (55.) 2:5 Heller (79.) 3:5 König (90.)

SR: Wallenborn (Wurzen)

Rot: Hempel (K.-A./65.)

Otterwisch: P. Siefke, Dreihaupt, Kessing, Bäßler, Nadansky (46. Uebe), R. Marz, Thorand, Liedtke (80. Bothen), Leuschner (75. Reimann), Thinius, König

Klinga-Ammelshain: Kuberski, Liebig, Kuhrt, Hempel, Willuhn (61. Bressel), Petersohn (49. Heller), Fritzsche, Schubert (85. Saro), Osman, Brandis, Glauß