26. Februar 2020 / 14:41 Uhr

Kommentar zum geleakten Protokoll: Jürgen Klinsmann hat sich und Hertha unmöglich gemacht

Kommentar zum geleakten Protokoll: Jürgen Klinsmann hat sich und Hertha unmöglich gemacht

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp hat Jürgen Klinsmann Hertha BSC bloßgestellt. 
Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp hat Jürgen Klinsmann Hertha BSC bloßgestellt.  © imago images/Mausolf
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Das Protokoll von Jürgen Klinsmann war eine Abrechnung mit Hertha BSC und den Verantwortlichen des Berliner Klubs. SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp meint: Klinsmann hat seinen Ex-Klub bloßgestellt.

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Es ist eine beispiellose Abrechnung, wie es sie in der Bundesliga-Historie wohl noch nie gab. Auf 22 DIN-A4-Seiten ließ Jürgen Klinsmann ein Protokoll über seine zehnwöchige Amtszeit bei Hertha BSC verfassen, welches jetzt von der Sport Bild öffentlich gemacht wurde. Darin zerlegt er den kompletten Klub und dessen Angestellte in alle Einzelteile - angefangen von Präsident Werner Gegenbauer über Manager Michael Preetz bis hin zur medizinischen und Medienabteilung. Klinsi prangert die Kaderpolitik an, spricht von katastrophalen Zuständen und einer Lügenkultur bei der Hertha.

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Durch diese Aktion hat er sich nicht nur selbst erneut brutal geschadet, sondern vor allem auch dem Verein, den er als seinen Herzensklub verkaufen wollte. Selbst wenn seine Vorwürfe stimmen sollten (was in Teilen vermutlich der Fall ist), dürfen solche Vorgänge und Gespräche natürlich niemals nach draußen dringen. Wollte er seinem Ex-Klub wirklich helfen, hätte er die Missstände bei seinem Investoren-Kumpel Lars Windhorst intern platzieren können und müssen.

Vom Hoffnungsträger zum Unruhestifter: Die Chaos-Chronologie von Klinsmann bei Hertha BSC

Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! Zur Galerie
Das Engagement von Jürgen Klinsmann als Hertha-Trainer hat nach nur zehn Wochen ein abruptes Ende gefunden - dann kam der chaotische Abschied samt Zwist mit der Vereinsführung. Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie von Klinsmanns Zeit bei Hertha - und des Trubels danach! ©
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Hertha-Mitarbeiter zu Lachnummer gemacht

So aber hat er die Hertha-Verantwortliche bloßgestellt und für alle potenziellen künftigen Mitarbeiter (ob Vorstand, Trainer oder Spieler) zu einer Lachnummer gemacht. Bereits durch seinen unmöglichen und stillosen Abgang hatte Klinsmann seinem Ruf geschadet. Nun hat er sich und zudem Hertha BSC unmöglich gemacht.

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