06. November 2021 / 18:24 Uhr

Klöckners Blitzstart bringt SV Pastow drei Punkte im Topspiel

Klöckners Blitzstart bringt SV Pastow drei Punkte im Topspiel

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Die Mannschaft des SV Pastow durfte sich schon nach drei Minuten über den Treffer des Tages von Marc Klöckner (3.v.l.) freuen.
Die Mannschaft des SV Pastow durfte sich schon nach drei Minuten über den Treffer des Tages von Marc Klöckner (3.v.l.) freuen. © Johannes Weber
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Das neunte Saisontor von Marc Klöckner sorgt für den 1:0-Heimsieg der SV Pastow gegen Dynamo Schwerin. Beide Mannschaften liefern sich eine intensive Partie mit zwölf Gelben Karten. In der Schlussphase muss Gästekicker Johannes Ernst noch mit der Ampelkarte vom Feld.

Marc Klöckner hatte nach dem Spielende alle Hände voll zu tun. Der Stürmer des SV Pastow holte vier Bier vom Verkaufsstand. Es waren verdiente Siegergetränke für seine Kumpels und ihn. Klöckner war am Sonnabend der entscheidende Torschütze beim 1:0 (1:0)-Heimsieg seiner Farben im Topspiel über den Tabellendritten SG Dynamo Schwerin. Mit dem Erfolg verteidigten die Pastower (jetzt 26 Punkte) die Tabellenführung in der Fußball-Verbandsliga. Sie bauten zudem den Vorsprung auf den ersten Verfolger FC Anker Wismar (spielte nur 1:1 gegen den Penzliner SV) von einem auf drei Zähler aus. "Wenn wir an die Leistung gegen Dynamo anknüpfen, bin ich zuversichtlich, dass wir da oben bis zur Winterpause bleiben werden", sagt der Offensivmann.

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Er hatte gegen die Schweriner bereits nach drei Minuten für den Treffer des Tages gesorgt. Es war bereits das neunte Saisontor im neunten Ligaspiele für Pastows treffsichersten Angreifer. Er war im Sommer nur durch einen Zufall bei den Rand-Rostocker gelandet. "Es macht super viel Spaß hier mit den Jungs zu kicken. Es wirkt so, als wenn ich schon viel länger als erst ein paar Monate in Pastow spiele", kommentiert Klöckner. Er war vor der Spielzeit auch aus beruflichen Gründen zwei Jahre vereinslos, hatte im Sommer seinen Lebensmittelpunkt nach Rostock verlagert. Zuvor lief der 25-Jährige schon für den Malchower SV, FC Pommern Stralsund und VfL Bergen auf.

In Bildern: SV Pastow - SG Dynamo Schwerin

Schwerins Arsen Tsagaraev (r.) springt dem Ball gegen Pastows Martin Maerz artistisch entgegen. Zur Galerie
Schwerins Arsen Tsagaraev (r.) springt dem Ball gegen Pastows Martin Maerz artistisch entgegen. ©

Im Spiel gegen die Schweriner war Klöckners früher Führungstreffer der Höhepunkt in einer stürmischen Anfangsviertelstunde der Pastower. Die Hausherren traten ordentlich aufs Gaspedal und schnürten die Dynamos in ihrer eigenen Hälfte ein. Georg Schumski hätte per Abstauber noch das 2:0 nachlegen können, verfehlte aber den Gästekasten in aussichtsreicher Position. "Wir haben die besten 15 Minuten in dieser Saison gespielt, vielleicht sogar seitdem ich denken kann. Wir waren anfangs haushoch überlegen", urteilte Pastows Coach Heiner Bittorf.

Er bemerkte jedoch auch, dass sich die Schweriner nach dem Beginn etwas mehr befreiten. In der 35. Minute hatten die Landeshauptstädter ihre gefährlichste Aktion im Spiel. Nicklas Klingberg tauchte frei vor Pastows Keeper Danny Zimmermann auf. Der Schlussmann entschärfte die Situation mit einer Parade. Kurz danach traf Klöckner noch den Pfosten für die Gastgeber.

Schiri Frank Hübner hatte alle Hände voll zu tun

"Die ersten 15 Minuten waren überhaupt nicht im Spiel, dabei haben wir das vor der Partie noch besprochen. Danach haben wir es dann besser in den Griff bekommen", befand Dynamo-Trainer Jano Klempkow in einem Video-Interview auf der vereinseigenen Facebook-Seite. Seine Mannschaft rannte im zweiten Durchgang dem Rückstand erfolglos hinterher.

Viele Angriffsaktionen des Aufsteigers verpufften. Es gab kaum Torraumszenen nach dem Seitenwechsel. Viel mehr entwickelte sich ein intensives Kampfspiel, in dem sich beide Teams wenig schenkten. Es kam richtig Stimmung auf dem Platz auf, auch auf den Rängen bei den 230 Zuschauern. Die Bilanz von Schiri Frank Hübner am Ende: zwölf Gelbe Karten (jeweils sechs für Pastow und Dynamo), zudem ein Gelb-Roter Karton für Schwerins Top-Torschütze ´Johannes Ernst wegen wiederholtem Foulspiels. "Der Gegner ist kaum noch nach vorne gekommen. Aber auch wir haben kaum Zwingendes erarbeiten können. Da fehlten zum Teil auch die Läufe in die Tiefe, die ich immer wieder einfordere", sagte Klempkow.


Bittorf über Klöckner: "Passt wie Arsch auf Eimer zu unserem Verein"

Glücklich war hingegen Marc Klöckner er meinte, dass es "eine intensive Partie war", die sein Team verdient gewonnen habe. Er gilt bei den Pastowern als Mann der wichtigen Tore. Lob gab es von Coach Heiner Bittorf. "Wie Marc dem Ball nachgeht und sich den Treffer erarbeitet, zeigt, dass er für viele ein unangenehmer Gegenspieler ist. Viele bei uns haben im Training nicht mal Lust gegen ihn zu spielen", erzählt der Pastower Übungsleiter und fügt hinzu: "Mit seiner Art und Weise zu spielen, passt er wie Arsch auf Eimer zu unserem Verein."

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Mit seinen Treffern will Klöckner, der sich keine feste Tormarke gesetzt hat. den Pastowern auch in den kommenden Partien helfen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonnabend kommender Woche im Landespokal-Achtelfinale daheim gegen den FC Förderkader René Schneider. Vielleicht gibt es dann auch wieder ein Siegerbierchen nach der Partie.

SV Pastow: Zimmermann – Mansour, Kuster, Grahl, Pett – Bockholt, Wandt – Schumski, Siegmund, Rudlaff (54. Maerz) – Klöckner (86. Kunze).
SG Dynamo Schwerin: Miatlitski – Drews, Hasselmann, A. Pataman – Tsagaraev, Gerhardt, Khlan, Wienke – Klingberg, Ernst, E. Pataman.
Tor: 1:0 Klöckner (3.).
Schiedsrichter: Frank Hübner.
Zuschauer: 230.

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