06. Oktober 2019 / 06:36 Uhr

Trainer Julian verrät nach Bronze in Doha: Das macht Klosterhalfen so schnell

Trainer Julian verrät nach Bronze in Doha: Das macht Klosterhalfen so schnell

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Konstanze Klosterhalfen hat bei der Leichtathletik-WM Bronze über die 5000 Meter gewonnen
Konstanze Klosterhalfen hat bei der Leichtathletik-WM Bronze über die 5000 Meter gewonnen © 2019 Getty Images
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Konstanze Klosterhalfen hat bei der Leichtathletik-WM Bronze gewonnen und dabei ein starkes Rennen gezeigt. Ihr Trainer Pete Julian war äußerst zufrieden. "Es geht immer um Medaillen", sagte er.

Konstanze Klosterhalfen konnte es kaum glauben! Sie gewann beim 5000-Meter-Rennen bei der Leichtathletik-WM in Doha die Bronze-Medaille hinter den beiden Kenianerinnen Hellen Obiri und Margaret Chelimo Kipkemboi. Ihr Trainer Pete Julian war entsprechend stolz auf seine erste 22-jährige Athletin.

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"Ich wusste, dass sie es konnte. Die Saison war phänomenal. Das ist eine Nacht zum Feiern", sagte Julian, der Trainer beim Nike Oregon Project, das nach den Dopingenthüllungen rund um den Gründer und Chef Alberto Salazar massiv in der Kritik steht. "Ich habe aber nicht erwartet, dass KoKo hier eine Medaille holt. Es war schließlich ihr erstes Finale und wir haben die Taktik gewechselt."

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Vor allem die Umstände, dass sie sich gegen mehrere Läuferinnen aus Afrika durchgesetzt hat, machte Julian stolz. "Das war die Elite Afrikas und sie ist erst 22 Jahre alt. Sie hat sich ein Herz genommen", sagte er.

Dabei waren die letzten Tage für alle Beteiligten aufgrund der Schlagzeilen um Salazar sicherlich nicht einfach. Klosterhalfen sei aber davon nicht betroffen, sagte Julian. "Sie hat keinen persönliche Beziehung zu Salazar. Die haben sich vielleicht ein, zwei Mal gesehen", sagte der Trainer. "Sie ist in meinem Team, deshalb hat sie die Geschichte nicht beeindruckt."

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Julian: Das macht Klosterhalfen so stark

Und wie geht es nun weiter für Klosterhalfen? Sie selbst freue sich schon sehr darauf, wieder in Amerika zu trainieren, sagte die 22-Jährige nach WM-Bronze. Und das soll noch nicht das Ende sein. "Ich gucke immer auf Gold. Wir blicken immer nach vorn und fordern das Maximale", sagte Julian. "Es sind kleine Schritte, aber wir erziehen die Läuferinnen, immer an das Maximale zu denken. Der Fokus ist immer auf der nächsten Meisterschaft." Zudem habe man hervorragende Psychologen und arbeite an den Laufmechaniken. "KoKo guckt nun immer nach vorn, läuft stringenter."

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Dabei verbesserte Klosterhalfen in diesem Jahr gleich sechs nationale Rekorde. Die Zeiten seien aber nicht das Hauptaugenmerk, sagte Julian. "Medaillen bedeuten alles, nicht die Zeit. Wir jagen keine Zeiten. Deshalb habe ich ihr auch nur bei der deutschen Meisterschaft erlaubt, ihren Rekord anzugreifen", sagte er. "Aber wer sagt, dass sie nicht irgendwann den Weltrekord angreifen kann?"

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