18. Oktober 2020 / 07:07 Uhr

Bericht: Neues Klub-Bündnis will TV-Geld anders verteilen - 2. Liga soll profitieren

Bericht: Neues Klub-Bündnis will TV-Geld anders verteilen - 2. Liga soll profitieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wollen wohl eine neue Verteilung der TV-Gelder unter den Profi-Klubs: Arminia Bielefeld, der VfB Stuttgart, Jahn Regensburg und Mainz 05.
Wollen wohl eine neue Verteilung der TV-Gelder unter den Profi-Klubs: Arminia Bielefeld, der VfB Stuttgart, Jahn Regensburg und Mainz 05. © Alexander Hassenstein/Getty Images, Montage.
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Ein neues Klub-Bündnis bestehend aus drei Teams der Bundesliga und einem Team aus der 2. Liga, wollen eine Umverteilung des TV-Geldes bewirken. Das berichtet die "Bild". Demnach sollen vor allem die Klub im Unterhaus davon profitieren.

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Der ewige Streit um das TV-Geld geht in die nächste Runde. Wie die Bild berichtet, haben sich die Bundesligisten Arminia Bielefeld, der VfB Stuttgart, Mainz 05 und der Zweitligist Jahn Regensburg in einem neuen Bündnis zusammengetan, das eine andere Verteilung der TV-Gelder unter den 36 Profi-Klubs fordert.

Laut des Berichts steht in einem Positionspapier des neuen Klub-Bündnisses, das angeblich noch mehrere Klubs hinter sich wissen will, dass die nationalen und internationalen TV-Einnahmen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zusammen in einem Topf landen. Bisher gibt es zwei Töpfe mit unterschiedlichen Verteilschlüsseln. Das soll sich nach Ansicht der vier Profi-Teams ab der Saison 2021/2022 ändern.

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Dadurch erhoffen sich Bielefeld, Stuttgart, Mainz und Regensburg wohl laut Bild, dass die 18 Klubs der 2. Liga insgesamt 50 Millionen Euro mehr an TV-Geldern erhalten. Aktuell sind es bereits 100 Millionen Euro. Aus der internationalen TV-Vermarktung würde die 2. Liga dann 50 Millionen Euro, statt bisher acht Millionen Euro bekommen. Die international startenden Vereine wie der FC Bayern, Borussia Dortmund oder RB Leipzig würden dann weniger Geld bekommen.

Auch kommt die alte Forderung des ehemaligen "Team Marktwert" wieder in dem Positionspapier vor. Dieser Punkt sieht vor, dass Traditionsvereine mit großen Fan-Massen beim TV-Geld profitieren. Diese Fans würden immerhin zum großen Teil die Abos bezahlen.

So wollen die vier Vereine vor allem einen sportlichen Wettbewerb in den Ligen und zwischen den Ligen fördern. Ähnlich Punkte wurden schon zuletzt von mehreren Vereinen immer wieder vertreten. "Für mich ist das ein wichtiges Thema, dass wir mehr Ausgeglichenheit in die Bundesliga bekommen", sagte etwa Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle dem Kölner Stadt-Anzeiger noch im Juli.

So wird das TV-Geld aktuell verteilt

Allein in der abgelaufenen Saison 2019/20 wurden mehr als eine Milliarde Euro an die 32 Klubs der 1. und 2. Bundesliga ausgeschüttet. Mit knapp 68 Millionen Euro lag Rekordmeister FC Bayern an der Spitze der Verteilung. Auch Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und die TSG Hoffenheim kassierten über 60 Millionen Euro. Bundesliga-Schlusslicht war Aufsteiger Paderborn, der noch etwa 26 Millionen Euro erhielt. In der aktuellen Saison wird es sogar noch mehr. Mit 70,64 Millionen Euro soll Bayern auch in der neuen Bundesliga-Saison den größten Anteil der TV-Gelder aus der nationalen Vermarktung erhalten. Auf Rang zwei der vom Kicker veröffentlichten Verteilerliste steht Borussia Dortmund (69,73 Millionen Euro) vor Bayer Leverkusen (67,47) und RB Leipzig (65,96). Schlusslicht der 36 Klubs ist Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers (7,49).

DFL-Boss Christian Seifert hielt schon vor einigen Wochen gegen Neu-Verteilungs-Forderungen gegen. "Gleiches TV-Geld für alle führt sicherlich nicht zu einem spannenderen Wettbewerb an der Spitze", meinte Seifert. Es sei unrealistisch, alle Gelder dem Zweiten, Dritten und Vierten zu geben.