04. Juli 2021 / 17:20 Uhr

Klub, DFB-Karriere, Vermächtnis: Warum die kommenden Wochen für Jerome Boateng entscheidend sind

Klub, DFB-Karriere, Vermächtnis: Warum die kommenden Wochen für Jerome Boateng entscheidend sind

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Zukunft von Jerome Boateng ist nach seinem Aus beim FC Bayern ungeklärt.
Die Zukunft von Jerome Boateng ist nach seinem Aus beim FC Bayern ungeklärt. © IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Nach zehn Jahren wurde der Vertrag von Jerome Boateng beim FC Bayern nicht verlängert, bei einem neuen Klub hat er noch nicht unterschrieben. Welcher das sein wird, davon wird auch abhängen, ob Boateng bei der Nationalelf unter Hansi Flick noch mal eine Chance bekommt. 

Er gibt Vollgas: Jerome Boateng postete auf seinem Instagram-Kanal in den vergangenen Tagen mehrere Videos davon, wie er sich fit hält. Der Weltmeister vom 2014 schuftet auf dem Laufband, arbeitet mit Tennisbällen an seiner Koordination und läuft mit freiem Oberkörper bei strahlendem Sonnenschein über einen Schotterweg mit Blick auf das Meer. Der Verteidiger will in Form bleiben für seinen nächsten Klub – welcher das sein wird, ist allerdings weiter offen.

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Rückblick: Der Vertrag von Boateng bei Rekordmeister Bayern München wurde im Sommer nach zehn gemeinsamen Jahren nicht mehr verlängert. Beim Abschied aus München sagte er im Vereinsmagazin 51: "Ich bin super durch die Saison gekommen, musste kein Spiel wegen einer Verletzung aussetzen. In der Verfassung kann ich auf jeden Fall noch zwei, drei Jahre auf Top-Niveau spielen." Viele hatten Boateng nach seinem Super-Jahr sogar auf der Rechnung, für die EM in das DFB-Team zurückzukehren. Doch Ex-Bundestrainer Joachim Löw entschied sich, von den Titelhelden aus Brasilien nur Thomas Müller und Mats Hummels zurückzuholen. "Mir persönlich ist es ein Rätsel, wieso Jerome Boateng nicht nominiert wurde. Er hat maßgeblichen Anteil an der Sechs-Titel-Saison des FC Bayern, an der Meisterschaft diese Saison“, sagte TV-Experte Bastian Schweinsteiger in der Sport Bild.

Wo Boateng in der kommenden Saison spielen wird, dürfte auch einen Teil seines Vermächtnisses bestimmen. Es gab immer mal wieder Gerüchte um Paris St. Germain oder den FC Chelsea. Zuletzt kam auch Hertha BSC ins Spiel, weil dort sein Bruder Kevin-Prince unterschrieben hatte. "Jerome ist auch einer, der den Berliner Background hat", sagte Manager Fredi Bobic: "Man weiß ja nie, was der Transfermarkt am Ende hergibt." Fakt ist: Um sich wieder für die Nationalmannschaft ins Gespräch zu bringen, wäre Hertha aber aktuell nicht der richtige Verein. Auch Klubs in den USA, die immer mal wieder Thema waren, würden zu früh kommen. Für ein Comeback in der Nationalelf sollte Boateng bei einem Klub spielen, der international vertreten ist. Das wird auch sein Anspruch sein.

Gut für Boateng: Der neue Bundestrainer Hansi Flick. Unter ihm war er in der vergangenen Saison bei den Bayern Stammspieler. Flick lobte den 32-Jährigen auf seiner letzten Pressekonferenz. "Jerome war unser konstantester Verteidiger in dieser Saison. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen", sagte Flick. Gut möglich, dass Flick auch beim DFB auf Boateng baut. Erstmal muss der Weltmeister aber einen neuen Arbeitgeber finden. Für den hält er sich gerade fit.

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