28. Dezember 2017 / 11:53 Uhr

Klubboss: "AfD-Wähler können bei Eintracht Frankfurt nicht Mitglied sein"

Klubboss: "AfD-Wähler können bei Eintracht Frankfurt nicht Mitglied sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Fischer ist seit 2000 Präsident von Eintracht Frankfurt.
Peter Fischer ist seit 2000 Präsident von Eintracht Frankfurt. © imago
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Frankfurts Präsident Peter Fischer hat sich klar gegen die "Alternative für Deutschland" positioniert. Der Sport müsse klar politisch Flagge zeigen.

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Deutliche politische Akzente in der Bundesliga! Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer hat sich mit scharfen Worten gegen die "Alternative für Deutschland" (AfD) gestellt, die im September erstmals in den Deutschen Bundestag eingezogen ist. "Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen", erklärte der Vereinsboss der Hessen in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Vor der Mitgliederversammlung am 28. Januar ging der 61-Jährige hart mit der nationalkonservativen Partei ins Gericht. "Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt", sagte Fischer, der seit 2000 Präsident der Eintracht ist und seit 2005 zudem stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates ist.

"Sport muss seine Stimme erheben"

Fischer distanziert sich auch von Stimmen, die immer wieder bekunden, der Sport müsse über den Parteien und politischen Diskussionen in Deutschland stehen. Der Sport müsse "ganz klar politisch sein und seine Stimme erheben gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen, wenn es angebracht und notwendig ist", sagte der Präsident und verwies auf die Geschichte Eintracht Frankfurts.

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Die Hessen seien "als Gegner der Antisemiten" bekannt, seit sie in der Nazizeit als "Juddebubbe" verunglimpft wurden. Seit dem Einzug der AfD in den Bundestag hatten auch andere Vereine schon Stellung bezogen.