23. April 2022 / 21:52 Uhr

Knackpunkt Platzverweis: RSV Eintracht jubelt über Punktgewinn in der Schlussminute (mit Galerie)

Knackpunkt Platzverweis: RSV Eintracht jubelt über Punktgewinn in der Schlussminute (mit Galerie)

Andreas Ramlow
Märkische Allgemeine Zeitung
Tim Schönfuß schießt in der Schlussminute zum 1:1 ein. Julian Rauch hatte die Vorarbeit geleistet.
Tim Schönfuß schießt in der Schlussminute zum 1:1 ein. Julian Rauch hatte die Vorarbeit geleistet. © Benjamin Feller
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NOFV-Oberliga Nord: Der RSV Eintracht holt mit drei U23-Spielern ein Remis gegen den SC Staaken. Ersatztorwart Daniel Hemicker wird in den Schlussminuten als Stürmer eingewechselt.

RSV Eintracht - SC Staaken 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Sebastian Gigold (13.), 1:1 Tim Schönfuß (90.). Rote Karte: David Koschnik (51./Staaken). Zuschauer: 140.

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Im Duell der Tabellennachbarn lieferten sich beide Teams eine intensive Partie, in der die Gäste zunächst das Kommando übernahmen. Das Team von Jeffrey Seitz presste früh und erwischte einen starken Start. Der wuchtige Epale Otto ließ im Mittelfeld gleich zwei Gegenspieler stehen. Sein Pass in die Tiefe brachte Sebastian Gigold in Position, der abgeklärt zur 1:0-Führung abschloss (13.). Der ersatzgeschwächte RSV, Trainer Patrick Hinze musste mit Jonas Harwart, Cedric Cawi und Simon Stefanovic gleich drei U23-Spieler einbauen sowie später den etatmäßigen Torhüter Daniel Hemicker als Stürmer einwechseln, hatte mit dem hohen Angriffs-Pressing der Berliner immer wieder Probleme, selten gelang der Spielaufbau.

In Bildern: Tim Schönfuß retttet RSV Eintracht gegen Staaken einen Punkt.

<b>RSV Eintracht - SC Staaken 1:1 (0:1).</b> Tore: 0:1 Sebastian Gigold (13.), 1:1 Tim Schönfuß (90.). Rote Karte: David Koschnik (51./Staaken). Zuschauer: 140. Zur Galerie
RSV Eintracht - SC Staaken 1:1 (0:1). Tore: 0:1 Sebastian Gigold (13.), 1:1 Tim Schönfuß (90.). Rote Karte: David Koschnik (51./Staaken). Zuschauer: 140. © Benjamin Feller

Nach einer halben Stunde ergaben sich gleich drei Abschlüsse, die jedoch von der Abwehr geblockt wurden. “Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, hatten viel Kontrolle. Aber wir hätten auch die eine oder andere Situation besser ausspielen müssen”, so Staaken-Trainer Seitz. Hinze sah die erste Hälfte ähnlich: “Wir wollten Staaken das Spiel machen lassen und auf unsere Gelegenheiten warten. Staaken hat mit dem Tor ein Signal gegeben und sehr gut verteidigt, da kam keine Aktion von uns mehr durch.”

Nach dem Seitenwechsel kamen die Stahnsdorfer mutiger aus der Kabine und zu ersten gefährlichen Abschlüssen. Als Staakens David Koschnik nach rüdem Einsteigen im Mittelfeld vorzeitig vom Platz musste (51.), kippte die Partie. Der RSV erhöhte die Schlagzahl, die Berliner Dominanz war dahin. Bis in die Schlussphase warfen die Hinze-Schützlinge alles nach vorne - und jubelten schließlich in der Schlussminute. Der eingewechselte Dima Ronis führte einen Freistoß blitzschnell aus, Julian Rauch hatte ein Auge für seine Mitspieler und Tim Schönfuß bedankte sich mit dem 1:1-Ausgleich (90.).

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Patrick Hinze: “Ein verdienter Punktgewinn”

Entsprechend zufrieden zeigte sich Patrick Hinze: “Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, sie war sehr engagiert. Drei Jungs haben ihr Oberliga-Debüt gegeben und richtig gut agiert. Wir hatten unsere Chancen, aber natürlich waren hin und wieder Abstimmungsprobleme da. Am Ende belohnen wir uns ein wenig glücklich, aber wir haben immer versucht Lösungen zu finden, waren da und haben die Situation genutzt. Ein verdienter Punktgewinn.”

Sein Gegenüber Jeffrey Seitz befand enttäuscht: “Nach der Roten Karte wurde es schwieriger. Wir sind kompakt geblieben und haben wenig zugelassen. Umso enttäuschender ist es, wenn man kurz vor Schluss das Gegentor bekommt. Es ist frustrierend für die Jungs, die viel Aufwand betrieben haben und dann mit einer gefühlten Niederlage nach Hause müssen.”

RSV Eintracht 1949: Große - Stefanovic, Buchholz, Markula, Möhl (82. Hemicker) - Harwart (60. Ronis), Kausch, Kruska, Schönfuß - Cawi (82. Dräger), Rauch.

SC Staaken: Otremba - Koschnik, Lampert, Guske, Kohlmann - Bae, Epale Otto (88. Bobkiewicz), Freiwald, Neumann - Selman (53. Hackbarth), Gigold (86. Barcic).

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