16. November 2020 / 11:05 Uhr

„Knackpunkt“ vor Hansa-Duell: Dynamo Dresden will mit Konstanz aufsteigen

„Knackpunkt“ vor Hansa-Duell: Dynamo Dresden will mit Konstanz aufsteigen

Jens Maßlich, dpa
Leipziger Volkszeitung
Dynamos Trainer Markus Kauczinski (r.) kommt vor Beginn des Spiels in das Stadion, während sich seine noch Spieler aufwärmen.
Dem Team von Markus Kauczinski fehlt es noch an Konstanz. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB
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Den Kontakt zu den Aufstiegsrängen hat Dynamo Dresden mit dem Sieg gegen 1860 München wieder hergestellt. Nun gilt es, sich gegen Rostock zu stabilisieren. Ein Schlüssel könnte die neue Taktik sein.

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Dresden. Die Achterbahnfahrt geht weiter. Pünktlich vor dem Traditionsduell mit dem Ost-Rivalen Hansa Rostock hat sich Dynamo Dresden mit einem Sieg zurückgemeldet. „Dieses Spiel war schon ein kleiner Knackpunkt, in welche Gefühls- und Gemengelage sich alles entwickelt“, erklärte Marco Hartmann nach dem 2:1-Sieg gegen 1860 München.

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Tatsächlich drohte die Stimmung im ohnehin stets nervösen Umfeld des Clubs bei einer weiteren Niederlage ins Negative zu rutschen. Denn der Fußball-Drittligist galt nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga als der große Favorit im Kampf um die Aufstiegsränge. Doch das rundum erneuerte Team von Markus Kauczinski hat seine Probleme, diese Rolle anzunehmen. „Die Erwartung, dass man jeden Gegner beherrscht - diese Mannschaft gibt es nicht“, machte Dynamos Coach am Sonntag nicht das erste Mal in dieser Saison klar. Der 50-Jährige weiß, seiner Mannschaft fehlt es an Konstanz.

DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): Es war ein sehr intensives Spiel, immer hart umkämpft. Keiner hat sich irgendwas geschenkt. Auf diesem Boden war es nicht leicht, Fußball zu spielen. Ich weiß gar nicht, wo das noch hinführen soll, wenn der jetzt schon in so einem Zustand ist. Wir haben aber immer besser ins Spiel reingefunden. Über weite Teile war es ein ausgeglichenes Spiel, in der zweiten Halbzeit haben wir aber kaum noch was zugelassen. Und dann hatten wir diesen einen Moment, den Ransford genutzt hat. Unterm Strich war der Sieg aber nicht unverdient. Wir haben heute den Gegner niedergekämpft. Zur Galerie
Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): "Es war ein sehr intensives Spiel, immer hart umkämpft. Keiner hat sich irgendwas geschenkt. Auf diesem Boden war es nicht leicht, Fußball zu spielen. Ich weiß gar nicht, wo das noch hinführen soll, wenn der jetzt schon in so einem Zustand ist. Wir haben aber immer besser ins Spiel reingefunden. Über weite Teile war es ein ausgeglichenes Spiel, in der zweiten Halbzeit haben wir aber kaum noch was zugelassen. Und dann hatten wir diesen einen Moment, den Ransford genutzt hat. Unterm Strich war der Sieg aber nicht unverdient. Wir haben heute den Gegner niedergekämpft." ©

Den fünf Saisonsiegen stehen vier Niederlagen und ein Remis gegenüber. Dennoch beträgt der Rückstand des Tabellen-Sechsten auf einen Aufstiegsrang nur ein Punkt. Umso wichtiger ist es für die Sachsen, am nächsten Spieltag beim punktgleichen Rostock nachzulegen. „Wenn du in dieser Liga oben dabei sein willst – was wir wollen und müssen – dann ist das wichtig. Egal wer da kommt, wir müssen zusehen, dass wir Konstanz reinbekommen“, forderte Hartmann.

Kauczinski: „Man muss flexibel sein“

Spielerisch gelang das bisher noch nicht. Alternativ müssen die Sachsen, so wie gegen 1860 München, über den Kampf zum Ziel gelangen. Denn auch in Rostock wird Dresden ein tiefstehender Gegner erwarten, der kein ansehnliches Offensiv-Spiel zulassen will.

Kauczinski braucht also Alternativen und scheint einen Schlüssel in einer neuen Formation gefunden zu haben. Gegen die Löwen setzte der 50-Jährige auf ein 3-5-2-System. „Nach einem gewonnen Spiel ist das immer Thema, das auszubauen“, sagte Dynamos Coach. „Ich habe aber auch gelernt, dass man flexibel sein muss.“

Tatsache aber ist, dass Dynamo in der neuen Formation mit zwei Spitzen und Rückkehrer Hartmann als Anker in der Abwehrzentrale deutlich stabiler wirkte. Vor allem der Routinier fügte sich bei seinem Startelf-Debüt nach längerer Pause aufgrund einer Muskelverletzung nahtlos ein.