04. April 2021 / 19:54 Uhr

Knallstart verpufft in zweiter Halbzeit: Kein Sieger im Berlin-Derby zwischen Union und Hertha

Knallstart verpufft in zweiter Halbzeit: Kein Sieger im Berlin-Derby zwischen Union und Hertha

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 1. FC Union und Hertha BSC teilten sich im Berliner Derby die Punkte.
Der 1. FC Union und Hertha BSC teilten sich im Berliner Derby die Punkte. © IMAGO/Matthias Koch/Getty (Montage)
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Eine ereignisreiche erste Halbzeit samt Pyro-Begrüßung, gefolgt von einer ereignisarmen zweiten Hälfte: Das Stadtderby zwischen Union Berlin und Hertha BSC hat keinen Sieger gefunden. Beide Teams stagnieren damit in der Tabelle.

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Erst Krach und Tore, dann 45 Minuten purer Kampf ohne große Chancen: Nach einem 1:1 (1:1) im Berlin-Derby zwischen Union Berlin und Hertha BSC am Sonntagabend teilen sich die beiden Stadt-Rivalen die Punkte. Robert Andrich (10. Minute) brachte Gastgeber Union in Führung, Dodi Lukebakio (35., Foulelfmeter) sorgte kurz vor der Halbzeit für den Ausgleich. Inoffizieller Stadtmeister darf sich nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel Anfang Dezember allerdings die Hertha nennen. Der "Big City Club" steht in der Tabelle nach dem Remis jedoch weitaus schlechter da. Nach dem Punktgewinn hat die Hertha als Tabellen-14. nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Eisernen von Union belegen punktgleich mit dem VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach Platz sieben - mit vier Zählern Rückstand auf Europa-League-Platz fünf.

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Hertha BSC musste vor dem Spiel den Torwart wechseln. Stammtorhüter Rune Jarstein fehlte der Alten Dame nach einem positiven Coronavirus-Test. Deswegen musste Trainer Pal Dardai erstmals in seiner zweiten Amtszeit bei Hertha auf Alexander Schwolow setzen. Der 28-Jährige spielte im Januar zuletzt unter Ex-Coach Bruno Labbadia und saß in den vergangenen acht Ligaspielen nur auf der Bank. Trainer Urs Fischer nahm im Vergleich zum 2:5 zuletzt gegen Eintracht Frankfurt bei Union zwei Wechsel vor. Petar Musa und Christian Gentner spielten für Joel Pohjanpalo und Marcus Ingvartsen von Beginn an.

Pyrotechnik zu Beginn sorgt für Wirbel

Begleitet von unzähligen Raketen und jeder Menge Pyrotechnik begann das Stadtderby. Knapp über drei Minuten lang war im Stadion An der Alten Försterei ohrenbetäubender Lärm durch die Feuerwerkskörper zu hören. Die Feuerwerkskörper wurden auf dem Stadiondach - vermutlich von Union-Anhängern, gezündet. Direkt darunter brach auf dem Dach eines Verkaufsstandes ein Feuer aus. Das Feuerwerk war hinter der Heimtribüne auf der Waldseite gezündet worden. Ordner eilten schnell herbei, um die Situation zu klären und das Feuer zu löschen. Nach drei Minuten kehrte wieder Ruhe ein - aber nicht auf dem Platz: Denn Union legte selbst wie ein Feuerwerk los. In der zehnten Minute fasste sich Andrich ein Herz, zog aus knapp 20 Metern ab - und traf unhaltbar für Schwolow ins Hertha-Tor. Zuvor hatte Max Kruse aus der Distanz die Chance auf das 1:0. Seinen Weitschuss aus 25 Metern parierte der Hertha-Keeper jedoch.

Spektakulär ging es in der ersten Halbzeit weiter: Julian Ryerson traf kurz nach dem Führungstreffer die Latte (12.). Jordan Torunarigha tat es ihm per Kopfball sieben Minuten später gleich. Für Feuer sorgten auch einige Nickligkeiten im Mittelfeld. Nach einem Schlag im Zweikampf gegen Union-Profi Grischa Prömel sah Herthas Arsenal-Leihgabe Matteo Guendouzi die Gelbe Karte von Schiedsrichter Sascha Stegemann (28.). Eine glückliche Entscheidung. Klarer war dagegen die Entscheidung auf Foulelfmeter für die Gäste nach einem Foul von Marvin Friedrich an Lucas Tousart. Lukebakio vollendete sicher zum 1:1 (35.) - damit ging es auch in die Pause.

In der zweiten Halbzeit bestimmte der Kampf das Spiel. Beide Teams kamen allerdings nur selten gefährlich vor das Tor des Gegners, was auch an der schlechten Passquote beider Mannschaften lag. Während sich Union bemühte, fand Hertha offensiv kaum statt. Daran änderte auch die Einwechslung von Ex-Nationalspieler Khedira in den letzten zehn Minuten nichts.