31. Juli 2020 / 06:36 Uhr

Kniefall und #BlackLivesMatter-Shirts: NBA-Profis setzen bei Re-Start Zeichen gegen Rassismus

Kniefall und #BlackLivesMatter-Shirts: NBA-Profis setzen bei Re-Start Zeichen gegen Rassismus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kniefall und #BlackLivesMatter-Slogan: Die NBA-Stars setzen bei Re-Start Zeichen gegen Rassismus.
Kniefall und #BlackLivesMatter-Slogan: Die NBA-Stars setzen bei Re-Start Zeichen gegen Rassismus. © Ashley Landis/dpa
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Der Re-Start der NBA-Saison war sportlich fulminant - und es wurden starke Zeichen gegen Rassimus gesetzt. Die Spieler aller vier Teams knieten vor den Partien und trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Black Lives Matter". Auch Superstar LeBron James bezog Stellung - und entscheidet Spiel seiner LA Lakers gegen die Clippers.

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Zum Auftakt der Rest-Saison in der NBA haben sich alle Basketballer der beteiligten Mannschaften unmittelbar vor dem Abspielen der US-Nationalhymne hingekniet. Wie im ersten Duell der Utah Jazz mit den New Orleans Pelicans trugen am Donnerstagabend (Ortszeit) auch die Profis der Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James und der Los Angeles Clippers zudem schwarze T-Shirts mit weißer Schrift und dem Slogan „Black lives matter“ (Schwarze Leben zählen).

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Auch alle im TV sichtbaren Trainer, Betreuer und Schiedsrichter beteiligten sich an dem symbolischen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner und knieten nieder. Im Spiel trugen viele Spieler Botschaften statt ihres Namens auf dem Trikot.

NBA-Boss respektiert Rassismus-Protest

„Ich respektiere den gemeinsamen friedlichen Protest unserer Mannschaften für soziale Gerechtigkeit und werde unter diesen Umständen die lange existierende Regel, die das Stehen bei der Nationalhymne einfordert, nicht durchsetzen“, sagte NBA-Boss Adam Silver nach Angaben von US-Medien in einer Reaktion.

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Das Knien während der Hymne als Form des Protests geht auf den Football-Profi Colin Kaepernick zurück, der 2016 als Quarterback der San Francisco 49ers auf diese Art und Weise demonstrierte. Damals sorgt die Geste für massive Diskussionen in den USA, inzwischen ist es das weltweite Zeichen gegen Rassismus geworden.

LeBron James führt Lakers zum Sieg

Sportlich ging es in der NBA bereits richtig zur Sache. Die Utah Jazz um den ersten positiv auf das Coronavirus getesteten NBA-Profi Rudy Gobert haben die Auftaktpartie in den Rest der Saison gegen die New Orleans Pelicans gewonnen. Trotz einer lange Zeit komfortablen zweistelligen Führung der Pelicans holten die Jazz am Donnerstag (Ortszeit) ein 106:104. Für die unterlegene Mannschaft um Jungstar Zion Williamson war das direkt eine empfindliche Niederlage beim Versuch, sich für die Playoffs zu qualifizieren.

Am frühen Morgen europäischer Zeit setzten die beiden Teams aus Los Angeles noch einmal einen drauf. Die LA Lakers um Superstar LeBron James schlugen die LA Clippers in einem herausragenden Spiel knapp mit 103:101. James erzielte dabei kurz vor Schluss die entscheidenen Punkte. Für viele Experten ist dieses Spiel auch das Conference-Finale im Westen. Die Lakers gelten als Topfavorit auf den Titel.

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NBA wird in Disney World zu Ende gespielt

Die NBA hatte ihre Saison am 11. März unterbrochen. Vorausgegangen war ein positiver Coronatest bei Gobert. Mit reduziertem Teilnehmerfeld wird die Saison nun in einer sogenannten Blase auf dem Gelände von Disney World in Florida beendet. Die Mannschaften haben vor dem Beginn der Playoffs acht Partien, um sich entweder noch zu qualifizieren oder ihre Position für die Setzliste zu ermitteln.