22. Juli 2021 / 12:49 Uhr

Kritik nach Frauenfußball-Auftakt: IOC will Kniefall-Bilder bei Olympia zeigen

Kritik nach Frauenfußball-Auftakt: IOC will Kniefall-Bilder bei Olympia zeigen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Diese Bilder könnte es bei den Olympischen Spielen in Tokio in Zukunft häufiger geben: Das IOC wird die Kniefall-Bilder der Sportler auf den offiziellen Kanälen zeigen. 
Diese Bilder könnte es bei den Olympischen Spielen in Tokio in Zukunft häufiger geben: Das IOC wird die Kniefall-Bilder der Sportler auf den offiziellen Kanälen zeigen.  © IMAGO/Shutterstock (Montage)
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Am Mittwoch startete bei den Olympischen Spiele in Tokio das Frauenfußball-Turnier. Nachdem sich fünf Teams vor dem Anpfiff als Zeichen gegen Rassismus hinknieten, wurden diese Bilder über die offiziellen Social-Media-Kanäle nicht verbreitet. Nun reagierte das IOC auf die daraus resultierende Kritik.

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Die Bilder von knienden Sportlerinnen und Sportlern bei Olympia sollen nach Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auch auf den offiziellen Kanälen der Organisatoren in den Sozialen Medien gezeigt werden. Weil am ersten Tag der Wettbewerbe von Tokio der Kniefall von fünf Frauenfußball-Teams vor ihren Spielen in den bei den Netzwerken verbreiteten Aufnahmen der Partien fehlte, hatte es Fragen an das Internationale Olympischen Komitee gegeben. "Das IOC zeigt die Spiele auf seinen eigenen und selbst betriebenen Plattformen, und solche Momente werden auch einbezogen", teilte das IOC am Donnerstag mit und stellte damit die Verbreitung solcher Bilder auf den eigenen Social-Media-Kanälen in Aussicht.

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Am Mittwoch hatten die Frauen-Teams aus Großbritannien, Chile, den USA, Schweden und Neuseeland aus Protest gegen Rassismus kurz vor dem Anpfiff gekniet. "Die Berichterstattung von den Olympischen Spielen ist einschließlich der Augenblicke vor den Wettbewerben, vollständig für die Rechte-Inhaber verfügbar. Sie können diese nach ihrem Belieben nutzen", teilte das IOC mit. In Fernsehübertragungen weltweit war der Kniefall zu sehen. Einzelnen Medien stellt das IOC im Rahmen der Rechte-Vereinbarung aber nur Kurzvideos zur Verfügung, die beim Fußball jeweils erst mit dem Anpfiff beginnen und damit den Kniefall nicht enthielten.

IOC erlaubt politische Gesten - Verbot bei Medaillen-Zeremonien

Das IOC hatte zuletzt nach langen Diskussion die Regel 50 der olympischen Charta gelockert, die politische Gesten und Aussagen auf dem Spielfeld und bei Medaillen-Zeremonien verbietet. Protest-Aktionen wie der Kniefall oder die erhobene Faust sind vor Beginn eines Wettbewerbs nun möglich, danach auf Siegerpodien aber weiter untersagt.

Die jeweils zuständigen Verbände besitzen zudem ein Vetorecht. So hat der Schwimm-Weltverband Fina allen Athleten jegliche politische Gesten oder Zeichen des Protests am Beckenrand verboten.