27. Juni 2020 / 23:15 Uhr

Knoche: Zum Abschied gibt es Turnschuhe, Blumen und ein großes Bild

Knoche: Zum Abschied gibt es Turnschuhe, Blumen und ein großes Bild

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Abschied: Für Robin Knoche gab's Umarmungen - auch von Ex-VfLer Ivan Perisic und Bayern-Co-Trainer Hermann Gerland.
Abschied: Für Robin Knoche gab's Umarmungen - auch von Ex-VfLer Ivan Perisic und Bayern-Co-Trainer Hermann Gerland. © Groothuis/Witters/Pool / Pool via Peter Schatz
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Beim 0:4 des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten im Saisonfinale gegen die Bayern hat Eigengewächs Robin Knoche sein letztes VfL-Spiel bestritten.

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Keine Fans in seinem Wohnzimmer - diesen Abschied vom VfL Wolfsburg hatte sich Eigengewächs Robin Knoche sicher anders vorgestellt. Emotionaler eben. Immerhin: In seinem letzten Spiel für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten durfte die Nummer 31 in der Schlussphase beim 0:4 gegen die Bayern auflaufen. Trainer Oliver Glasner verriet: "Das war so geplant."

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Robin Knoche - der Abschied

Vor dem Saisonfinale der Wolfsburger gegen die Bayern hatte es eine kleine Verabschiedung für den 28-Jährigen gegeben, der nach 15 Jahren beim VfL geht. Jörg Schmadtke sowie seine Geschäftsführerkollegen Tim Schumacher und Michael Meeske hatten Knoche für das obligatorische Abschiedsfoto in die Mitte genommen. Neben Knoche stand Marcel Schäfer, mit dem heutigen Sportdirektor hatte der Innenverteidiger beim VfL noch zusammengespielt. Hinter der Gruppe postierten sich die VfL-Profis und klatschten für den Abwehrmann Beifall.

Neben einem großen Bild bekam Knoche Blumen und Turnschuhe, bevor er sich mit Spielbeginn zu den Auswechselspielern auf die Tribüne hinter die Wolfsburger Bank setzte. Vor der kleinen Abschiedszeremonie hatte er etwa mit Bayern-Offensivmann Ivan Perisic geplaudert. Zusammen hatten sie 2015 mit dem VfL den Pokal gewonnen.

VfL Wolfsburg gegen die Bayern - Die Bilder

Kollegen-Talk: Robin Knoche, Josip Brekalo und Ex-VfLer Ivan Perisic Zur Galerie
Kollegen-Talk: Robin Knoche, Josip Brekalo und Ex-VfLer Ivan Perisic ©

Ende Mai war klar, dass es für den gebürtigen Braunschweiger in Wolfsburg nicht mehr weitergeht - obwohl er vor der Corona-Pause der Liga noch erste Wahl gewesen war. Aber neben John Anthony Brooks hatte Trainer Glasner fortan auf Winter-Neuzugang Marin Pongracic in der Abwehr gesetzt - und eben nicht mehr auf Knoche. Acht Minuten hatte Knoche in Leverkusen spielen dürfen, 18 in Gladbach. In seinem letzten VfL-Spiel waren es 16. Glasner wechselte ihn für den erneut patzenden Brooks ein - und meinte hinterher: "Ich möchte Robin für diese Saison danken. Ich selbst habe ihn ja nur in diesem Jahr erleben dürfen. Aber ich weiß, dass er viele, viele Jahre seine Knochen für den VfL hingehalten hat."

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Er sei "ein sehr zuverlässiger Spieler", deswegen war es "die Idee, ihn noch mal ein paar Minuten zu bringen", meinte der VfL-Trainer und fügte hinzu: "Ich wünsche Robin alles Gute für seine hoffentlich noch lange Karriere." Wo die weitergeht, ist noch offen. Zuletzt war Knoche mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht worden, aber auch Klubs aus dem Ausland (angeblich aus Italien) sollen interessiert sein. Seine VfL-Zeit ist seit Samstagabend nach 226 Pflichtspielen, 14 Toren und fünf Vorlagen vorbei.

Im Rahmen der Web-Show "Wölfe TV live", die der VfL vor der Partie ausgestrahlt hatte, sprach auch Marcel Schäfer über den Knoche-Abschied. "Ist es leider nicht möglich, Robin einen würdigen Rahmen für den Abschied zu schaffen", so der Sportdirektor und Ex-Knoche-Mitspieler. "Er hätte es verdient, sich in einem vollen Stadion verabschieden zu können - und er hätte einen tollen Applaus bekommen." Das aber werde man nachholen, "wenn er mal wieder zu Gast ist" - und auch "wenn er ins Ausland wechseln sollte, werden wir einen Termin finden und das nachholen, wenn wieder Zuschauer im Stadion zugelassen sind."