12. November 2019 / 09:58 Uhr

Königsklasse: Seidensticker ist nach Waspos 13:21 mächtig angefressen

Königsklasse: Seidensticker ist nach Waspos 13:21 mächtig angefressen

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bedient: Waspo 98 verliert auch sein viertes Spiel in der Champions League.
Bedient: Waspo 98 verliert auch sein viertes Spiel in der Champions League. © Florian Petrow
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Waspo 98 hat auch sein viertes Spiel in der Champions League verloren. Gegen das italienische Topteam Pro Recco brechen Hannovers Wasserballer in der zweiten Halbzeit ein und ziehen am Ende mit 13:21 den Kürzeren. Vorsitzender Bernd Seidensticker war not amused.

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Nachdem Waspo 98 in der Champions League binnen fünf Minuten Schiffbruch erlitten hatte und mit 13:21 (3:5, 4:2, 1:7, 5:7) untergegangen war gegen Pro Recco, hatte Darko Brguljan noch reichlich Gesprächsbedarf.

Filip Filipovic ist bedient

Waspos Star beharkte sich mit Filip Filipovic, der den meisten Experten noch als weltbester Spieler gilt. Viel hätte nicht gefehlt, und es wäre nicht bei einer verbalen Auseinandersetzung geblieben. Brguljan war aber nicht etwa bedient, weil sein Team auf unerklärliche Art eingebrochen war. Der Montenegriner war sauer, weil der Serbe Filipovic seinen jüngeren Bruder Matija übel gefoult haben soll.

Bilder zum Wasserball-Champions-League-Spiel zwischen Waspo 98 Hannover und Pro Recco (09. November 2019):

Waspo 98 Hannover im Duell mit dem italienischen Topclub Pro Recco. Zur Galerie
Waspo 98 Hannover im Duell mit dem italienischen Topclub Pro Recco. ©
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Es ließ sich nicht mehr aufklären, was da genau passiert war. Ob Filipovic tatsächlich das Knie hochgezogen hatte gegen Brguljan, ein gefürchtetes Foul in dieser Sportart und vom Schiedsrichter meist schlecht zu erkennen.

Wir haben 16 Minuten einen Traum geträumt"

Ebenso wenig fand Waspo eine Erklärung dafür, was da im dritten Viertel passiert war. „Dass wir derart einbrechen, das kann nicht sein. Treffen nix mehr und lassen uns auskontern“, motzte Waspo-Vorsitzender Bernd Seidensticker. „Wir haben 16 Minuten einen Traum geträumt und dann ein unterirdisches Viertel gehabt“, sagte Trainer Karsten Seehafer.

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Die erste Halbzeit hatte Waspo ausgeglichen gestaltet, zeigte sich vor rund 400 Zuschauern im Überzahlspiel verbessert. Centerangreifer Jorn Winkelhorst war nach überstandener Handgelenksoperation wieder dabei, das tat Hannover wohl. Der Niederländer hielt unter Schmerzen durch, kühlte seine Hand nach Abpfiff mit viel Eis.

Rudic erst mit der zweiten Hälfte zufrieden

„Wir haben in der ersten Hälfte unser Potenzial gezeigt“, sagte Seehafer. Auf der anderen Seite war Ratko Rudic, der als bester Coach der Welt gilt, mit dem Auftritt seines Teams nicht zufrieden. „Nach dem Wechsel war es dann deutlich besser, schneller und härter“, stellte der Kroate fest.

Waspo traf plötzlich nichts mehr, in sechs Minuten erzielte Pro Recco sechs Tore. „Das ist mir unbegreiflich“, sagte Schlussmann Moritz Schenkel, der chancenlos war. Waspo versuchte alles, für Schenkel kam mit Kevin Götz der zweite Nationalkeeper.

„Wir können das besser. Viel besser"

Bis auf das Geplänkel zwischen Filipovic und Darko Brguljan passierte im Schlussviertel jedoch nicht mehr viel. Was war denn da nun los? „Er ist ein sehr guter Spieler. Und ich auch. Da unterhält man sich mal ein wenig“, antwortete Brguljan ausweichend, schaute dabei aber gewohnt grimmig.

Rudic stand anschließend ganz entspannt vor dem Stadionbad. „Hannover hat eine Hälfte gut gespielt. Kriegen sie das konstant hin, wären sie gefährlich“, sagte Reccos Trainer, der 2012 mit Kroatien Olympiasieger wurde. Waspos starker Neuzugang Peter Muslim war damals in Rudics Kader. „Wir können das besser. Viel besser“, sagte Muslim trocken.

Waspos Tore: Aleksandar Radovic 4, Darko Brguljan 3, Muslim 2, Fynn Schütze, Ante Corusic, Julian Real, Tobias Preuß je 1.

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