24. Oktober 2021 / 21:46 Uhr

Kohfeldt? Terzic? So geht's beim VfL Wolfsburg nach dem Van-Bommel-Aus weiter

Kohfeldt? Terzic? So geht's beim VfL Wolfsburg nach dem Van-Bommel-Aus weiter

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gelten als Wolfsburg-Kandidaten: Florian Kohfeldt (l.) und Edin Terzic.
Gelten als Wolfsburg-Kandidaten: Florian Kohfeldt (l.) und Edin Terzic. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Erst einmal Michael Frontzeck - und dann eine neue Dauerlösung. Das ist der Plan des VfL Wolfsburg nach dem Rauswurf von Trainer Mark van Bommel. Florian Kohfeldt und Edin Terzic gelten als Nachfolge-Kandidaten.

Mark van Bommel ist nicht mehr Trainer des VfL Wolfsburg - wie geht es jetzt weiter? Die für Montagvormittag angesetzte Trainingseinheit wird voraussichtlich von Co-Trainer Michael Frontzeck geleitet werden, der beim VfL bleiben soll. Was mit dem Rest des Trainerstabs geschieht, ich noch offen, es gibt allerdings die klare Tendenz, dass Ex-VfL-Profi Kevin Hofland (kam auf von Bommels Wunsch mit nach Wolfsburg) ebenso wie sein Chef gehen muss.

Unterdessen haben die Spekulationen um einen van-Bommel-Nachfolger längst begonnen, zwei Namen werden besonders stark gehandelt: Florian Kohfeldt und Edin Terzic. Kohfeldt wird am häufigsten genannt, er ist seit seinem Aus bei Werder Bremen ohne Trainerjob, Terzic übernahm nach seiner Zeit als Interimscoach bei Borussia Dortmund dort den eigens für ihn geschaffenen Posten eines Technischen Direktors. Bereits im Sommer, als klar war, dass Oliver Glasner den VfL verlassen wird, war Terzic in Wolfsburg im Gespräch. Zuletzt soll es Kontakte zwischen ihm und Hertha BSC gegeben haben, dem Vernehmen nach sagte er dort ab. In Dortmund gilt es allerdings als offenes Geheimnis, dass es den Deutsch-Kroaten mittelfristig wieder in Richtung Trainer-Bank zieht.

Wie Terzic gilt auch Kohfeldt als einer, der mit jungen Spielern arbeiten und sie entwickeln kann, beide passen damit in die VfL-Philosophie. In der vergangenen Saison hatte Kohfeldt in Bremen den Abstieg nicht verhindern können, wurde kurz vor Saisonschluss durch Trainer-Urgestein Thomas Schaaf ersetzt. Angesichts der aktuell sportlich schwierigen Lage bei Werder wurde allerdings jüngst an der Weser auch schon über eine Kohfeldt-Rückkehr auf den Bremer Cheftrainer-Sessel spekuliert.

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Auf dem Markt der freien Trainer befinden sich zudem unter anderem die Ex-Bundesliga-Trainer Domenico Tedesco, Lucien Favre und Thorsten Fink - Letzterer soll nach erfolgreicher Zeit bei Vissel Kobe in Japan Lust auf eine Bundesliga-Rückkehr haben.

Für van Bommel war am Sonntag der Rausschmiss unerwartet gekommen, Manager Jörg Schmadtke bestellte ihn am Nachmittag zur Verkündung aufs Gelände. "Ich bin überrascht und enttäuscht von der Entscheidung, weil ich überzeugt davon bin, dass wir es gemeinsam geschafft hätten, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ich wünsche der Mannschaft, dass sie es schnell schafft, das Ruder wieder herumzureißen", wird der Niederländer in einer VfL-Mitteilung zitiert.

Seine Vorgesetzten hatten derweil offenbar die Überzeugung nach dem 0:2 am Samstag gegen Freiburg - der vierten Bundesliga-Niederlage - nicht mehr. Schmadtke: „Es gab unter dem Strich mehr trennende als verbindende Faktoren. Die Überzeugung, in dieser Konstellation aus der sportlich schwierigen Situation herauszukommen und schnellstmöglich die Kehrtwende herbeizuführen, hat gefehlt und uns zu dem Entschluss kommen lassen, die Zusammenarbeit zu beenden."