12. April 2021 / 06:49 Uhr

Köln-Boss Heldt erklärt Entlassung von Markus Gisdol: Trainerwechsel soll für "Impuls" sorgen

Köln-Boss Heldt erklärt Entlassung von Markus Gisdol: Trainerwechsel soll für "Impuls" sorgen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Köln-Geschäftsführer Horst Heldt hat die Entlassung von Trainer Markus Gisdol erklärt.
Köln-Geschäftsführer Horst Heldt hat die Entlassung von Trainer Markus Gisdol erklärt. © IMAGO/osnapix
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Es ist vorbei: Kurz vor Mitternacht hat der 1. FC Köln die Entlassung von Trainer Markus Gisdol bestätigt. Die 2:3-Niederlage gegen Mainz 05 am Sonntagabend besiegelte das Schicksal des Coaches. In einer offiziellen Vereinsmitteilung hat Köln-Geschäftsführer Horst Heldt die Gründe für die vorzeitige Trennung erläutert.

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Wenige Stunden nach der 2:3-Niederlage im Kellerduell gegen Mainz 05 folgte die Entlassung: Der 1. FC Köln hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Markus Gisdol getrennt. Kurz vor Mitternacht bestätigte der Tabellen-Vorletzte der Bundesliga entsprechende Medieninformationen - und nannte auch Gründe für die Freistellung des Coaches sechs Spieltage vor Saisonende. "Mit einem Trainerwechsel wollen wir der Mannschaft für diese entscheidende Phase mit einer neuen Konstellation einen neuen Impuls geben", wird Geschäftsführer Horst Heldt in einer Vereinsmitteilung zitiert.

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Die Lage der Kölner ist prekär: Nach 28 Spielen haben die Rheinländer 23 Zähler auf dem Konto, sind hinter Arminia Bielefeld und Hertha BSC (beide 26) auf Platz 17 zurückgefallen. In allen vier Spielzeiten, in denen es weniger Punkte waren, stand am Ende der Abstieg. "Bis zum Saisonende sind es jetzt noch sechs Spiele, in denen wir unbedingt unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen wollen. Dafür müssen wir Ergebnisse erzielen", sagte Heldt und kritisierte mit Blick auf die Ergebnisse der seit acht Partien sieglosen Kölner: "In dieser Hinsicht haben wir in den letzten Wochen stagniert." Zwar sei die Leistung gegen Mainz "wieder gut" gewesen, jedoch habe der FC "keine Punkte geholt. Das war eine bittere Niederlage."

Heldt dankt Gisdol - Funkel steht als Nachfolger wohl bereit

Gleichzeitig dankte Heldt Gisdol, der bis zum Schluss mit seiner Arbeit "überzeugt" habe. Gisdol, der den Klub seit November 2019 trainierte, hatte zuvor viermal in höchster Not seinen Job gerettet. "Die Mannschaft, mein Trainerteam und ich haben bis zuletzt alles investiert, um mit guten Leistungen zu guten Ergebnissen zu kommen", sagte er laut der Mitteilung. Trotz guter Phasen habe man sich in den Spielen nicht belohnt. "Ich wünsche meinen Jungs für den Saisonendspurt alles Gute und drücke ihnen und dem FC die Daumen, damit sie in der Bundesliga bleiben."

Über einen Nachfolger will der Klub "zeitnah" informieren. Als Kandidat gilt Friedhelm Funkel, obwohl der 67-Jährige seine Trainer-Karriere nach der Entlassung in Düsseldorf im Januar 2020 eigentlich für beendet erklärt hatte. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der Routinier bereits seine Zusage für die Aufgabe gegeben haben.