01. Juni 2021 / 20:25 Uhr

"Dann sollte man das lassen": Funkel übt nach Heldt-Entlassung Kritik an Köln-Vorstand

"Dann sollte man das lassen": Funkel übt nach Heldt-Entlassung Kritik an Köln-Vorstand

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach der Entlassung von Sportchef Horst Heldt (l.) hat sich der scheidende Trainer Friedhelm Funkel zu Wort gemeldet.
Nach der Entlassung von Sportchef Horst Heldt (l.) hat sich der scheidende Trainer Friedhelm Funkel zu Wort gemeldet. © IMAGO/Montage
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Nach der Entlassung von Sportchef Horst Heldt hat Noch-Trainer Friedhelm Funkel den Vorstand des 1. FC Köln gerüffelt. Der 67-Jährige zeigte sich über den geglückten Klassenerhalt der Rheinländer unterdessen persönlich erleichtert.

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Der Klassenerhalt ist über den Umweg der Relegation geschafft - so richtig Ruhe kehrt beim 1. FC Köln allerdings nicht ein. Nach der Entlassung von Sportchef Horst Heldt hat der scheidende Trainer Friedhelm Funkel den Vorstand des FC für dessen Vorgehen deutlich kritisiert. "Ich bin ja auch einige Male freigestellt worden, doch bis auf meine Station bei Fortuna Düsseldorf ist das immer respektvoll abgegangen", sagte Funkel dem Kölner-Stadt-Anzeiger. "Niemals war von mir eine Analyse verlangt worden - um mich danach freizustellen. Wenn die Entscheidung feststeht, dann sollte man das lassen."

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Heldt hatte dem Vorstand der Kölner nach der erfolgreich gestalteten Relegation eine zweistündige Analyse der Saison gegeben und war anschließend vom Verein entlassen worden. "Als ich das am Sonntag am Ende des Gesprächs mit dem Vorstand erfahren habe, war die Enttäuschung sehr groß", erklärte Heldt. "Das kam überraschend. Ich muss das alles erst einmal verdauen und sacken lassen." Er hätte beim FC gern weitergearbeitet, "mein Herz hängt an diesem Verein", sagte der Ex-Profi, dessen Vertrag noch bis 2023 lief, weiter.

Während die Klub-Bosse über die Saison berieten, reiste "Feuerwehrmann" Funkel nach Holland an die Nordsee - zum Abschalten. "Ich bin einfach froh, dass ich so die Bühne Bundesliga verlassen konnte, besser hätte es nicht sein können", sagte der 67-Jährige, der erst im April installiert worden war, um den Klassenerhalt zu schaffen, was ihm letztlich nach dem 0:1 und dem 5:1 über Holstein Kiel auch eindrucksvoll gelang.



Funkel: Köln-Abstieg "wäre eine Katastrophe gewesen"

Funkel hinterlegte gegenüber der Kölner Zeitung auch seine grundsätzliche Bereitschaft, in anderer Funktion für den Klub zu arbeiten. Er könne sich "vorstellen, für den FC weiter tätig zu sein - wenn man das will und auch die Voraussetzungen stimmen". Allerdings mahnte der frühere Düsseldorf-Coach auch Veränderungen an. "Für mich ist das Wichtigste, dass die Verantwortlichen für den Sport kurze Wege haben, um Entscheidungen zu fällen. Nur so kannst du dauerhaft erfolgreich sein und Kontinuität in den Verein bekommen. Es muss doch für diesen 1. FC Köln mit seiner Wucht und seinen 115000 Mitgliedern möglich sein, erfolgreicher zu werden. Wir können froh sein, dass der FC drin geblieben ist." Der Abstieg, so Funkel, "wäre eine Katastrophe gewesen".

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