09. Januar 2021 / 19:58 Uhr

Köln-Keeper Horn wütet nach Debakel in Freiburg: "So kann man nicht auftreten"

Köln-Keeper Horn wütet nach Debakel in Freiburg: "So kann man nicht auftreten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Horn war mit der Leistung seines 1. FC Köln in Freiburg nicht einverstanden.
Timo Horn war mit der Leistung seines 1. FC Köln in Freiburg nicht einverstanden. © imago images/Sportfoto Rudel
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Der 1. FC Köln befindet sich wieder voll im Abstiegskampf. Beim SC Freiburg gingen die Kölner am Samstag mit 0:5 unter. FC-Keeper Timo Horn fand nach der Niederlage klare Worte, ebenso wie seine Teamkollegen und Trainer Markus Gisdol.

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Frustriert und genervt trotteten Kapitän Jonas Hector und Co. nach der Klatsche beim SC Freiburg aus dem Schwarzwald-Stadion. Beim verdienten 0:5 (0:2) bei den Badenern gab der 1. FC Köln am Samstag ein in allen Belangen bedenklich schwaches Bild ab und gerät damit im Abstiegskampf der Bundesliga zunehmend in Bedrängnis. "So kann man natürlich nicht auftreten, das ist ganz klar", schimpfte Torhüter Timo Horn. "Insgesamt haben wir über das ganze Spiel keine Chance gehabt." Der Ex-U21-Nationalkeeper denkt bereits an den Klassenverbleib: "Wir können es uns in unserer Situation nicht leisten, groß über verlorene Spiele nachzudenken. Wir müssen nach vorne blicken und den FC in der Liga halten, darum geht’s", sagte er bei Sky.

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Nach 15 Spieltagen hat der FC nur elf Zähler verbucht und könnte am Sonntag bei einem Sieg von Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC auf einen Abstiegsplatz der Bundesliga abrutschen. Eine ungemütliche Situation auch für Trainer Markus Gisdol: "Letzten Endes waren wir dem Gegner heute nicht gewachsen. Der Gegner war deutlich besser als wir und hat verdient 5:0 gewonnen", räumte der Coach ein und kritisierte sein Team: "Was mir gar nicht gefällt, ist, dass der Gegner in so einem Spiel fünf Kilometer mehr läuft als du. Das ist, einfach gesagt, das Läuferische, aber hat natürlich auch was mit dem Einsatz und dem Verteidigen bis an dein Maximum zu."

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Seit vier Erstligapartien ist sein Team ohne Torerfolg, daran änderte auch Stürmer Anthony Modeste bei seinem ersten Bundesliga-Startelfeinsatz in dieser Saison nichts. Bei dem enttäuschenden Auftritt wurde aber nicht nur die harmlose Offensive, sondern auch die erschreckend fehleranfällige Defensive zum Problem. "Alle Elf, die auf dem Platz stehen, müssen Leistung bringen und das haben wir auf jeden Fall heute nicht geschafft", haderte Hector. "Wir müssen kritisch mit uns selbst sein, jeder mit sich und auch jeder mit der Gesamtleistung." Marius Wolf ergänzte: "Ich denke es geht nicht darum, schön zu spielen, sondern einzig und allein darum, Punkte zu holen. Das ist die Hauptaufgabe, da musst du auch mal ein dreckiges Spiel gewinnen", so die Dortmund-Leihgabe. "Da musst du dich mal reinwerfen und dem Gegner mal wehtun. All das haben wir nicht gemacht."