20. Februar 2019 / 10:17 Uhr

Kommen die Stars von Morgen von Holstein Kiel?

Kommen die Stars von Morgen von Holstein Kiel?

Marco Nehmer
Kieler Nachrichten
Kieler Zukunftshoffnung: Jonas Sterner (links) spielte beim Algarve-Cup im DFB-U<EI>17-Trikot trotz des letzten Platzes ein gutes Turnier.
Kieler Zukunftshoffnung: Jonas Sterner (links) spielte beim Algarve-Cup im DFB-U17-Trikot trotz des letzten Platzes ein gutes Turnier. © 2019 Getty Images
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Holstein Kiel: NLZ-Leiter Fabian Müller hat an der Algarve KSV-Youngster Jonas Sterner und internationale Talente beobachtet

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Der große Schritt für Holstein Kiel misst ziemlich genau 2375 Kilometer. So weit ist Albufeira vom Storchennest entfernt. In der vergangenen Woche war die portugiesische Küste der Arbeitsplatz von Fabian Müller, dem Leiter des Kieler Nachwuchsleistungszentrums (NLZ). Eine Premiere: Erstmals war die KSV beim Algarve-Cup, dem renommierten Turnier der U16- und U17-Nationalteams, vertreten. Neben Müller mittendrin: Jonas Sterner, 16 Jahre altes Mittelfeld-Talent aus Holsteins B-Jugend.

Ein paar Tage danach erzählt Müller von dem, was er gesehen hat, was er mitnehmen konnte. Für die Arbeit mit Sterner, die Arbeit im NLZ. Für die Zukunft der Kieler Nachwuchsarbeit. „Wir wollten in erster Linie Jonas zeigen, dass wir ihn vor Ort unterstützen. Es ist auch ein Signal an unsere Spieler: Es geht für uns darum, Präsenz zu zeigen.“ Für Bundeslgisten seien solche Dienstreisen normal. „Für Holstein Kiel ist das noch keine Selbstverständlichkeit.“Und so brach Müller auf zu seiner viertägigen Visite ins Reich der Talente. Spanien, Portugal, die Niederlande und Deutschland hatten je zwei Teams geschickt, Argentinien seine U16.

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Topnationen, die den Deutschen das Leben schwer machten. Und so stand nach drei Spielen für die U17 um Jonas Sterner ein ernüchternder letzter Platz fest. „Das DFB-Team ist gegen den Ball gut aufgetreten und musste sich vor den anderen Nationen nicht verstecken. Aber es war auch erkennbar, dass die anderen Mannschaften individuell sehr gut ausgebildete Spieler haben“, sagt Müller. „Sie waren im Spielfluss etwas weiter.“ Die Konsequenz: 1:3 gegen den Gastgeber, 0:1 gegen die Spanier, 1:3 gegen Oranje.Immerhin: Das von Nationaltrainer Michael Feichtenbeiner nominierte KSV-Juwel kam in jedem Spiel zum Einsatz.

U19-Nationaltrainer Guido Streichsbier (li) zu Gast bei Holstein Kiel im Gespräch mit NLZ-Leiter Fabian Müller (re.).
U19-Nationaltrainer Guido Streichsbier (li) zu Gast bei Holstein Kiel im Gespräch mit NLZ-Leiter Fabian Müller (re.). © Sonja Paar
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Und hinterließ Eindruck. „Jonas hat ein gutes Turnier gespielt. Das bestätigt uns“, sagt Müller. „Er war ganz wichtig im Spiel gegen den Ball, hat einige gute Verlagerungsbälle gespielt und ist ins Tempodribbling gegangen. Das waren Punkte, bei denen er herausgestochen ist.“ Dieser Teil der Mission war also erfolgreich. Der eigene Nachwuchs kann im Kreis der Großen bestehen. Und dann ist da ja noch der zweite Teil: der Austausch mit Kollegen der Branche.

Für die nämlich ist der Algarve-Cup ein Pflichttermin. Werders NLZ-Leiter Björn Schierenbeck war genauso da wie Volker Kersting aus Mainz. Hervorragende Ausbildungs-Adressen. Außerdem vor Ort: eine ganze Armada von Scouts – vor allem aus England.„In meinem Hotel waren zwölf Scouts von Manchester City, im Nachbarhotel 25 von Manchester United“, sagt Müller. „Die haben das komplette Turnier gesichtet.“ Und was haben sie registriert?

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Technisch feinen Fußball mit Handlungsschnelligkeit und Raumverständnis. Und einige Rohdiamanten. „Ich habe den einen oder anderen gesehen, der es aufs internationale Topniveau schaffen wird“, sagt Müller. Ob Jonas Sterner auch auf dieses Level kommt? Im März geht es für ihn auf DFB-Ebene mit der EM-Quali weiter. Auch Müller schaut dann wieder hin.

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