29. Juni 2021 / 20:02 Uhr

Kommen und Gehen: IceFighters Leipzig treiben Austausch des Kaders voran

Kommen und Gehen: IceFighters Leipzig treiben Austausch des Kaders voran

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
IceFighters-Coach Sven Gerike vermeldet zwei Zu- und zwei Abgänge.
IceFighters-Coach Sven Gerike vermeldet zwei Zu- und zwei Abgänge. © Christian Modla
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Neue für die IceFighters Leipzig: Der 34-jährige „Oldie“ Michal Schön wurde von den Saale Bulls nicht mehr für gut befunden. Chefcoach Sven Gerike hat nicht lang gefackelt und den Verteidiger verpflichtet. Daneben kommt Verstärkung aus der DEL2 und den Hannover Indians. Zudem vermeldete der Club zwei Abgänge.

Leipzig. Die IceFighters Leipzig haben sich Routinier Michal Schön vom Liga-Rivalen Saale Bulls geholt. Neun Jahre lief der Verteidiger für die Konkurrenz auf. Ein neues Vertragsangebot blieb aus. IceFighters-Geschäftsführer Sven Gerike fackelte nicht lange und schlug beim Erzrivalen zu. Eine göttliche Fügung, da der geborene Tscheche familiär und privat in seiner Zweitheimat Halle verwurzelt ist. Und Schön, trotz seiner 34 Lenze, ist noch lange nicht bereit abzudanken.

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Neustart in Leipzig

Der Neuzugang freut sich auf frischen Wind: „Ich bin mir sicher, den Icefighters mit meiner Erfahrung ein ganzes Stück weiterhelfen zu können.“ Davon hat der Profi eine Menge: Er bringt über 550 Partien in der DEL, DEL2 und der Oberliga auf die Kufen. Gerike erwartet vom erfahrenen Defender neuen Input und das sich der Oldie „in den Dienst der Mannschaft stellt, wie er es jahrelang gegen uns bewiesen hat.“

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Vom Oldie zum Youngster: DEL2-Spieler Sebastian Horn verstärkt die sächsische Offensive. Der U20-Nationalstürmer, mit WM-Erfahrung in Blut, will sich bei den Eiskämpfern nicht nur Spielerfahrung sammeln. Nach zwei Jahren bei den Heilbronner Falken und Ravensburg Towerstars will sich der 21-Jährige weiterentwickeln.


Ein weiterer Rechtsschütze startet ebenfalls in der Messestadt durch. Der Deutsch-Kanadier Michael Burns kommt von den Hannover Indians, ging dort für zwei Spielzeiten auf Puckjagd, wurde allerdings durch Verletzungen ausgebremst. Der 30-Jährige ist wieder fit und will offensiv liefern. „Ich mag es, hart zu spielen und die Aufgaben in der eigenen Zone zu erfüllen. Aber ich kann und werde auch Akzente setzen.“

Karriereende von Ur-Hallenser

Ryan Warttig und Alexander Zille hingegen beziffern die Icefighters-Abgänge Nummer zehn und elf. Chefcoach Gerike verabschiedet den 2019 verpflichteten Stürmer Warttig, 23, der von der Lausitzer Füchsen kam. Verletzungen zwangen den jungen Mann buchstäblich immer wieder in die Knie – aufgrund zweier Kreuzbandrisse kam der Angreifer auf nur 18 Einsätze. Der Ausfall wog schwer, zumal das Talent mit fünf Toren und sieben Vorlagen in 15 Spielen eine Bereicherung für die Sachsen war. „In so jungen Jahren so viele schwere Verletzungen und lange Pausen zu haben ist nicht leicht“, gab Gerike zu und wünscht seinem Schützling „vollständig fit und schmerzfrei“ zu werden.

Der zweite Abgang ist privater Natur. Center Alexander Zille hängt das blau-weiße Trikot an den Nagel. Beruf und Vaterrolle lassen das Eishockey-Dasein für ihn nicht mehr zu. Zille war Vereinsikone bei den Saale Bulls. Nach insgesamt 15 Jahren im halleschen Dress wurde der Angreifer aussortiert. Der Wechsel zum Derby-Rivalen wurde mit Pauken und Trompeten vollzogen. Sein Tor in seiner Ex-Spielstätte – nach gerade einmal 79 Sekunden – bleibt den Icefighters-Fans unvergessen. 55 Spiele absolvierte der gebürtige Dresdner für die Eiskämpfer. Leipzigs Coach lässt den Stürmer mit Lorbeeren ziehen: „Alex war ein Vorbild an Einsatzbereitschaft und professioneller Einstellung dieser Zeit.“