28. Mai 2019 / 11:14 Uhr

Kommentar zum Abstieg des VfB Stuttgart: Mal wieder Neuanfang - aber ohne Präsident Dietrich

Kommentar zum Abstieg des VfB Stuttgart: Mal wieder Neuanfang - aber ohne Präsident Dietrich

Markus Merz
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga stehen die Zeichen bei den Schwaben erneut auf Neuanfang.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga stehen die Zeichen bei den Schwaben erneut auf Neuanfang. © imago images / Nordphoto (Montage)
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Mit dem torlosen Remis im Rückspiel der Relegation bei Union Berlin ist der dritte Abstieg des VfB Stuttgart Realität geworden. Verantwortlich für den Absturz der Schwaben ist vor allem Präsident Wolfgang Dietrich, meint SPORTBUZZER-Mitarbeiter Markus Merz.

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Der VfB Stuttgart ist zum dritten Mal aus der 1. Fußball-Bundesliga abgestiegen. Ein Abstieg, der am Ende vor allem dem Präsidenten Wolfgang Dietrich zuzuschreiben ist. Noch bei der Mitgliederversammlung im Jahr 2018 sagte der bei den Fans umstrittene Vereinsboss: „Ich halte heute die erste Rede, in der die Abwärtsspirale der letzten Jahre keine Rolle mehr spielen wird. Ab sofort geht der Blick nach vorne. Wir können uns endlich voll und ganz mit der Gegenwart beschäftigen.“

Knapp zwölf Monate später heißt die Gegenwart und Zukunft: 2. Bundesliga. Spiele beim SV Sandhausen oder gegen die SpVgg Greuther Fürth. Viel Geld wurde im vergangenen Sommer verbrannt. Zusammen mit dem damaligen Sportchef Michael Reschke kauften Dietrich und Co. erfahrene Spieler wie Gonzalo Castro und Daniel Didavi sowie vermeintliche Talente wie Pablo Maffeo und Nicolas Gonzalez. Alleine Maffeo kostete 10 Millionen Euro, wurde irgendwann aus dem Kader verbannt und ist damit kaum noch vermittelbar. Dazu kam eine unnötige vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem später gescheiterten Trainer Tayfun Korkut und viele weitere Verfehlungen.

VfB Stuttgart in der Einzelkritk gegen Union Berlin

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DURCHKLICKEN: Der VfB Stuttgart in der Einzelkritik gegen Union Berlin. ©
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Beispiel Hamburger SV sollte Warnung genug sein

Ob der direkte Wiederaufstieg erneut gelingt? Das wird auch davon abhängen, welche Mannschaft der VfB-Sportchef Thomas Hitzlsperger dem neuen Trainer Tim Walter zur Verfügung stellen kann. Finanziell, das ist schon in den Stunden nach dem Abstieg klar, wird der VfB die große Nummer der 2. Liga sein. Allein der Verkauf des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard spült Millionen in die Kasse. Weitere Verkäufe (etwa der des mit nur 19 Jahren rasant zur Stammkraft aufgestiegenen Ozan Kabak) sind realistisch.

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Nur: Ob der VfB wieder eine derartige Euphorie wie nach dem Abstieg 2016 entfachen und die 2. Liga zu regelmäßigen Festtagen machen kann, ist mehr als fraglich. Das Beispiel Hamburger SV dürfte Warnung genug sein.

Mit Wolfgang Dietrich als Präsident jedenfalls wird man sich in der Stuttgarter Fanszene nicht mehr anfreunden können. Bei der nächsten Mitgliederversammlung im Juli dürfte der Widerstand zu groß werden – wenn Dietrich nicht vorher selbst seinen Rücktritt verkündet. Allein der finanzkräftige Partner Daimler dürfte sich die negative Außendarstellung des VfB mit einem Präsidenten Wolfgang Dietrich nicht mehr lange anschauen. Beim VfB kann es deswegen jetzt nur noch heißen: Neuanfang (mal wieder). Aber ohne Wolfgang Dietrich.

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Nach einem 0:0 im Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin erstmals in seiner Geschichte den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. © dpa
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