31. Juli 2022 / 22:06 Uhr

Kommentar: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat sich bei der Frauen-EM neu erfunden

Kommentar: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat sich bei der Frauen-EM neu erfunden

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Martina Voss-Tecklenburg hat ihr erstes EM-Finale als Bundestrainerin verloren. 
Martina Voss-Tecklenburg hat ihr erstes EM-Finale als Bundestrainerin verloren.  © Getty Images (Montage)
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Trotz der bitteren Niederlage im EM-Finale gegen England sollte bei den DFB-Frauen und allen voran Martina Voss-Tecklenburg der Stolz überwiegen, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp. Die Bundestrainerin war während des Turniers eine Figur mit Vorbild-Charakter.

Es wäre die Krönung ihrer bisherigen Trainerkarriere gewesen. Aber der EM-Titel, den sie als Spielerin viermal gewonnen hatte, blieb Martina Voss-Tecklenburg (noch) verwehrt. Dennoch darf die Bundestrainerin stolz sein auf ihre Mannschaft, die diesen Namen absolut verdiente, aber auch auf sich selbst.

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Mit ihrer bodenständigen, aber dennoch selbstbewussten und fokussierten Art hat "MVT" die richtige Mischung gefunden, es geschafft, ein Anker für ihre Spielerinnen zu sein und gleichzeitig ein Vorbild.

Morgens war sie die Erste im Hotelpool, wo sie im Kopf bereits an ihrem Matchplan tüftelte, den sie in enger Zusammenarbeit mit ihren Assistenten umsetzte; und abends die Letzte, die nach zahlreichen Gesprächen mit ihren Führungsspielerinnen ins Bett ging. Jahrelang galt sie als Eigenbrödlerin, Kritiker sagten sogar, sie sei unbelehrbar.

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Zur EM hat sich Voss-Tecklenburg ein Stück weit neu erfunden, Verantwortung abgegeben und trotzdem die Zügel in der Hand behalten. Sie fand stets die richtigen und einordnenden Worte zu verschiedenen Themen, auch außersportlich. An ihr können sich viele Führungspersonen künftig gerne ein Beispiel nehmen.

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