16. Dezember 2019 / 14:40 Uhr

Kommentar zum Achtelfinale zwischen PSG-Trainer Thomas Tuchel und dem BVB: Dieses Duell ist Zündstoff pur

Kommentar zum Achtelfinale zwischen PSG-Trainer Thomas Tuchel und dem BVB: Dieses Duell ist Zündstoff pur

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Achtelfinale der Champions League 2019/20 trifft Thomas Tuchel mit PSG auf seinen alten Arbeitgeber Borussia Dortmund und deren Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp ist das Duell Zündstoff pur.
Im Achtelfinale der Champions League 2019/20 trifft Thomas Tuchel mit PSG auf seinen alten Arbeitgeber Borussia Dortmund und deren Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp ist das Duell Zündstoff pur. © imago images/Christopher Neundorf/Anthony Bibard/Montage
Anzeige

Rund zweieinhalb Jahre nach seinem Abgang bei Borussia Dortmund kehrt Trainer Thomas Tuchel mit seinem neuen Arbeitgeber PSG zum BVB zurück. SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp sieht in dem Champions-League-Duell ein Aufeinandertreffen mit reichlich Konfliktpotenzial.

Anzeige
Anzeige

Das alte Sprichwort: "Man sieht sich im Leben immer zweimal" gilt natürlich auch – oder vor allem – für das Fußballgeschäft, in dem sich es alleine aufgrund der immer neuen Wettbewerbe und der Anzahl der Spiele kaum vermeiden lässt, dass sich Protagonisten irgendwann mal wieder über den Weg laufen. So wie nun im Februar und März Thomas Tuchel und Borussia Dortmund im Achtelfinale der Champions League. Oh là là! Ein Duell, welches jede Menge Zündstoff birgt, alte Wunden wieder aufreißt und längst vergangene Geschichten erneut aufs Trapez heben wird. Was für ein Brett!

Bis zum vergangenen Wochenende war Tuchel mit 2,09 Punkten im Schnitt der erfolgreichste Trainer der BVB-Historie und wurde nun von Lucien Favre (2,14 Zähler pro Partie) abgelöst. Doch dieser Rekord ist maximal ein Nebenaspekt.

Mehr vom SPORTBUZZER

Vor allem Tuchel selbst und Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke verbindet eine Art persönliche Feindschaft. Trotz des Pokalsiegs 2017 (übrigens der erste BVB-Titel nach der Ära von Jürgen Klopp und der letzte seitdem…) wurde Tuchel eiskalt abserviert – nach monatelangen Grabenkämpfen hinter den Kulissen. Der Zoff zwischen den beiden Alphatieren begann mit einem Zerwürfnis des Trainers mit dem damaligen Chefscout Sven Mislintat (heute Sportdirektor beim VfB Stuttgart) und gipfelte darin, dass Tuchel bei Transfers nicht mehr involviert wurde.

BVB-Sportchef Michael Zorc zu PSG-Los: Hätte schwieriger kommen können

Dass sich Watzke einen Journalisten des Spiegel einlud, der den BVB-Boss ohne Tuchels Wissen über Monate eng begleitete und sogar am Tag des Pokalfinals mit ihm auf der Terrasse des Mannschaftshotels saß, setzte dem Ganzen die Krone auf. Auch das schlimme Bombenattentat auf den Dortmunder Mannschaftsbus fiel in die Zeit von Tuchel im Pott. Rund um diesen schwarzen Tag der Vereinsgeschichte kursieren bis heute extrem unterschiedliche Darstellungen der Beteiligten – allen voran von Watzke und Tuchel.

Auch sportlich ein Leckerbissen

25 ehemalige PSG-Spieler und was aus ihnen wurde

Sie waren die Superstars von Paris St.-Germain: Ronaldinho, David Beckham und Zlatan Ibrahimovic spielten für den Klub aus Frankreich - das machen sie heute! Zur Galerie
Sie waren die Superstars von Paris St.-Germain: Ronaldinho, David Beckham und Zlatan Ibrahimovic spielten für den Klub aus Frankreich - das machen sie heute! ©

Es wird spannend zu beobachten sein, inwieweit einer der beiden "Parteien" das Wiedersehen nutzen wird, um noch mal ein paar Dinge gerade zu rücken. Ebenso, wie die BVB-Fans Tuchel empfangen werden. Und natürlich ist das Duell auch sportlich ein echter Leckerbissen, auf den man sich überall freuen darf. Die Favoritenrolle liegt dabei eindeutig beim Pariser Starensemble um Neymar und Kylian Mbappe – doch auch das ist in Anbetracht der Brisanz nur ein kleiner Nebenaspekt.