23. Februar 2019 / 21:20 Uhr

Kommentar: Christian Heidel ist bei Schalke 04 an seiner Transferpolitik gescheitert

Kommentar: Christian Heidel ist bei Schalke 04 an seiner Transferpolitik gescheitert

Tom Vaagt
Christian Heidel wurde bei Schalke 04 eine verfehlte Transferpolitik zum Verhängnis - meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt
Christian Heidel wurde bei Schalke 04 eine verfehlte Transferpolitik zum Verhängnis - meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt © Imago
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Die Form des Rücktritts von Christian Heidel bei Schalke 04 hat Stil - allerdings lag der Manager bei Transferfragen zu oft daneben. Sein Ende bei S04 ist daher folgerichtig, meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

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Am Ende muss man vor Christian Heidel den Hut ziehen. Der Abgang des Managers bei Schalke 04 hat zumindest Stil. Er verzichtet auf eine Abfindung, will seinen Nachfolger bis zum kommenden Sommer einarbeiten. Heidel möchte einen sauberen Abgang. Aufzuräumen gibt es für den nächsten starken Mann bei S04 allerdings genug.

In Heidels rund zweieinhalb Jahren in Gelsenkirchen gab es zwar Höhen wie die Vizemeisterschaft 2018 und Monate der Ruhe in einem explosiven Umfeld. Es gab aber auch das, was Heidel am Ende zum Verhängnis wurde: Eine in vielen Bereichen verfehlte Personalpolitik. Rund 154 Millionen Euro gab Schalke seit dem Dienstantritt des Sportvorstandes im Sommer 2016 für neue Spieler aus – gerade von den kostspieligeren Kandidaten schlug kaum ein Profi ein.

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Auf der Einnahmenseite stehen hingegen nur 112 Millionen. Und das obwohl zahlreiche hochtalentierte Eigengewächse den Klub verließen. So ließ Heidel Sead Kolasinac (FC Arsenal), Leon Goretzka (FC Bayern) und Max Meyer (Crystal Palace) ablösefrei ziehen.

Schalke ließ Mega-Ablösen liegen

Klar, bei den ersten beiden Spielern waren die Mitbieter wie auch beim 50-Millionen-Verkauf von Leroy Sane an Manchester City attraktiver und zahlungskräftiger. Und der Abgang von Meyer wurde von einem fragwürdigen Berater-Zoff begleitet. Dennoch hätte Schalke bei einem rechtzeitigen Verkauf des Trios mächtig abkassiert. Diesen Zeitpunkt verpasste Heidel – in der Hoffnung, dass Herz Trumpf ist und die Jungstars aufgrund ihrer Verbundenheit zum Klub doch irgendwie bei Schalke bleiben.

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Gleichwertigen Ersatz zog der Manager jedoch nicht an Land. Was bleibt ist ein Kader ohne Struktur und ein Trainer, für den Struktur alles ist. Eine schwierige Mischung, an der Heidel gescheitert ist. Ob Domenico Tedesco den Karren mit einem neuen Manager an seiner Seite aus dem Dreck ziehen kann? Fraglich. Schalke braucht einen Neuanfang.

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