27. März 2022 / 07:53 Uhr

Kommentar zum deutschen Sieg gegen Israel: Der zweite Anzug sitzt – für Hummels und Reus wird es eng

Kommentar zum deutschen Sieg gegen Israel: Der zweite Anzug sitzt – für Hummels und Reus wird es eng

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mats Hummels und Marco Reus könnten ihre Kaderplätze an Nachwuchshoffnungen wie Nico Schlotterbeck und Jamal Musiala (von links) verlieren. 
Mats Hummels und Marco Reus könnten ihre Kaderplätze an Nachwuchshoffnungen wie Nico Schlotterbeck und Jamal Musiala (von links) verlieren.  © IMAGO/Matthias Koch/Laci Perenyi/Jan Huebner (Montage)
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Nach dem achten Sieg im achten Länderspiel unter Trainer Hansi Flick scheint sich nach Meinung von RND-Sportchef Heiko Ostendorp bereits früh im Jahr das Gerüst für den WM-Kader entwickelt zu haben – zum Leidwesen einiger namhafter Routiniers.

Der Start ins WM-Jahr ist geglückt – zumindest in großen Teilen. Zwar ließ die deutsche Nationalelf auch beim 2:0 gegen Israel erneut die Effizienz vermissen, feierte aber im achten Spiel den achten Sieg unter Hansi Flick. Die wichtigste Erkenntnis des Tests: Auch der zweite Anzug sitzt – und damit werden die Plätze im Kader für die Winter-Endrunde in Katar immer weniger.

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Nico Schlotterbeck gab ein starkes Länderspieldebüt in der Innenverteidigung, bis auf seinen "Arroganz-Anfall" (O-Ton von ZDF-Experte Per Mertesacker) vor dem Elfmeter.

David Raum zeigte bei seinem "Heimspiel" in Sinsheim einen vielversprechenden Auftritt auf der linken Außenbahn.

Jamal Musiala war im Mittelfeld extrem umtriebig und spielfreudig, der Bundestrainer ist ohnehin ein großer Fan des Bayern-Juwels.

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Marc-André ter Stegen und Kevin Trapp (mit gehaltenem Elfmeter) bewiesen, dass auf sie ebenfalls Verlass ist. Sie alle dürften ihr WM-Ticket in der Tasche haben, wenn sie so weitermachen.

Nimmt man die ohnehin gesetzten Stammspieler wie Kapitän Manuel Neuer, Thilo Kehrer, Antonio Rüdiger, Leroy Sané, Thomas Müller, Timo Werner sowie die Abwesenden Niklas Süle, Serge Gnabry, Joshua Kimmich, Robin Gosens und Leon Goretzka und zuverlässige Back-ups wie Matthias Ginter, Jonas Hofmann oder Florian Neuhaus hinzu, wird es langsam kuschelig im Kampf um die begehrten Plätze – auch für prominente Namen wie Marco Reus oder Mats Hummels.

Auf Hummels wird Flick nur im Notfall zurückgreifen, sogar Jonathan Tah hat aktuell bessere WM-Chancen. Und Reus muss vor allem verletzungsfrei bleiben – dann darf er sich zumindest Hoffnungen machen, dass Flick ("zwischen den Linien gibt es kaum einen besseren Spieler als Marco") ihn trotz der starken Konkurrenz mit in den Wüstenstaat nimmt.

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