28. Juli 2021 / 21:30 Uhr

Kommentar zum Olympia-Aus: Der deutsche Fußball gab erneut ein peinliches Bild ab

Kommentar zum Olympia-Aus: Der deutsche Fußball gab erneut ein peinliches Bild ab

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutsche Mannschaft musste bei Olympia früh die Segel streichen.
Die deutsche Mannschaft musste bei Olympia früh die Segel streichen. © IMAGO/Sven Simon/Xinhua (Montage)
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Für die deutsche Fußball-Mannschaft war bei den Olympischen Spielen in Tokio bereits nach der Vorrunde Endstation - nach Nominierungs-Querelen nur mit 18 Spielern. Der deutsche Fußball gab rund um den olympischen Wettbewerb ein peinliches Bild ab, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp.

Von verpassten Chancen wurde in Fußball-Deutschland in den vergangenen Monaten wahrlich oft genug gesprochen – auf verschiedensten Ebenen. Nach dem Vorrundenaus der Olympiaauswahl des DFB kommt eine weitere hinzu.

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Viele Vereine ließen die Mannschaft des bemitleidenswerten Trainers Stefan Kuntz im Stich, verweigerten ihren Spielern einen Lebenstraum aus purem Eigennutz. Fast noch schlimmer: Einige Profis sagten sogar freiwillig ab, stellten die Vorbereitung mit ihren Klubs über eine Teilnahme an den Olympischen Spielen.

Der Abgang von Stefan Kuntz wäre die nächste Pleite

Die verbliebenen 18 Akteure kämpften zwar bis zur letzten Sekunde, am Ende steht aber ein dritter Platz in einer Gruppe mit Saudi-Arabien und der Elfenbeinküste. Alles in allem gab der deutsche Fußball rund um die Spiele erneut ein peinliches Bild ab.

Dass Kuntz, der die U21 zu zwei EM-Titeln führte, nach diversen Nackenschlägen nun auch noch über seine Zukunft beim DFB nachdenkt, ist traurig, aber zugleich verständlich. Sein Abgang wäre die nächste Pleite.